25. Juni 2009

Es besteht noch Hoffnung

Die Fahrt mit dem Rad zur Arbeit heute hat mir gezeigt, dass ich nach dem extrem frustrierenden letzten Joggversuch vielleicht ein bisschen vorschnell geurteilt habe...
Heute war ich mit dem Fahrrad bei einer Strecke von 8 km fünf Minuten schneller als sonst (30 statt 35 Minuten), und auch mein Durchschnitt ist von ca. 18 km/h auf 19,5 km/h gestiegen - auf dem Rückweg sogar auf fast 20 km/h! Das ist doch immerhin etwas und ein gutes Zeichen. =)

Außerdem ist mir jetzt erst bewusst geworden, dass ich inzwischen deutlich weniger Probleme mit meinem Bewegungsasthma habe. Zugegeben, es meldete sich sowieso nur sehr selten und nur bei extrem starken, langen Belastungen (joggen z.B. ^^), aber in der letzten Zeit hätte es genügend Gelegenheiten gegeben, und trotzdem gab es keine Probleme.

Ok, nächstes Mal wird erst nachgedacht und dann gejammert. ;)

24. Juni 2009

Status Konditionstraining: frustrierend

Obwohl sich meine sportliche Betätigung in den letzten Wochen gefühlt verzehnfacht hat, verändert sich nichts an meiner Kondition und allgemeinen Verfassung.

Pro Woche fahre ich ein- bis zweimal mit dem Fahrrad zur Arbeit, je ca. 17 Kilometer. Fast täglich trainiere ich mit EA Sport active an der Wii, was immer noch wirklich anstrengend ist. Zwei- bis dreimal pro Woche gehe ich neuerdings noch joggen (oder was bei mir unter "joggen" fällt: zwei Minuten joggen, zwei Minuten gehen, insgesamt gerade mal 2,5 Kilometer in 20 Minuten).

Gestern z.B. war ich zum vierten Mal joggen. Anfangs fühlte es sich tatsächlich etwas leichter an, und ich hegte kurzzeitig die Hoffnung, dass sich eine Verbesserung zeigen würde. Falsch gedacht - nach gerade mal der Hälfte der Strecke (also vielleicht 1,5 km) bekam ich plötzlich Seitenstechen und Knieschmerzen und musste die restliche Strecke zurück im Schritttempo gehen.

Noch dazu hat sich mein linkes Handgelenk spontan krankgemeldet - keine Sehnenscheidenentzündung, immerhin, und Aikido ist auch nicht die Ursache. Schmerzhaft genug, dass ich es jetzt in eine Schiene packen musste.

Extrem frustrierend das alles...!

Ich werde nächste Woche wieder ein Update hierzu geben, vielleicht tut sich ja bis dahin was. Hoffentlich. *grummel*

23. Juni 2009

The Painted Man - Peter V. Brett

Den Fantasyroman "The Painted Man" von Peter V. Brett (deutsch: Das Lied der Dunkelheit) fand ich durch Zufall, da eine Künstlerin auf DeviantArt von ihrer Arbeit dafür erzählte. Der Kauf hat sich gelohnt!

"The Painted Man" erzählt von einer Welt, die nachts von Dämonen beherrscht wird. Diese sind so zahlreich, grausam und unbesiegbar, dass sich die Menschen zitternd vor Angst in ihren magiegeschützten Häusern verstecken. Kaum jemand verlässt sein Heim für eine Reise, die eine Übernachtung erfordern würde, und so sind alle Siedlungen größtenteils von der Außenwelt abgeschlossen. Um die Zivilisation aufrecht zu erhalten oder großen Gewinn zu machen, gibt es dennoch einige Boten und Kaufleute, die längere Reisen wagen.
Die Geschichte folgt speziell drei Bewohnern dieser Welt: dem 11jährigen Arlen, der einmal ein Bote werden möchte, der 13jährigen Leesha, die sich von der Enge ihres Heimatortes erstickt fühlt, und Rojer, der als kleines Kind seine Eltern an die Dämonen verliert und dennoch der Nacht zu trotzen wagt. Knapp 20 Jahre umfasst der Zeitraum, in dem sich die drei Hauptrollen zu einem tödlichen Kämpfer, einer fähigen Kräuterkundigen und einem mutigen Gaukler entwickeln. Jeder von ihnen hat seine Schattenseiten, aber gerade das macht sie so greifbar.

