29. September 2008

Flow Drills und noch ein Einzeltraining

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Am Freitag Abend war ich nach 30 Min. Flow Drills (Nahdistanz-Übungen), die uns wieder einmal unglaublich viel Konzentration abverlangten, dankbar für einigen Minuten "unkomplizierten" Rollens. Nachdem mir Rollen aus dem Stand zumindest keine Angst mehr machen - obwohl sie noch lange nicht rund und schön sind - nahmen wir eine Partnerübung, die wir bisher nur im Knieen gemacht hatten, und probierten sie aus dem Stand. Es rumpelte noch ein wenig durch den ungewohnten Ablauf, aber ansonsten klappte es ohne Probleme.

Anschließend durfte ich mir eine Technik aussuchen, die ich wiederholen wollte, und bekam auf diese Weise dutzende Verbesserungen für Katate tori tenkan kokyunage (ein Arm greift den Arm des Verteidigers auf der gleichen Seite), Monotsuki koteoroshi (Faustschlag zum Bauch mit Hebel) und Yokomenuchi shihonage (schräger Handkandenschlag mit Hebel).
Abwechselnd dazu gingen wir drei Suzuki waza durch, bei denen ich jeweils angreifen durfte - im Gegensatz zu dem Versuch vor einigen Monaten diesmal inklusive Vorwärtsrollen! =) Einmal sogar inklusive "Fliegen"... ich weiß leider nicht ansatzweise, wie die Technik heißt - Uke rennt auf Nage zu, der kniet sich plötzlich ab und dadurch springt/fliegt/rollt Nage über ihn drüber. Dabei muss ich mich wohl einmal leicht verrechnet haben - jedenfalls ging ich mit viel zu viel Schwung in die Rolle und kam leicht desorientiert und stolpernd wieder aus ihr heraus. Schlecht, dass ich nicht wirklich die Kontrolle hatte - aber super, dass ich mir nichts getan habe und im Gegenteil sogar noch Spaß dabei hatte. ;-)

26. September 2008

Donnerstag-Einzeltraining

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Scheinbar waren alle anderen von der Prüfung noch so erledigt, dass ich gestern im Donnerstagstraining zum ersten Mal überhaupt als Einzige da war. ;) Wir begannen mit einer Stunde Kenkodo-Atem-/Dehnübungen, das komplette (und langsam auch komplizierte ^^) Programm.

Aikido begann ganz in gewohnter Form mit Ki-Atmung und -Gymnastik, aber trotzdem waren es neue Erfahrungen, denn wir waren nur zu zweit, und außerdem zählten wir zum ersten Mal komplett auf Japanisch. =) Wir rollten nur relativ kurz und machten dann mit einer Runde Shikko (Knie-laufen) weiter, vorwärts, rückwärts und mit Drehung.

Dann bekam ich meine Urkunde für die bestandene Shokyu-Prüfung überreicht (sieht richtig beeindruckend aus ^^) und erhielt noch einige Verbesserungshinweis für mein Verbeugen und die Ki-Atmung im Sitzen. Insgesamt saßen wir bestimmt 30 Minuten im Seiza (Knie-Sitz), so dass ich heute ziemlichen Muskelkater habe... =)

Für das restliche Training durfte ich mir etwas wünschen, und neugierig wie ich bin, fragte ich nach unserer neuen Technik, die wir erst einmal geübt hatten. ;-) Ich weiß leider noch nicht, wie sie heißt, jedenfalls greift Uke (Angreifer) mit einer Hand den Kragen von Nage (Verteidiger) und sie endet mit einer Irimi-Ikkyo-Bewegung. Muss ich heute abend mal nach dem Namen fragen... =) Dank jeder Menge nützlicher Bilder hat sie sich aber definitiv verbessert, genug jedenfalls, dass ich mit ein wenig mehr Selbstvertrauen herangehen kann. =)

25. September 2008

Wien-Wochenende, Teil 2: Samstag / Sonntag

Bevor ich mich endgültig nicht mehr an die Details erinnere, hier noch der 2. Teil meines Wien-Reiseberichts.

