9. Januar 2010

Grimspace - Ann Aguirre

Genre: SciFi Romance
Bewertung: 3 von 5
Keine deutsche Ausgabe.
Keine Spoiler im Text.

Handlung: In der Zukunft gibt es einige wenige Menschen, die in der Lage sind, Raumschiffe durch den "Grimspace" zu steuern (um in vertrauten Bildern zu sprechen: eine Art Wurmlöcher). Diese Menschen sind für den interstellaren Handel von unschätzbarem Wert und arbeiten ausschließlich für ein einziges Unternehmen, das schlicht "Corp" genannt wird. Sirantha Jax ist ein solcher "Jumper", doch bei ihrem letzten Flug ging etwas schief, wodurch ihr Schiff zerstört wurde und alle Passagiere und Besatzungsmitglieder außer ihr starben. In einer Zelle wartet sie, geplagt von Alpträumen, auf ihre Gerichtsverhandlung. Zwar beteuert sie ihre Unschuld, doch niemand schenkt ihr Glauben. Als ein mysteriöser Mann auftaucht und ihr eine Gelegenheit zur Flucht anbietet, greift sie zu.
Gemeinsam mit ihrem Fluchthelfer, March, und seiner Crew macht es sich Jax zur Aufgabe, das Monopol der "Corp" zu brechen und ihre Unschuld zu beweisen. Im Laufe dessen kommen Jax und March sich näher, obwohl sich immer wieder Selbstzweifel zwischen die beiden schieben.

Meine Meinung: Bisher hätte ich nicht gedacht, dass es neben Paranormal Romance auch so etwas wie SciFi Romance gibt - man lernt eben nie aus. ;-) Die Mischung aus Science Fiction, Action und Romance ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, wobei hier SciFi und Action deutlich überwiegen.
Sirantha Jax ist eine gut entworfene Hauptperson, die sich auch in schwierigen Situation treu bleibt. Die Romance-Stellen sind gut in die Handlung eingefügt und wirken nicht zu kitschig. Überhaupt beschreibt die Autorin die Gefühlswelten von March und Jax so gut, dass man wirklich mitfühlen kann und nicht nur oberflächlich zusieht. Einzig der rote Faden fehlte mir manchmal ein wenig, so dass man z.T. trotz viel Action ohne Führung durch die Seiten dümpelte, bis der Handlungsfaden wieder anzog.
Der Schreibstil (im Englischen) ist etwas ungewohnt, da einerseits das Buch im Präsens geschrieben ist und darüber hinaus die Autorin öfters die Pronomen weglässt - normalerweise würde ich schreiben "vergisst", allerdings kam dies so häufig vor, dass es Absicht sein muss. Die dadurch entstehenden Sätze in der Art "Need to do something." wirken anfangs recht hart und abgehackt, nach einiger Zeit fällt es aber nicht mehr auf.

Fazit: Schwierig... Würde ich "Grimspace" weiterempfehlen? Wenn man SciFi UND Romance mag: ja. Wenn man sowieso viel liest, neues Futter braucht und gern neue Autoren ausprobiert, ja. Sonst eher nicht: die Romance-Teile würden hartgesottene SciFi-Fans vermutlich abschrecken, ebenso wie Romance-Fans vermutlich mit den technischen SciFi-Teilen nichts anfangen können.

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