Alle Charaktere, nicht nur die wichtigsten, sind unheimlich tiefgründig und sympathisch. Bei der Einführung aller drei Hauptpersonen fiel mir auf, wie schnell man ihre Beweggründe versteht, mit ihnen mitleidet und sie ins Herz schließt.
Die Handlung ist durchdacht und äußerst spannend, die Hintergrundwelt gut ausgearbeitet. Einige Fragen bleiben zwar am Ende offen (was genau sind die Dämonen, woher kamen sie ursprünglich?), da es aber mindestens eine Fortsetzung geben soll, hoffe ich dort auf eine Erklärung - kaufen werde ich sie auf jeden Fall. =) Eventuell als einzige kleine Warnung: die Kämpfe sind manchmal recht detailliert (d.h. blutig und eklig) beschrieben - das stört mich persönlich aber nicht.

Fazit: Absolut lesenswert; sympathische, realistische Charaktere; tolle Story.

19. Juni 2009

Kurz und knapp: Freitagstraining

Flow Drills: die "einfache" Faustschlagtechnik, die nach und nach auch immer kompliziert wird.
Freies Training: Kurz Fallschule (zu schwülwarm für mehr), Wiederholung aller unserer bisherigen Techniken. Eigenständiges Forschen an einer Katatedori irimi-Technik, der wir bisher nur einmal kurz auf einem Lehrgang begegnet sind (ist irgendwie etwas ganz anderes, macht auch großen Spaß). Freiwillige Wiederholung weiterer Flow Drills. Zum Abschluss noch Wiederholung der Stock-Kata, soweit wir sie bisher kennen.

Und nun ab ins Wochenende und auf zum Baby-Besuch! Ich kann's kaum erwarten...! =D

16. Juni 2009

Tante die Zweite

Gerade kam der Anruf, dass ich zum zweiten Mal Tante geworden bin, diesmal von einem kleinen Mädchen! *freeuuuuu* =)

15. Juni 2009

Terminator Salvation

Spontan sah ich mir letzten Donnerstag zu nachtschlafender Zeit Terminator Salvation im Kino an. Ein sehr guter Film, recht düster - auch John Connor (Christian Bale) wirkt nicht mehr hilflos-naiv, sondern verbittert-knallhart, da dieser Terminator-Teil nicht vor dem Krieg der Maschinen gegen die Menschheit spielt, sondern währenddessen. Dementsprechend hat der ganze Film bis auf das Grundgerüst der Handlung recht wenig mit seinen Vorgängern gemeinsam.
Computersimulationen und "reale" Umgebung sind gut miteinander verbunden, es kommen einige recht nette Schockeffekte zum Einsatz (z.B. ein Hubschrauberabsturz, der aus dem Hubschrauber heraus gefilmt wird und ein starkes Schwindelgefühl hinterlässt, oder einige kurze Aufnahmen von riesigen Sturmwellen im Ozean, die bei mir aus unerklärlichen Gründen Panik auslösen).
Trotz zweier Liebesbeziehungen hält sich Terminator Salvation beim Kitsch sehr zurück, nur am Schluss wird natürlich viel zu dick aufgetragen. *seufz*

Was mir weniger gefallen hat: die teilweise sehr unruhige Kameraführung (liebes Hollywood, hör doch bitte endlich wieder auf damit), mehrere unlogische Punkte - Hubschrauber vs. Atombombe? Ein Robotermotorrad, das Lenk- und Sitzmöglichkeiten für Menschen bietet? Hm... Ach ja, und den Auftritt von Arnie hätten sie sich sparen können. Ist ja ein netter Gedanke, einige berühmte Sätze und Themen wieder mit aufzunehmen ("Komm mit mir, wenn du leben willst", "Ich komme wieder" etc.), aber das hätte es nun wirklich nicht gebraucht.

Aber egal, darüber kann man bei viel Action und guten Schauspielern hinwegsehen. ;-) Im Großen und Ganzen hat mir T4 sehr gut gefallen - wenn die DVD rauskommt, muss ich ihn mir unbedingt noch einmal ansehen, vielleicht stört auf einem kleinen Bildschirm dann auch die wackelnde Kamera nicht mehr so. =)

Und ansonsten: das war mein 100. Post, yay! =)

12. Juni 2009

Xbox Projekt Natal

Ziemlich beeindruckend: http://www.youtube.com/user/xboxprojectnatal

Das wär genau das richtige für mich: Kleidung anprobieren ohne Einkaufsstress, kämpfen ohne jemandem wehzutun... Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt.

