23. Oktober 2009

Freies Training mal anders

Bisher übte ich im Freien Training entweder mit einer anderen Schülerin auf derselben Stufe oder direkt mit unserer Lehrerin - was man dann eigentlich schon nicht mehr als Freies Training, sondern eher als Einzeltraining bezeichnen konnte: 90 Minuten lang Verbesserungen ganz für mich allein! ;)

Heute durfte ich erfahren, wie es sich auf der anderen Seite eines solchen Trainings anfühlt, und ich muss sagen: Himmel, ist das anstrengend! Eine unserer neuesten Mitschülerinnen, die seit ungefähr einem Monat dabei ist, war zusammen mit mir im Freien Training. Wie üblich, wenn wir Schülerinnen zu zweit sind, übten wir allein; nur bei Fragen kam unsere Lehrerin kurz dazu.

Von der einen Technik, die wir beide kannten, hatten wir nach einer halben Stunde genug. Auf einen Vorschlag unserer Lehrerin hin griff mich die andere Schülerin einfach für einige andere Techniken an, die ich dann ganz langsam und vorsichtig wiederholen konnte. Nun war sie aber natürlich auch neugierig und wollte diese Techniken ebenfalls ausprobieren... ;)

Eine Stunde später konnte ich mir ungefähr vorstellen, wie sich unsere Lehrerin wohl nach einem "Einzeltraining" mit mir fühlt... Es gibt bei jeder einzelnen Bewegung so viel zu erklären, und so vieles, was anfangs trotz der vielen Erklärungen einfach noch nicht klappt.

Mit dieser neuen Erfahrung weiß ich mein "Einzeltraining" jetzt noch viel mehr zu würdigen!

21. Oktober 2009

Ein typischer Dienstagabend...

17:00 Uhr
Feierabend - jetzt geht's erst richtig los...

17:30 Uhr
Letzte Vorbereitungen fürs Musicaltraining, Wiederholung der Tänze

18:00 Uhr
Auf zur ersten Station: Aikido

18:30 Uhr – 20:00 Uhr
Aikido-Training – entspannen! =)

19:45 Uhr
15 Min. vor Ende des Aikido-Trainings Aufbruch zum Musicaltraining, Gewissensbisse

20:00 – 21:00 Uhr
Nachlernen und Wiederholung der bisherigen Tänze mit Freiwilligen

21:00 – 22:00 Uhr
Begrüßung eines neuen Mitglieds
Tanz- und Schauspiel-Training mit der Musicalgruppe

22:00 Uhr
Termin für einen Kleinauftritt im nächsten Jahr abklären
Probentermine mit den Hauptrollen abklären
Mit ABC absprechen, ob sie ihre Rolle behält, die sie sich eigentlich mit DEF teilen wollte, die aber nun doch nicht mitmachen kann
Mit der Hallenleitung absprechen, wann die Halle von November bis Februar für zusätzliche Trainings an den Wochenenden zur Verfügung steht

19. Oktober 2009

Buddy Holly in Essen

Die Erinnerung, die mir wohl am stärksten im Gedächtnis bleiben wird von meinem Besuch bei dem gerade neu eröffneten Musical Buddy Holly in Essen: wie das komplette Publikum - über 1000 Menschen - aufsteht und begeistert mitwippt, klatscht und lachend zwischen den Reihen tanzt (und beim Twisten den leidenden Sitznachbarn, also mir z.B., des öfteren den Ellbogen in die Seiten bohrt). Ich habe noch nie erlebt, dass ein Publikum geschlossen so mitging - und das in Deutschland, wo die Zuschauer allgemein recht schwer zum Mitmachen zu bewegen sind.

Andererseits blieb einem auch wirklich kaum eine andere Wahl - die Energie, die von den Darstellern ausging, war dafür viel zu mitreißend. Und natürlich spielt auch die Musik selbst eine Rolle - ich selbst bin normalerweise steif wie ein Brett, und trotzdem musste ich einfach mitwippen und auf dem Platz tanzen. So wie mir ging es, wenn man sich in den Reihen umsah, fast allen anderen Zuschauern, egal welcher Altersgruppe. Hände klatschten, Füße wippten, und manch einen hielt es kaum im Sessel.

Vielleicht liegt dieser Effekt auch ein wenig daran, dass Buddy Holly kein Musical im eigentlichen Sinne ist. Bei anderen Musicals findet auf der Bühne eine Geschichte statt, die durch die Musik untermalt wird, und das Publikum ist im wahrsten Sinne des Wortes nur Zuschauer. Bei Buddy Holly spielt die Musik die zentrale Rolle, nur zwischendurch verbunden durch ein wenig Hintergrundgeschichte. Das Publikum wird mit einbezogen und "spielt" Buddys Zuschauer von damals, im Apollo Theater und im Surf Ballroom - und da ist es nur normal, mitzufeiern und zu tanzen.

Viel mehr lässt sich dazu eigentlich gar nicht sagen - unsere Cast war super, die riesige Jukebox-Bühne gigantisch, und eigentlich hätte es ruhig noch ein wenig länger dauern können. ;) Ich freu mich schon auf meinen nächsten Besuch in Essen!

Zum Abschluss noch ein Link zum Notizblog, dem Youtube-Blog des Hauptdarstellers Matthias Bollwerk - das Thema Buddy beginnt bei Folge 111. Sehr unterhaltsam! =)

2. Oktober 2009

Yokomenuchi Shihonage als Tenkan

Nachdem gestern ausnahmsweise mal keine Neulinge zum Schnuppern im Training waren, sondern nur zwei Schülerinnen, gab es eine neue Technik für uns: die Tenkan-Variante des Yokomenuchi Shihonage (d.h. Angriff mit einem Schlag Richtung Hals, Abfangen des schlagenden Arms, Hebel). Anfangs war ich noch recht stolz, dass die Bewegung grundsätzlich ganz gut funktionierte – in welche Richtung drehe ich mich, wo muss ich an meinem Angreifer vorbei, welcher Arm macht was. Dann ging es aber ein bisschen in die Tiefe, und ich kam mir ganz schnell wieder völlig unfähig vor. =)

Vor allem, als wir am Ende des Trainings noch einmal die Irimi-Variante machen sollten, ging gar nichts mehr... Tja, ich glaube, ich weiß, was ich heute im freien Training üben will. =)

Am Rande bemerkt: ich hatte zunächst einen Post vorbereitet, der erklärt, warum ich in letzter Zeit kaum zum Schreiben komme... da das aber in einem einzigen Gejammer geendet ist, werde ich mir den erstmal verkneifen. =) Es ist halt, wie's ist... =)