29. Juli 2010

Neues Projekt: The Rocky Horror Show

Bereits vor 8 Jahren überlegten wir uns in der Musicalgruppe, die Rocky Horror Show aufzuführen. Zu der Zeit hatten wir allerdings noch etliche Minderjährige dabei, und diese und auch teilweise die Älteren waren von der Freizügigkeit nicht sehr begeistert. Deshalb entschieden wir uns damals letztendlich doch für ein anderes Musical.

Doch das Interesse war geweckt, und in den Jahren seitdem kam immer wieder die Anregung auf, Rocky Horror auf die Bühne zu bringen, auch wenn sich die Idee nie durchsetzen konnte.

Anfang 2010 saßen wir wieder einmal zusammen, als das Gespräch auf Rocky Horror kam. Ganz spontan entschieden sich die Rocky-Fans der bestehenden Musicalgruppe dazu, Rocky nun endlich, endlich umzusetzen... "Oh Rocky, Rocky, Rocky...!!" =) Selbst wenn die Sache nur als kleines Nebenprojekt geplant ist, bedeutet das für uns alle natürlich noch mehr Training und Vorbereitungsstreß, aber Rocky ist es uns wert.

Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir die Texte wie im Original auf Englisch sprechen oder eine deutsche Übersetzung verwenden. Ich würde eigentlich 100%ig für Englisch plädieren, aber noch wissen wir nicht, ob sich die Aussprache dann auch halbwegs gut anhört. =) Die Vorstellungen sind aber bisher erst für 2012 geplant, wir haben also noch viel Zeit, um rumzuprobieren. Letzte Woche habe ich mir erstmal das Originallibretto samt Regieanweisungen aus Großbritannien bestellt und warte jetzt ganz gespannt darauf, dass es endlich ankommt.

28. Juli 2010

Prüfungsvorbereitung und Prüfung zum 4. Kyu

(Soviel zum Thema, dass die Berichte bald folgen würden - naja, sechs Wochen hat es gedauert, aber alles ist relativ. ^^)

Bereits im Januar sprachen wir zum ersten Mal über unsere nächste anstehende Prüfung - die zum 4. Kyu (Kurzinfo zum Prüfungssystem).

Als wir vier Prüflinge uns die gefordeten Inhalte ansahen, stellten wir zunächst einmal fest, dass die Prüfung ein ganzes Stück umfangreicher ist als die vorherige. Von den zehn geforderten Techniken kannte ich drei Monate vor der Prüfung erst zwei, und um die fehlenden acht Techniken ebenso ausführlich im normalen Training kennenzulernen, fehlte uns schlicht die Zeit. Dementsprechend war ich sehr dankbar für unsere Freien Trainings am Freitag, die ab Anfang April in Prüfungsvorbereitungstrainings umgewandelt wurden. Und weil wir trotzdem noch Muffensausen hatten, beschlossen wir Prüflinge, uns noch einige Male zusätzlich zu treffen und gemeinsam zu üben, was uns wirklich sehr gut tat. Je näher die Prüfung kam, desto sicherer und besser vorbereitet fühlte ich mich - so weit, dass ich mich richtig auf die Prüfung freuen konnte.

Bei meinen bisherigen beiden Prüfungen war ich jedes Mal doch ziemlich nervös geworden, wenn auch recht spät: nachdem ich durch die Auftritte mit der Musicaltruppe ganz gut mit Lampenfieber umgegehen kann, lege ich die Prüfungen freiwillig als Letzte ab, und während ich darauf warte, dass ich an der Reihe bin, kommt dann doch die Nervosität durch.

Also stellte ich mich auch diesmal darauf ein, in letzter Minute vor Aufregung zu sterben - und war total überrascht, als nichts passierte. =) Ich saß auf den Matten, sah bei den anderen drei Prüfungen zu (bzw. war auch einmal Uke) und wartete total entspannt darauf, endlich selbst dranzukommen.

Ich weiß gar nicht, woran es eigentlich lag, dass ich mich so wohl fühlte - schließlich hatte ich mich mit ein oder zwei Techniken noch nicht so richtig angefreundet und es bestand durchaus die Möglichkeit, sie total zu versemmeln. Aber irgendwie war ich mit meinem Leistungsstand und vielleicht auch mit dem Vielen, was wir uns selbst erarbeitet hatten, so glücklich und zufrieden, dass ich es einfach nur endlich mal zeigen wollte.

Während der Prüfung fühlte ich mich ebenfalls viel wohler als bei den vergangenen: ich hatte richtig Spaß dabei, war entspannt und präsent... und ich glaube, ich hatte die ganze Zeit über ein breites Grinsen im Gesicht, einfach weil's so schön war.

Ein himmelweiter Unterschied zu allen anderen "Prüfungssituationen", die ich bisher erlebt habe, egal ob in der Schule, bei der Führerscheinprüfung, bei Bewerbungsgesprächen usw. Vielleicht auch deswegen, weil ich bei dieser Prüfung weniger an den Termin selbst dachte, sondern mich im Grunde nur auf die neuen Techniken usw. freute, die danach kommen würden... ;)