5. September 2008

Meditation im Training

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Der Headbang-Muskelkater hat das Training netterweise nicht gestört... im Gegenteil, danach ging es meinem Hals sehr viel besser als vorher. ;-) Wir nutzten das komplette Training, um uns die Ki-Tests für die Prüfung in 3 Wochen en detail anzusehen, durchzugehen, rumzuprobieren und dabei sogar besser zu werden, juhu! =)

Gestern hatten wir ausnahmsweise statt Stretching eine Stunde Meditation, wie zukünftig immer am ersten Donnerstag jedes Monats. Ich ging mit gemischten Gefühlen zum Dojo - wie vermutlich viele andere hatte ich daheim für mich schon öfters versucht, mal ein paar Minuten zu meditieren, und relativ schnell wieder aufgegeben weil sich nicht sofort eine Veränderung einstellte. Also befürchtete ich, mich in dieser Stunde schrecklich zu langweilen. ;)
Nach einer kurzen Einführung zum Wie und Warum begannen wir dann, anfangs mit Ki-Atmung bis schließlich ins stille Sitzen im Schneidersitz. Auch wenn ich keine Instant-Erleuchtung hatte, hat es mir definitiv etwas gebracht. Ich kann leider nicht genau - nicht einmal für mich selbst - beschreiben, was sich veränderte. Während wir meditierten, spürte ich keine große Veränderung, aber als die Glocke geläutet wurde, die das Ende anzeigte, fühlte ich durch dieses Geräusch einen regelrechten Overload - nicht negativ, sondern eher weil dieser eine Ton plötzlich so überwältigend war.
Danach fühlte ich mich ebenfalls anders - ruhiger, distanzierter, gleichzeitig irgendwie offener. Nach 10 Minuten verschwand das Gefühl langsam wieder.

Insgesamt also eine tolle Erfahrung; ich freue mich uneingeschränkt auf das nächste Mal!

Im normalen Training danach arbeiteten wir zunächst wieder an unseren Ki-Tests und anschließend weiter am Irimi Ikkyo. Ganz langsam lösen sich meine Probleme mit der Technik, eins nach dem anderen. Körperlich habe ich die Bewegung inzwischen halbwegs verstanden, jetzt geht es an die psychologischen Feinheiten... ;-)

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