28. August 2009

Das kommt davon

... wenn man versehentlich nachts seine Katze erschreckt, die friedlich neben einem schläft:

Blauer Fleck in Form einer Katzenpfote?!

27. August 2009

Kleine Veränderungen

In letzter Zeit sind mir ab und zu einige kleine Änderungen aufgefallen - keine großartigen "Wow"-Erlebnisse mehr wie am Anfang, aber dennoch wert, festgehalten zu werden.

Diese Woche während der Ki-Gymnastik merkte ich, dass ich mit den Gedanken ganz woanders war. Als ich mir selbst innerlich einen "Schubs" gab und mich bewusst wieder konzentrierte, konnte ich deutlich spüren, wie mein Körper seine Haltung änderte, sich zentrierte und entspannte - ohne dass ich daran überhaupt gedacht hatte!

Einmal stand ich neben einem Freund, als der eine ausladende Geste mit der Hand machte. Vollkommen unbewusst hob ich die Hand auf der entsprechenden Seite, so als wollte ich einen Schlag abfangen. Als ich meine Bewegung bemerkte, nahm ich die Hand ganz schnell wieder herunter - aber grundsätzlich ist es schön zu sehen, wie sich langsam bestimmte Automatismen ausbilden.

Auch ansonsten bemerke ich kleine Veränderungen an mir: Ich beurteile manche Themen oder Probleme ein bisschen anders. Wo ich z.B. jahrelang mit einem Thema gehadert habe, aber nie eine Möglichkeit zur Verbesserung sah, scheint sich plötzlich mein Blickwinkel verschoben zu haben. Der Punkt, an dem ich vorher festhing, wirkt auf einmal gar nicht mehr so wichtig.

... Zusammengefasst klingt das jetzt viel imposanter, als es eigentlich ist - eigentlich geht es hier nur um Kleinigkeiten, die während der letzten Wochen passiert sind.

24. August 2009

Musical "Teufelsmoor" in Osterholz-Scharmbeck

Freitag früh um 9 Uhr ging es los in Richtung Bremen, oder genauer gesagt, Osterholz-Scharmbeck. Sechs Stunden später kamen wir zunächst beim Hotel an, wo wir unsere Taschen abluden. Dann ging es gleich weiter zum Gelände des Tagungshauses Bredbeck, in dessen Theaterpavillon am Abend die Vorstellung stattfand. Das Gelände liegt ein wenig außerhalb, umgeben von hohen Bäumen und viel Ruhe. Der Vater des für die Musik zuständigen Freundes hatte angeboten, die Aufführung zu filmen, und so baute er seine Kameras auf, während wir anderen den letzten Gesangsproben lauschten.
Als bereits die ersten Besucher erschienen, kam auch der Freund selbst an, wie üblich voll im Streß. ^^

--- Kurzer Einschub zur Erklärung: Sorry für die etwas verwirrenden Titel und Bezeichnungen - ich verwende grundsätzlich keine Namen, wenn ich nicht ausdrücklich die Zustimmung dafür habe. ---

Kurz hatten wir noch Zeit, uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen, dann begann auch schon der erste Akt.

Ich wusste im Vorfeld nicht, was mich erwartet - einige frühe Demo-Aufnahmen hatte ich zwar gehört, aber natürlich klangen diese ganz anders als die fertige Produktion. Das Thema wirkte für mich recht schwer zugängig: zeitlich in der ersten Besiedlung des "Teufelsmoors" um 1700 angelegt, handelt die Geschichte von den Mühen der Siedler und dem geheimnisvollen schwarzen Vogt, der die Bauern erpresst und jeder Falle entkommt. Ein Historienkrimi also, normalerweise nicht mein Fall.

Und dann begann die Musik... und trieb mich mit Gänsehaut und mehreren Ohrwürmern durch die beiden Akte. Von wunderschönen Duetten, melancholischen Sololiedern und mitreißenden Chorgesängen war alles dabei, was man sich bei einem Musical nur wünschen kann. Noch überwältigender wirkte es, wenn man sich ab und zu ins Gedächtnis rief, dass die Darsteller gerade einmal zwei Wochen an dem Stück arbeiteten und es eigentlich nur als Workshop-Aufführung deklariert war. Demgegenüber wirkten die Standing Ovations am Schluß vollkommen gerechtfertigt.