Zu früh gefreut

Heute früh, beim täglichen Workout mit der Wii, freute ich mich darüber, dass sich die Übungen inzwischen deutlich leichter anfühlen. Ich überlegte sogar, ob ich die Schwierigkeitsstufe auf "Schwer" umstellen sollte... bis mir mein Trainer nach der Session erklärte, dass ich jetzt genügend Fortschritte gemacht habe, dass wir die Übungen ab jetzt schwieriger gestalten werden. So ein Mist. ;)

9. Juni 2009

Viermal Aikido

Letzte Woche gab es vier Aikido-Trainings - hach, schön. Eine Kurzzusammenfassung...

Dienstag
Wir begannen mit einer neuen, etwas schwierigeren Übung zum Vorwärtsrollen, das Techniktraining widmeten wir der Katatedori Ryotemoch Ikkyo Irimi-Technik (2 Hände greifen 1 Arm, Hebel).

Donnerstag
Zu Beginn wieder die fiese Übung zum Vorwärtsrollen. Anschließend kein Techniktraining, sondern eine detaillierte Betrachtung der ersten vier Hitori waza (Udemawashi?? waza, Ikkyo / Zengo / Happo waza).

Freitag
In den Flow Drills übten wir weiter die neue 4-Schläge-Technik, bei der ich anfangs so Probleme hatte, da ich tatsächlich treffen sollte. Da meine Partnerin hierfür jedoch schwanger ist, durfte ich nun aber den Schlag zum Bauch natürlich nicht durchziehen. Verwirrend... ;-)
Im Freien Training zunächst Wiederholung einiger Techniken mit meiner Mitschülerin, da sie aber nach 30 Minuten schon weg musste, anschließend Wiederholungen (ich möchte es fast "Einzeltraining" nennen *g*) mit unserer Lehrerin. Interessanterweise merke ich gar nicht mehr so sehr einzelne Verbesserungen an meiner Technik (obwohl auch da manchmal etwas plötzlich besser klappt), sondern dass ich inzwischen schneller in der Lage bin, Hinweise umzusetzen, was ja auch recht hilfreich ist. =) Zum Abschluss durfte ich noch kurz "meine" zwei Tsuzukiwazas angreifen, und - Wunder über Wunder! - wir bemerkten tatsächlich eine leichte Verbesserung meiner Kondition. Noch besteht also Hoffnung...

Samstag
Wir trafen uns zu sechst im Nürnberger Dojo, um den etwas größeren Raum für ein ausgedehntes Uke-Training zu nutzen. Zunächst griffen wir abwechselnd unsere Tsuzukiwazas an, anschließend feilten und forschten die beiden Anwärterinnen auf den 3. Dan an den 2-gegen-1- und 3-gegen-1-Techniken. Danach bekamen wir eine ausführliche Einweisung ins Randori, indem wir erst einige Runden ausprobierten, wie sich das anfühlt, wenn plötzlich drei Angreifer auf einen zugerannt kommen. Dann brachen wir das Ganze in mehrere Übungen auf, die uns die Vorgänge verdeutlichen sollten. Mein Kopf (der ja sonst immer viel zu viel denkt) hält sich beim Randori noch zurück und lässt mich einfach machen. Ab und zu gibt er mir zwar einen Hinweis wie "Du stehst viel zu mittig" oder "Was war denn DAS?! Streng dich mehr an!", aber der Bewegungsablauf ist ansonsten noch komplett automatisch/instinktiv. Auch mal schön! =)
Das Training machte wieder einmal wahnsinnig Spaß, und wir waren alle der Meinung, dass wir so etwas in Zukunft öfter halten sollten. ;-)

4. Juni 2009

Pfingstlehrgang mit Yoshigasaki-Sensei in Erlangen

Vom 29.05. bis 01.06. nahm ich an meinem dritten Lehrgang überhaupt und meinem zweiten bei Yoshigasaki-Sensei teil. Die Inhalte waren für mich natürlich noch etwas hoch, obwohl das Tempo wirklich verhältnismäßig langsam und "step-by-step" war - aber umso schöner war es, wenn zwischendurch doch mal etwas klappte. Es ging hauptsächlich um grundlegende Fragen - was ist Angriff, was ist Verteidigung, was ist eine natürliche Bewegung, warum sollte ich nicht stur Widerstand leisten. Zur Verdeutlichung wurde das Thema jeweils unterstützt durch kurze Technikübungen. ... Darüber hinaus fühle ich mich noch nicht wirklich in der Lage, das Training selbst zu beschreiben. ;-)

