31. Oktober 2008

Ein Muster entwickelt sich

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Ich glaube, langsam kristallisieren sich unter vielen Kleinigkeiten meine Hauptprobleme heraus... =)

Gestern betrachteten wir zum ersten Mal die Katate tori irimi ikkyo-Technik (1 Hand greift den gleichseitigen Arm, Hebel) aus der Bewegung heraus. Solange wir nur den ersten Rückwärts-Schritt mit richtigem Timing übten, fühlte ich mich richtig kompetent. ;) Als wir das aber auf die tatsächliche Technik übertrugen, versuchte ich wieder, an alles gleichzeitig zu denken, was dazu führte, dass ich zwischen den einzelnen Bewegungen der Technik fast unmerklich stoppte, bis mein Kopf für den nächsten Teil bereit war. Erst nachdem ich darauf hingewiesen wurde und bewusst darauf achtete, nicht zu denken, sondern einfach im Fluss der Bewegung meinen Körper das machen zu lassen, was er tun wollte, klappte es besser.

Das ist also Hauptproblem Nummer eins, und Nummer zwei ist, meinen Raum beizubehalten - woran ich inzwischen regelmäßig verzweifle, weil ich einfach den Unterschied noch nicht spüre. Im Gegensatz dazu merke ich wenigstens, dass sich die Bewegung positiv verändert, wenn ich meinen Kopf "abschalte".

28. Oktober 2008

Hellboy 2

Heute ist so ein Tag, an dem ich einfach im Bett bleiben möchte... Gestern abend war ich mit einem Kollegen in Hellboy 2. Ein toller Film - so viele schöne Bilder und überwältigende Eindrücke, dass man teilweise den Film kurz anhalten möchte, um sich eine Szene genauer anzusehen. Und dann ist da natürlich noch Prinz Nuada - faszinierender Charakter, toll gespielt, und dann kann er auch noch kämpfen UND sieht gut aus. =)
Jedenfalls kam ich aus dem Kino erst sehr spät nach Hause und bin heute ein klein wenig müde. =)

Naja, was soll's, genug gejammert. =) Ich freu mich schon aufs Aikido-Training heut abend, und auch sehr auf unser Musical-Training, denn heute vergeben wir die erste Hauptrolle für unser nächstes Projekt. Bin schon sehr gespannt auf die "Audition" der Kandidatinnen... =)

Apropos Musical-Training: uns ist letztens etwas gelungen, das mich ziemlich beeindruckt hat. Von einem Lied haben wir die Musik noch nicht vollständig, aber ich wollte die Choreografie dafür trotzdem fertigmachen. Also tanzten wir in absoluter Stille, ohne Musik, ohne Reden, jeder hochkonzentriert auf die anderen Tänzer, um die Geschwindigkeit richtig hinzubekommen - und die Bewegungen waren tatsächlich synchron!
Das Gesamtbild von Stille plus Tanz wirkte so toll, dass ich überlege, ob wir diese Stelle nicht einfach ganz ohne Musik lassen sollten... =)

23. Oktober 2008

Dienstagstraining

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Nachdem wir letztens erst drei Interessentinnen zum Schnuppertraining hatten (von denen immerhin eine mit Begeisterung dabeiblieb), waren am Dienstag wieder zwei Neulinge im Training (eine zum ersten Mal, eine hatte wohl während meines Urlaubs schon einmal teilgenommen). Wirklich schön! =) Allerdings auch deutlich weniger Platz zum Rollen... ;-)

Wir betrachteten zunächst die ersten vier Übungen der Ki-Gymnastik ausführlich, inklusive Ki-Tests, und anschließend die Katate tori kokyu nage-Technik (d.h. Uke, der Angreifer, greift mit einer Hand den gleichseitigen Arm von Nage, dem Verteidiger).

Ansonsten muss ich wohl kurz vor einem deutlichen Fortschritt stehen... denn man hört bzw. liest ja immer, dass man vor einem solchigen erstmal das Gefühl hat, als würde überhaupt nichts mehr funktionieren. Ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber ich hadere derzeit schon ein wenig mit mir und meinem (nicht vorhandenen) Verständnis und Vorwärtskommen... ;-) Na, mal abwarten, Tee trinken und weitertrainieren. =)

Freies Training

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Am 17. Oktober, letzten Freitag, gerade nachmittags erst aus Sizilien zurückgekommen, konnte ich es ohne Aikido nicht mehr aushalten. Nach einem kurzen Zwischenstop zuhause ging es also gleich weiter zum Training. Es lohnte sich, denn wieder einmal war ich als einziger Schüler da (Freitagabend ist einfach für die meisten eine schwierige Zeit), und auch wenn ich natürlich gerne auch mit den anderen trainiere und wiederhole, ist so ein Einzeltraining einfach doch eine größere Herausforderung. =)

Im Freien Training wiederholten wir unsere bisher behandelten Techniken, mit besonderem Fokus auf Yokomenuchi shihonage (schräger Handkantenschlag mit Hebel), Monotsuki koteoroshi (Faustschlag zum Bauch mit Hebel) und Shomenuchi kokyunage (senkrechter Handkantenschlag mit Hebel).
Außerdem noch Katate tori kokyunage (1 Hand hält Arm derselben Seite), Katate kosa tori kokyunage (1 Hand hält Arm "über Kreuz") und Katate tori irimi ikkyo (1 Hand hält Arm derselben Seite, Hebel - ich hoffe, diese letzte Bezeichnung stimmt?). Schön war, als ich mit Katate tori angegriffen wurde, einige Male die kokyunage-Technik machte und unsere Lehrerin irgendwann meinte, sie würde jetzt gern noch eine andere Technik aus dem Angriff sehen. Ich musste zwar ein wenig nachdenken, aber immerhin nicht wirklich lange, bevor mir die irimi ikkyo-Technik einfiel. =)

19. Oktober 2008

Fotos vom Ätna / Sizilien

Nachdem hier nur max. 5 Fotos in einen Post passen, hier noch zwei Fotos vom Ätna...


