17. Juli 2009

Freitags-Training mit Flow Drills, Aikido- und Uke-Training

In der subtropischen Schwüle vor dem derzeitigen Dauerregen erwies sich das Training als extrem herausfordernd. Zunächst gab es eine halbe Stunde Flow Drills zu dritt, mit einem neuen Flow Drill: dieser beginnt mit einem Schlag mit dem Ellbogen, d.h. die Distanz zwischen den Partnern ist noch viel kürzer als bei den Faustschlag-Techniken. An die kurze Distanz für die Schläge hatte ich mich inzwischen gewöhnt, aber ein Abstand zu meiner Partnerin von nur 30 cm ist jetzt wieder ganz von neuem unangenehm...

Danach gab es statt Freiem Training ein "normales" Aikido-Training im Austausch für gestern. Wir betrachteten einige Hitoriwazas im Detail, anschließend ging es um die Katatedori Ryotemochi irimi und Katatedori irimi-Technik (ich hoffe, ich habe die Namen richtig hinbekommen). Hierbei hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich allmählich eine Vorstellung von den Körperlinien bekomme. Bisher konnte ich Anweisungen wie "mit deiner oberen Linie auf Ukes untere Linie" nicht umsetzen, weil mir noch die Vorstellung fehlte - heute hat es einfach so geklappt. Schön! =)

Nach dem allgemeinen Training bekam ich noch eine Stunde Uke-Training, in der wir alle Einzel-Tsuzukiwazas durchgingen. Ich kam immer noch sehr ins Schnaufen (vom Schwitzen mal ganz zu schweigen), aber das lag wohl dieses Mal wenigstens teilweise an der Hitze - generell fanden wir beide, dass meine Kondition besser geworden ist. Offenbar zeigen das Joggen und die restlichen Anstrengungen langsam Ergebnisse! =))

15. Juli 2009

Mistborn, The Well of Ascension, The Hero of Ages - Brandon Sanderson

In letzter Zeit habe ich viele gute und einige sehr gute neue Autoren entdeckt - und mit "Mistborn" (deutsch: "Die Kinder des Nebels") von Brandon Sanderson war es mal wieder soweit, alle Vernunft über Bord zu werfen und die Nacht durchzumachen. Auf Brandon Sanderson war ich durch "Elantris" aufmerksam geworden, welches ebenfalls genau meinen Geschmack traf. Sympathische Charaktere, spannende Story, angenehme Schreibweise, und ein innovatives Magiesystem, was will man mehr. =)

"Mistborn" handelt von der Straßenwaise Vin, die von einer Diebesbande für deren großen Coup gegen das tyrannische Herrschaftssystem angeheuert wird. Trotz all ihrer Vorsicht und ihres Misstrauens entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen den Bandenmitgliedern, und Vins ausführlich beschriebene Charakterentwicklung ist einer der vielen positiven Aspekte des Buchs.

Die unterdrückte Bevölkerung fürchtet sich des Nachts vor unnatürlichen Nebeln, nur einige wenige - hochbegabte adlige Magier - wagen sich hinaus. Diese Magier können aus Metallen bestimmte Fähigkeiten ziehen, z.B. verbesserte Sinneswahrnehmung, Einfluß auf die Gefühle anderer Menschen, Metallgegenstände wegdrücken oder anziehen zu können. Das System der Magie, der Umgang damit und die Reaktionen darauf sind sehr durchdacht und lassen die Welt von "Mistborn" als etwas wirklich Eigenständiges wirken. Und auch wenn ich mich gerade schwertue, das Magiesystem in einem Satz zu beschreiben, ist es im Buch gut verständlich rübergebracht.

Die Entwicklungen der Story sind teilweise sehr überraschend, das Ende überzeugt und bietet nochmal schön Spannung und Dramatik und Enthüllungen. Obwohl die "Mistborn"-Welt zu einer Trilogie ausgebaut wurde, ist die Handlung des ersten Buchs netterweise in sich abgeschlossen.

Teil 2 - "The Well of Ascension" oder deutsch "Krieger des Feuers" (erscheint 2010) - endet dafür relativ offen und ist, obwohl immer noch ein sehr gutes Buch, nicht mehr ganz so neuartig und fesselnd wie Band 1. Hier sind es hauptsächlich die im ersten Band eingeführten und ans Herz gewachsenen Charaktere, die zum Lesen animieren, denn natürlich will man wissen, wie es mit ihnen weitergeht. =)

Band 3 - "The Hero of Ages" - ist wieder extrem spannend. Es stapeln sich die Probleme, jede Szene führt zu größeren Komplikationen, systematisch wird ein Hoffnungsschimmer nach dem anderen aufgebaut, nur um dann wieder zunichte gemacht zu werden, und am Ende kann man sich wirklich keine Rettung mehr vorstellen... Die Auflösung des Ganzen ist unerwartet und in ihren Ausmaßen ziemlich überwältigend. Auch wenn die Trilogie damit nicht ganz so ausgeht, wie ich es mir gewünscht hätte, ist es auf jeden Fall ein angemessenes (und fantastisch geschriebenes) Ende.

Fazit: Mindestens den ersten Band unbedingt lesen! =)

8. Juli 2009

Joggen und Wiiiii

Kurzer Update zum Thema Joggen: Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils 50 Minuten, zwar mit mehreren Gehpausen aber trotzdem mehr als in meinen kühnsten Träumen. Und danach nicht einmal Knieschmerzen... ein Traum!