Für mich persönlich gab es einige kleine, interessante Momente: ich merkte, dass ich grundsätzlich den unteren Rücken anspanne, selbst im Seiza (Kniesitz), und konnte die vier Tage nutzen, um daran zu arbeiten. Bei einer Fallschul-Übung, bei der Nage sich rückwärts zu Boden fallen lässt und Uke über sich in eine Vorwärtsrolle "mitzieht", hatte ich richtig Spaß, während mich vor ziemlich genau 12 Monaten meine Angst vor Vorwärtsrollen noch daran zweifeln ließ, ob ich an einem Lehrgang damals teilnehmen sollte oder nicht. Es hat sich also tatsächlich etwas verändert seitdem! =)

2. Juni 2009

EA Sports Active und Schattenboxen

Am Samstag wurde als verspätetes Geburtstagsgeschenk mein neuester Versuch in Sachen Fitness geliefert: EA Sports Active für die Wii. Die Woche davor hatte ich die Werbung im Fernsehen gesehen und war vor allem sehr angetan von den Box- und Kick-Übungen... ;-) Auch wenn Wii Fit zwar Spaß machte, aber bei mir keine durchschlagende Wirkung zeigte - hauptsächlich aufgrund mangelnden Durchhaltevermögens - wollte ich EA Sports Active ebenfalls probieren, denn es sah noch "sportlicher" und fordernder aus.

Gesagt, getan, kaum war das Paket angekommen, wurde es ausgepackt, das Stretchband zusammengebaut, die Beinschlaufe angelegt und die Wii eingeschaltet. Der Trainer begrüßte mich erst einmal sehr enthusiastisch und schwupps konnte ich schon mit dem ersten Workout beginnen.
Anders als bei Wii Fit wählt man hier nicht einzelne Übungen nacheinander aus, sondern erhält einen fertig zusammengestellten Workout vorgesetzt. Das ist zumindest die Grundvariante, natürlich lassen sich die Übungen auch einzeln ansteuern. Für den ersten Tag der "30-Tages-Herausforderung" ließ ich mir aber das fertig zusammengestellte 20-minütige Training vorsetzen, das es tatsächlich in sich hatte...

Wir begannen mit ein wenig Auf-der-Stelle-Rennen, gefolgt von "Lunges" und "Bent-Over-Rows" (irgendwie merkt man, dass dieses Spiel aus Amerika kommt) und einigen simplen Boxübungen. Die einzelnen Übungen waren auf der mittleren Stufe an sich gut machbar, allerdings war ich am Ende wirklich "am Ende" und schweißgebadet, und ja, auch ein ordentlicher Muskelkater ließ nicht auf sich warten.

Meine Meinung: das Spiel ist super gemacht und erfüllt auch definitiv seinen Zweck. Ein klein wenig nerven die ständigen Motivationen des Trainers - einige der extremsten Sprüche: "Weiter so, go go go!!" ... "Du bist heiß!" ... "Du bist eine echte Trainingsmaschine da draußen!" ... Naja, wer's braucht; momentan sind sie noch halbwegs erträglich. Wenn sich also nicht irgendwann die Langeweile einschleicht oder die Motivation doch wieder nachlässt, bin ich gespannt, was sich in den kommenden 26 Tagen meiner 30-Tages-Herausforderung noch tut!

Ich heute morgen: "Oh Mann, habe ich heute einen Muskelkater..."
Kollege: "Hm? Wovon denn?"
Ich: "Äh... vom Computerspielen..." =)

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Heute abend habe ich kurz vor meinem Musicaltraining erfahren, dass jemand aus meiner Familie einen relativ schweren Autounfall hatte und verletzt wurde (gottseidank leben sie wenigstens alle noch...). Um im Training funktionieren zu können, verdrängte ich das erst einmal... umso schlimmer war nach dem Training die Autofahrt nach Hause, als die "was wenns" über mich hereinbrachen: was, wenn etwas noch Schlimmeres passiert wäre? Was, wenn jemand gestorben wäre? Was, wenn meiner schwangeren Schwester etwas passiert wäre???

Was das mit dem Wii-Spiel zu tun hat? Sobald ich daheim war, schaltete ich die Wii ein, legte mir alle Boxübungen hintereinander und drosch 10 Minuten lang auf meinen Schatten und die "was wenns" ein. Jetzt gehts mir besser.