Giardini Naxos / Sizilien

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Eine Woche Sizilien... das erste Mal seit 1998, dass ich in Italien war, damals bei einem Schüleraustausch in Pozzuoli/Neapel. Von unserem Hotel in Giardini Naxos aus hatten wir einen tollen Blick auf den Ätna (nachts konnten wir sogar seine Lava sehen) und Taormina. Vom Wetter her hatten wir großes Glück, sieben Tage lang Sonne pur. Wir verbrachten die meiste Zeit auf Ausflügen zu historischen Sehenswürdigkeiten oder in Taormina und Castelmola, nur einen Tag gönnten wir uns den Luxus, am Strand zu faulenzen. ;)


Taormina ist wirklich ein süßes kleines Städtchen, auch wenn die Serpentinen-Straße dorthin nichts für schwache Nerven ist. Neben dem beeindruckenden griechischen Theater und einem etwas versteckten römischen Theater sind auch die malerischen Gässchen einen Einsatz der Fotokamera wert. ;) Oberhalb Taorminas und noch unzugänglicher liegt Castelmola wie ein Schwalbennest auf einer Hügelkuppe. Es gibt zwar eine Busverbindung, aber wir entschlossen uns, zugunsten des wanderfreudigen Teils der Familie, zu laufen. Der Treppenweg ist definitiv anstrengend, aber machbar, und bietet außerdem einige sehr schöne Aussichten auf den Ätna und die Täler der Umgebung.


Während eines Ganztagesausflugs bestaunten wir die Tempel von Agrigent, die sehr malerisch auf einem Hügel aneinandergereiht sind (überhaupt hatten die Griechen einfach einen Hang für dramatische Bauplätze), sowie die Villa Romana del Casale mit ihren gut erhaltenen Bodenmosaiken - über die stellenweise sogar die Besucherwege führen! Der Gedanke, über ein fast 2.000 Jahre altes Kunstwerk zu laufen, verursacht bei mir Gänsehaut...


Da wir den Ätna sozusagen direkt vor der Nase hatten, ließen wir diese Besichtigungstour aus und fuhren stattdessen mit dem Schiff zum Stromboli, um dem aktiven Vulkan beim Feuerspucken zuzusehen. Beeindruckend und nicht ganz ohne Gruseln, wenn man sich vorstellt, dass dieser Vulkan vielleicht irgendwann einmal nicht mehr zahm sein will...


Zuguterletzt holten wir uns für einen Tag einen Mietwagen und fuhren damit nach Syrakus, um den Parco Archeologico zu besichtigen. Vorab wussten wir gar nicht, dass es hier außer dem Griechischen Theater und dem römischen Amphitheater noch mehr zu sehen gab... umso größer unsere Freude, als wir feststellten, dass zu dem Park auch ein riesiger Opferaltar, Gräbergrotten, ein Steinbruch und das "Ohr des Dionysios" gehören!


Alles in allem hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe gewünscht, bin aber trotzdem natürlich sehr froh, dass wir so vieles besichtigen konnten. Eine Woche ist jedenfalls definitiv zu kurz für Sizilien, wenn man nicht nur einen Strandurlaub sucht... ;)

9. Oktober 2008

Kurzzusammenfassung

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Wie würde C3PO sagen: "Ach du meine Güte!" - Da habe ich doch tatsächlich schon ganz schön lange nichts mehr geschrieben.

Gut, es gab auch nicht wirklich besondere Ereignisse zu berichten.
Mittwoch vor einer Woche war ich (erst zum 2. Mal) beim Misogi, das schon deutlich besser wirkte als noch beim ersten Mal, wo ich einfach noch sehr unsicher war. Eine der Interessentinnen vom Dienstag war tatsächlich bereits im Donnerstags-Training wieder dabei, toll! =) Am Freitag dann trafen wir uns trotz Feiertag zu dritt zum Freien Training und wiederholten und übten 2 Stunden lang.

Diesen Dienstag nahmen wir uns zum ersten Mal richtig Zeit, um die Hitori wazas durchzugehen. Da wir bei den meisten Bewegungen auch gleich die dazugehörige Technik in Ansätzen betrachteten, gab es sehr viel Neues auszuprobieren. Heute abend wird dann wieder eine Stunde Stretching dem Training vorausgehen.

Die nächsten 3 Trainings (auf ein tatsächliches Datum übersetzt: bis 17. Oktober) werde ich im Urlaub sein, auf Sizilien... ein letztes Mal ordentlich Sonne tanken, um die nächsten Monate zu überstehen! =)

1. Oktober 2008

Gleich drei Neue...

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Gestern waren gleich drei Interessentinnen zum Schnuppertraining gekommen. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie schnell man sich an eine Umgebung gewöhnt und wie leicht man dann aus dem Konzept gebracht wird, wenn sie sich nur geringfügig ändert, wie z.B. indem jemand neues im Training dabei ist.

Aber abgesehen von einem leichten Anflug von Unsicherheit war es sehr schön, eine Technik (Katate tori ikkyo - Angreifer hält den Arm derselben Seite fest, Hebel) mit jemandem zu trainieren, die noch nicht wusste, was sie zu erwarten hat. Man bekommt tatsächlich eine viel deutlichere, direktere Rückmeldung.

Sonst ist nicht viel Aufregendes passiert... außer, dass eine Mitschülerin einen Durchbruch beim Rollen hatte und die erste runde Rolle aus dem Stand geschafft hat. Ihre Freude war einfach schön mitanzusehen... =)