Mit den Workouts von EA sports active hatte ich die vergangene Woche pausiert, um mein Handgelenk zu schonen. Als ich dann am Samstagmorgen die Wii anschaltete, wies mich mein Trainer darauf hin, dass ich die 30-Tages-Herausforderung nicht mehr in der vorgegebenen Zeit schaffen würde. Also begann ich eine neue Runde, wählte diesmal zur Abwechslung die weibliche Trainerin und änderte auch gleich die Schwierigkeitsstufe von "mittel" auf "schwer".

Die Veränderung zeigt sich direkt in der Länge und Art der Übungen. Beispielsweise waren beim "Inlineskaten" (Sprünge aus der Hocke) bisher 12 Sprünge gefordert, nun sind es 24. Auch begann das Aufwärmen nicht mehr mit einer gemütlichen Runde auf der Laufbahn, sondern gleich mit drei Runden. Man spürt es also deutlich, und ich glaube, vor vier Wochen hätte ich dieses Programm noch nicht geschafft...

Interessanterweise unterscheiden sich die Sprüche der Trainerin leicht von denen des Trainers: während von ihm häufig der Spruch "Du bist eine echte Trainingsmaschine!" kam, habe ich das von ihr noch nie gehört - stattdessen attestiert sie mir "Anmut, Kraft und Präzision". Aha... Sieht so aus, als sei der Trainer für Männer und die Trainerin für Frauen gedacht - ich frage mich, warum?

1. Juli 2009

Sport-Report

  • Freitag
Flow Drills: recht lang, alle Übungen wiederholt, deutliche Verbesserungen (auch wenn mit Schiene am Handgelenk etwas schwieriger als sonst ^^). Immer noch Lachanfälle bei den komplizierteren Varianten, wenn wir wieder mal vergaßen, wer jetzt mit Schlagen dran war.
Freies Training: Wiederholung von Monotsuki koteoroshi, Yokomenuchi Shihonage, Shomenuchi Koteoroshi, Shomenuchi Kokyunage. Jede Menge Verbesserungsansätze bekommen.
Uke-Training: "Meine" 2 Tsuzukiwazas durchgemacht. Es ist wirklich schwierig, gleichzeitig an alles zu denken - und dabei muss ich ja "nur" angreifen! =)

  • Samstag
Fast kein Sport - nur 10 Min. gejoggt, um den Pulsmesser meiner Mutter einzustellen, das funktionierte aber nicht so wie geplant. Angeblich hat der wohl eine automatische Herzfrequenz-Warnfunktion, die sich aber bei mir nicht einstellen ließ. Muss ich eben selbst ab und zu nachsehen.

  • Sonntag
Mit meinen Eltern 30 Min. joggen - mit der Auflage, den Puls unter 140 zu halten, also wohl eher ein schnellerer Spaziergang. Aber mühsam nährt sich das Einhörnchen und so weiter.
Anschließend drei Stunden Aikido / Stockkampf, gründliche Wiederholung und Verbesserung der ersten 8 Schritte und dann die nächsten vier Schritte der Kata.
Schließlich noch eine Stunde Uke-Training, dabei sehr viel gelacht und eine bestimmt sehr elegante Bauchlandung hingelegt. Ich wollte gerade in die Vorwärtsrolle gehen, als ich bemerkte, dass die Matte direkt vor mir zuende war - dahinter noch 40 cm Steinfliesen und dann Wand. Ich entschied mich recht spontan, lieber doch nicht zu rollen - und bremste mit Kopf und Schulter auf der Matte... Merke: aufpassen. Immer. ;)

  • Montag
Mit dem Fahrrad zur Arbeit. Abends tolle Joggingschuhe gekauft, mit denen es sich wie auf Wolken läuft - kein Vergleich zu meinen bisherigen Billig-Turnschuhen. Ich war in einem Spezialgeschäft mit fantastischer Beratung - inklusive Scan der Füße, um Belastungsverschiebungen festzustellen (ich stehe fast mittig *freu*) und Zeitlupenaufnahmen von Probeläufen auf dem Laufband, um Abknicken der Knöchel usw. feststellen zu können. Wahnsinn, was es alles gibt. ;)


  • Dienstag
Fast kein Sport: kein Fahrrad, kein Workout, kein Joggen - nur Aikido und Tanzen. ;) Das reichte aber bei der drückenden Hitze schon aus, dass der Kopf irgendwann abschaltete... schon lustig, wie man plötzlich Fehler bei Bewegungen macht, die sonst im Schlaf funktionieren.
Im Aikido erst einige neue Übungen zur Fallschule (ich habe das Gefühl, wir bereiten uns langsam auf die harte Fallschule vor *freu*) und dann wieder Stocktraining.
Auch im Musical-Tanz-Training nur Wiederholung - 10 Lieder in 50 Minuten, auch recht fordernd. Alles in allem ein angenehm erschöpfender Abend. =)

  • Mittwoch, heute
Noch fast kein Sport gemacht - ich wollte meine Knie schonen, um heute Abend noch die neuen Schuhe einzulaufen. Ich bin so neugierig, wie es sich damit läuft... =)