8. Januar 2010

Stray - Rachel Vincent

Genre: Paranormal Romance
Bewertung: 2 von 5
Keine deutsche Ausgabe.
Achtung, Spoiler im Text!

Handlung: Faythe hat ihre Familie von Werkatzen verlassen, um auf eigenen Füßen zu stehen, denn sie schätzt ihre Unabhängigkeit über alles. Als sie jedoch von einem fremden Werkater angegriffen wird, schleift ihr Ex-Freund sie gegen ihren Willen zurück zu ihrer Familie. Es stellt sich heraus, dass mehrere der wenigen existierenden weiblichen Werkatzen entführt wurden, und kurze Zeit später wird auch Faythe gefangen genommen. Der Übeltäter will sie an den Höchstbietenden weiterverkaufen. Faythe kann ihrer Zelle entkommen und dreht den Spieß um, indem sie ihren Peiniger verfolgt, bis ihr Ex-Freund ihn schließlich tötet.

Meine Meinung: Die erste Hälfte von "Stray" ist nicht nur langweilig, sondern überflüssig. Faythe wird direkt zu Beginn zu ihrer Familie zurückgebracht und wartet die nächsten 300 Seiten darauf, dass etwas passiert - und genauso geht es dem Leser. Während all dieser Zeit ärgert sie sich über ihre Eltern und ihren Ex-Freund und flirtet ein wenig. Ganz ehrlich: man versäumt nichts, wenn man einfach bis Seite 300 vorblättert und dort weiterliest.
Ab Seite 330 kommt die Story dann zumindest endlich in Gang. Nun wird es einigermaßen spannend, wenn auch die "Bösen" teilweise Fehler begehen, die ganz offensichtlich nur passieren, um eine festgefahrene Situation aufzulösen. Beispielsweise hat ein "böser" Gefangener in seiner Zelle noch sein Handy - das er durch die Gitterstäbe nach draußen hält, nur um zu beweisen, dass er tatsächlich auch in einem Keller Empfang hat, woraufhin es ihm abgenommen werden kann. Wie nett von ihm.
Das Ende ist nicht sehr zufriedenstellend. Nachdem Faythe ihren Wächtern entkommen ist, herrscht eine positive Stimmung, hier hätte die Autorin gut abschließen können. Stattdessen machen sich Faythe und einige weitere Werkatzen auf die Suche nach dem Anführer der Bösen, lauern ihm auf und beseitigen ihn relativ unspektakulär - aber so blutig, dass selbst der Heldin davon übel wird. Das hinterlässt kein gutes Gefühl. Noch dazu kommt sie nun wieder mit ihrem Ex-Freund zusammen, obwohl der sie angeblich seit fünf Jahren genervt hat.

Fazit: nicht empfehlenswert. Der Schreibstil der Autorin ist zwar angenehm, aber die Geschichte und die Charaktere haben deutliche Schwächen. Ich selbst werde das Buch jedenfalls nicht noch einmal lesen (was ich normalerweise immer tue, wenn es mir nur halbwegs gefallen hat). Der Fairness halber möchte ich aber noch hinzufügen, dass andere Bücher dieser Autorin bei Amazon deutlich bessere Bewertungen haben.

1 Kommentar:

aikido-sillys-worldblog hat gesagt…

gesundes neues Jahr wünsche ich...