19. Oktober 2008

Giardini Naxos / Sizilien

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Eine Woche Sizilien... das erste Mal seit 1998, dass ich in Italien war, damals bei einem Schüleraustausch in Pozzuoli/Neapel. Von unserem Hotel in Giardini Naxos aus hatten wir einen tollen Blick auf den Ätna (nachts konnten wir sogar seine Lava sehen) und Taormina. Vom Wetter her hatten wir großes Glück, sieben Tage lang Sonne pur. Wir verbrachten die meiste Zeit auf Ausflügen zu historischen Sehenswürdigkeiten oder in Taormina und Castelmola, nur einen Tag gönnten wir uns den Luxus, am Strand zu faulenzen. ;)


Taormina ist wirklich ein süßes kleines Städtchen, auch wenn die Serpentinen-Straße dorthin nichts für schwache Nerven ist. Neben dem beeindruckenden griechischen Theater und einem etwas versteckten römischen Theater sind auch die malerischen Gässchen einen Einsatz der Fotokamera wert. ;) Oberhalb Taorminas und noch unzugänglicher liegt Castelmola wie ein Schwalbennest auf einer Hügelkuppe. Es gibt zwar eine Busverbindung, aber wir entschlossen uns, zugunsten des wanderfreudigen Teils der Familie, zu laufen. Der Treppenweg ist definitiv anstrengend, aber machbar, und bietet außerdem einige sehr schöne Aussichten auf den Ätna und die Täler der Umgebung.


Während eines Ganztagesausflugs bestaunten wir die Tempel von Agrigent, die sehr malerisch auf einem Hügel aneinandergereiht sind (überhaupt hatten die Griechen einfach einen Hang für dramatische Bauplätze), sowie die Villa Romana del Casale mit ihren gut erhaltenen Bodenmosaiken - über die stellenweise sogar die Besucherwege führen! Der Gedanke, über ein fast 2.000 Jahre altes Kunstwerk zu laufen, verursacht bei mir Gänsehaut...


Da wir den Ätna sozusagen direkt vor der Nase hatten, ließen wir diese Besichtigungstour aus und fuhren stattdessen mit dem Schiff zum Stromboli, um dem aktiven Vulkan beim Feuerspucken zuzusehen. Beeindruckend und nicht ganz ohne Gruseln, wenn man sich vorstellt, dass dieser Vulkan vielleicht irgendwann einmal nicht mehr zahm sein will...


Zuguterletzt holten wir uns für einen Tag einen Mietwagen und fuhren damit nach Syrakus, um den Parco Archeologico zu besichtigen. Vorab wussten wir gar nicht, dass es hier außer dem Griechischen Theater und dem römischen Amphitheater noch mehr zu sehen gab... umso größer unsere Freude, als wir feststellten, dass zu dem Park auch ein riesiger Opferaltar, Gräbergrotten, ein Steinbruch und das "Ohr des Dionysios" gehören!


Alles in allem hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe gewünscht, bin aber trotzdem natürlich sehr froh, dass wir so vieles besichtigen konnten. Eine Woche ist jedenfalls definitiv zu kurz für Sizilien, wenn man nicht nur einen Strandurlaub sucht... ;)

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