Am Samstag standen wir pünktlich um 10 Uhr auf, denn wir hatten wieder ein volles Programm. Zunächst holten wir Brötchen für ein richtig leckeres Frühstück (wobei wir das 2. Mal Happy Birthday sangen), um dann gegen 12 Uhr aufzubrechen. Vorher gingen wir allerdings noch den armen Mitbewohnern auf die Nerven, indem einer von uns alle paar Minuten ein Erdmännchen-Stofftier mit Lederhosen und Tirolerhut losjodeln ließ - was so einen Ohrwurm verursachte, dass wir den ganzen Tag über die ersten Takte vor uns hinsangen ("Jodelodihü, jodelodihü, joddeljoddeljoddel jodelodihü...") und uns jedesmal schief lachten.


Wir starteten unsere Tagestour in der Mariahilfer Straße, die mich von ihrer Geschäftigkeit, den großen Läden und der vielbefahrenen Straße her sehr an New York erinnerte (nur dass es insgesamt heller war, weil es keine Wolkenkratzer gab, die das Licht wegnahmen). Nach einem kurzen Abstecher in einen abgefahrenen Laden namens Rattlesnake (in dem jeder Goth und "We will rock you"-Bohemian sehr glücklich werden würde) ging es vorbei an einer öffentlichen Modenschau mit Seil-Artist zur Dachterrasse eines großen Einkaufszentrums mit tollem Blick über Wien. Wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, uns bei einer Promotionaktion einige Heliumluftballons mitzunehmen und mit Quietschestimmen wieder einmal (auch sehr zur Belustigung der Passanten) Happy Birthday zu singen.


Im Museumsquartier besetzten wir schließlich eines der violetten Sitzmöbel zwischen den beiden Museen für moderne Kunst und ließen uns ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen. Nachdem wir uns überzeugt hatten, dass die Sitzkunst leicht genug war, um angehoben zu werden, ging es weiter, zwischen dem naturhistorischen und dem kunsthistorischen Museum hindurch an der Maria-Theresien-Statue vorbei zur Neuen Hofburg und Heldenplatz, beides sehr imposant und beeindruckend.


Anschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zum Karlsplatz und der Karlskirche, die mich auf den ersten Blick dank der beiden Türme eher an eine Moschee denken ließ. Zu den Klängen eines Gitarrenspielers, der gerade "Imagine" spielte, setzen wir uns erst einmal an den Rand des Brunnens und genossen den Anblick. Kurze Zeit später wurde die Gitarrenmusik von einem Akkordeon-Spieler auf der anderen Seite des Platzes übertönt - da er Musik mit Walzertakt spielte, namen vier von uns die Gelegenheit wahr und tanzten mitten auf dem Karlsplatz ein wenig Wiener Walzer. Schön zu sehen, wie sich der alte Mann am Akkordeon darüber freute... =)


Nun schlenderten wir weiter zum Schwarzenbergplatz mit seinem "Hochstrahlbrunnen" und dem Denkmal für die Rote Armee und von dort zum Unteren Belvedere. Die Aussicht auf das Obere Belvedere, die sich auftat, als wir um eine Hecke in den Schloßgärten bogen, war wirklich atemberaubend. Wir bewunderten die kunstvoll angelegten Gärten mit ihren winzigen Pflanzen und roten Glitzersteinchen zwischendrin und verließen die Schloßanlage dann wieder in Richtung Botanischer Garten.