Jetzt hoffe ich nur, dass man bald auf der Website Bilder oder Hörbeispiele findet, um meine Ohrwürmer zu füttern. ;-) Für das Musical wünsche ich mir sehr, dass es zukünftig noch öfters, auf größeren Bühnen, produziert wird.

20. August 2009

Teufelsmoor bei Bremen

Morgen bin ich mal wieder unterwegs durch Deutschland, und zwar in die Gegend von Bremen, zur Premiere des Musicals "Teufelsmoor", für das ein guter Freund von mir die Musik komponiert hat. Zusammen mit seiner Familie geht es morgen früh los, abends ist die Vorstellung, und dann feiern wir hoffentlich noch ein bisschen, bevor wir am Samstag wieder zurückfahren.
Wie sagt der Franke: Na, iech bin amol gschbannd. =)

Ein bisschen schade ist es aber schon, dass ich dafür das Freitagstraining ausfallen lassen muss... ;-)

17. August 2009

Was für ein Wochenende

Der Samstag begann zu einer unmenschlichen Zeit: 6 Uhr Aufstehen, um im Fürther Wiesengrund joggen zu gehen, da der restliche Tag bereits komplett verplant war. Ich war 45 Minuten lang unterwegs, und bis auf die üblichen Erschöpfungserscheinungen aufs Ende zu konnte ich ohne Pause durchlaufen! *freu*
Nachwehen: zwei kleine Blasen, aber nichts wildes.

Dann ging es zu meinen Eltern, wo meine Schwester samt Mann und zwei Kindern angereist war, zum Familienfrühstück. Der Klammergriff, mit dem ich meinen inzwischen 2,5 Jahre alten Neffen festhielt, damit ich ihm die Blaubeermarmelade vom Mund (und Kinn und Nase) abwischen konnte, fühlte sich eigentlich recht ähnlich an wie der neue Flow Drill mit Bodenabschlusshebel, den wir am Freitag Abend im Training begonnen hatten... ;-) Anschließend wurde noch schnell das gemeinsame Geburtstagsgeschenk für unsere Tante getestet: ein digitaler Fotorahmen inklusive Speicherkarte mit Aufnahmen unserer letzten Urlaube und Familienfotos.

Da meine Eltern im selben Ort leben, wo sich auch meine Musicaltruppe trifft, konnte ich praktischerweise gleich einen Besuch unseres
Bühnenbauworkshops damit verbinden, der über das ganze Wochenende stattfand. Also fuhr ich kurz zur Werkstatt, wo ich die monumentalen Kulissen zum ersten Mal bestaunen und dann gleich streichen durfte.
Nachwehen: jede Menge Muskelkater in den Händen (hauptsächlich um die Daumen) vom Streichen.

Nach einer kurzen Stunde ging es noch einmal kurz zurück nach Hause, um mich umzuziehen, und dann in die Nürnberger Innenstadt, wo meine Tante im großen Familienkreis und mit einigen guten Freunden ihren 50. Geburtstag feierte - mit Kaffee und Kuchen, Besichtigung des Nürnberger Henkershäuschens (währenddessen wir uns mit den beiden Kleinen durch die Fußgängerzone quälten), und Abendessen bei einem ganz wunderbaren kleinen französischen Restaurant unterhalb der Burg (dessen Besitzer und Koch sich als Dan-Träger im Iaido herausstellte ^^). Vollgestopft mit marokkanischem Karottensalat, Tomaten-und-Ingwer-Salat, Boeuf Bourguignon, Perlhuhn, Flammkuchen mit Schinken, Steinpilzen und Trüffelöl, und leeeeckerer Schokoladentorte ging es kurz nach Mitternacht zurück nach Hause und prompt ins Bett.
Nachwehen: Bauchweh vom vielen Essen! =)

Am Sonntag trafen wir uns zu dritt zu unserem letzten Uke-Training vor dem Herzogenhorn. Wir nutzten ausnahmsweise das Nürnberger Dojo, da es mehr Platz bietet. Die Matten dort sind spürbar weicher und das Fliegen und Rollen machte einfach Spaß, auch wenn es wegen der extremen Hitze (gefühlt bereits um 11 Uhr über 30 Grad und sehr schwül) kreislaufbedingt äußerst anstrengend war. Wir gingen "unsere" Tsuzukiwazas jeweils 2x durch, übten die 2-gegen-1-Techniken und bekamen zum Abschluss noch einige letzte Verbesserungsanregungen mit auf den Weg. Bei mir ist das hauptsächlich, mich wieder mit den Nikkyos anzufreunden... Durch die Schmerzen im Handgelenk bin ich da extrem ängstlich geworden und versteife mich, wodurch der Hebel natürlich noch stärker ankommt. Mal sehen, ob das in diesen zwei Wochen noch besser werden kann - ich werd's jedenfalls versuchen...

11. August 2009

Sommer, Sonne, Stocktraining

Da zu unserem dritten Stocktraining am Sonntag wunderbares, heißes Wetter herrschte, zogen wir samt Stock und Schwert in den benachbarten Park. Im Schatten von großen Akazien und Linden, bei hellblauem Himmel und einem willkommenen Lüftchen ab und zu trainierte es sich richtig angenehm.

Unter wahren Schwärmen von Schnaken, Fliegen, Bienen und Hummeln, die uns mit Stichen übersät zurückließen, und neugierigen Blicken der anderen Parkbesucher wiederholten wir zunächst die ersten 13 Schritte der Stock-Kata und lernten anschließend noch die restlichen Schritte 14 bis 22 kennen. Bis zur Nummer 20 kam ich noch gut mit, die Bewegungsreihenfolge ist für mich recht logisch, wenn ich mir vorstelle, was die Angreifer gerade tun. Für die letzten zwei Schritte muss ich allerdings noch ein wenig üben, bisher wollen die nicht so recht sitzen.

Da muss ich mir gleich heute Abend nach dem Musicaltraining unsere Turnhalle für die Wiederholung hernehmen - dort habe ich noch mehr Platz als im Dojo und v.a. weniger Leute, die ich versehentlich treffen könnte... ;-)

3. August 2009

Rollende und fallende Fortschritte

Neue Übungen zur harten Fallschule: während wir bisher ab und zu geübt haben, ganz langsam über einen Partner auf den Boden zu rutschen, gingen wir vor einigen Wochen einen Schritt weiter. Beim Führen in eine kleine Vorwärtsrolle ließ der Partner den geführten Arm nicht los, sondern hielt ihn fest, so dass wir, anstatt die Rolle zu beenden, auf dem Boden landen mussten. Fühlte sich sogar ganz gut an! Bei den Partner-Rutschübungen hatte ich regelmäßig komplett versagt (ich vermute, es liegt an der Hemmung, meinem Partner mein volles Gewicht anzuvertrauen, weshalb ich nicht entspannt genug war), und umso mehr freut es mich, dass diese Übung so gut geklappt hat. =)

Eine Woche später durften wir ausprobieren, ob die Vorübungen schon fruchteten. Eine Vorwärtsrolle ohne Arme oder Abstützen - also praktisch ein halber Salto - und dann noch halbwegs weich auf den Matten landen? Vor einem Jahr wäre ich wahrscheinlich vor Panik erstarrt und hätte es nicht einmal ansatzweise hinbekommen. Aber inzwischen ist ja nun doch einige Zeit vergangen, und auch wenn ich mit den Partner-Vorübungen immer noch hadere - es klappte! =) Ohne größere Probleme, ohne blaue Flecken, und vor allem ohne Angstzustände.

Allgemein sind meine Rollen in den letzten Monaten immer besser geworden, ohne dass ich es bewusst bemerkt habe. Erst in letzter Zeit sind mir einige Punkte aufgefallen, z.B. "rumpeln" meine Hüftknochen nicht mehr, und allgemein sind meine Rollen deutlich leiser geworden. Und auch an härtere Böden kann ich mich langsam heranwagen: während ich vor vier Monaten noch durch einige zaghafte Versuche auf einem Turnhallenboden blaue Flecken bekam, tut das inzwischen gar nicht mehr weh. Und sogar in der Arbeit habe ich es auf eine Anfrage der Kollegen ("Zeig doch mal was!") schon ausprobiert... dank Großraumbüros mit viel Platz und Teppich-Schwingboden (wegen des Kabelbereichs zwischen Fußboden und der darunterliegenden Decke) überhaupt kein Problem! Ein tolles Gefühl, sich auf dem Gang zur Küche zu überlegen, ob man laufen oder rollen möchte... ;-)