Falls es der eine oder andere vielleicht noch nicht mitbekommen hat, ich bin ja ein absoluter Japan-Fan und hatte mir schon oft gewünscht, einmal einen Bambuswald zu sehen. Und meine supertollen besten Freunde überhaupt ;) hatten sich daran erinnert und führten mich nun mit verbundenen Augen mitten in das Bambuswäldchen des Wiener Botanischen Gartens... Ich war vollkommen hin und weg. =)


In einem nahegelegenen Einkaufszentrum, dessen Name mir leider entfallen ist, aßen wir Burritos und Quesadillas und machten uns dann auf den Weg zu einer Impro-Theater-Veranstaltung des "Theater im Werkraum". Obwohl die Temperatur im Laufe des Abends auf geschätzte 40° C anstieg und die Luft am Ende zu dick schien, als dass man sie atmen konnte, gefiel es mir unerwarteterweise sehr gut. "Unerwarteterweise" deshalb, weil ich noch nie ein Improvisationstheater erlebt hatte und mir nicht sicher war, ob es mir gefallen würde. Nach der Veranstaltung zogen wir schon ziemlich geschafft weiter zum Welt-Café, wo ich einen leckeren Mango-Daiquiri und sogar ein kleines Bier trank (wer mich kennt, weiß, wie ungewöhnlich das ist ^^) und mich aufklären ließ, dass es hier kein Cola gebe, sondern stattdessen Guaranito. Aha... ;-)

Schon im Halbschlaf fuhren wir zurück zur Wohnung und fielen irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr ins Bett beziehungsweise aufs Schlafsofa.

Auch am Sonntag sprangen wir Punkt 10 Uhr (na gut, vielleicht auch 10:20 Uhr ^^) ausgeschlafen (haha) aus den Federn. Noch einmal gab es ein leckeres Frühstück samt Sonntagseiern und Geburtstagskuchen-Resten, wonach wir unsere Sachen zusammensuchten und schon einmal ins Auto luden. Vollgepackt fuhren wir zum Schloss Schönbrunn, unserem letzten Programmpunkt vor der Rückfahrt.

Die Vorderansicht von der Straße aus fand ich hier bei weitem nicht so überwältigend wie die Rückseite und die Parkanlagen hinter dem Schloss. Wir hatten leider wenig Zeit zur Verfügung, weswegen wir nach einem kurzen Rundgang vorbei am Neptunbrunnen und Taubenhaus bereits wieder Richtung Ausgang zogen. Als letztes Highlight begegneten wir in einer Seiten-Allee noch einem halb-zahmen Eichhörnchen, das sich drei Mal heranlocken ließ und neugierig unsere Hände nach Futter absuchte.

Nach einigen herzzereißenden Verabschiedungsszenen auf dem Parkplatz vor dem Schloss machten wir uns letztendlich auf die Heimreise, in meinem Fall sehr kaputt und erschöpft, aber auch vollgepackt bis oben hin mit überwältigenden Eindrücken aus Wien.

24. September 2008

Nach der ersten Prüfung

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Meine allererste Prüfung im Aikido... geschafft! =)

Die Ki-Tests, vor denen ich mich vor einigen Wochen noch so gefürchtet hatte, waren dank häufigem Üben gar kein Problem mehr. Obwohl die Prüfung selbst schnell vorbei ging und fast schon wieder zu ende war, bevor ich überhaupt realisierte, dass sie begonnen hatte, konnte ich das Gefühl genießen, stabil zu stehen. Gerade beim Ki-Atmen am Schluß fühlte ich mich sogar richtig entspannt. =)
Und das, obwohl ich einen der unangenehmsten Arbeitstage der letzten Monate hinter mir hatte... Naja, immerhin konnte ich mir vor der Prüfung sagen: wenn ich mich heute genug entspannen kann, um die Tests zu (be-)stehen, dann kann ich es immer! =)

Auch die anderen 3 Prüflinge bestanden ohne Probleme. Danach durften wir kurz erzählen, was uns Aikido bisher gebracht und was sich vielleicht verändert hat... Da ich die Berichte für zu persönlich halte, um sie wiederzugeben, hier nur eine kurze Zusammenfassung meiner Sichtweise:
Zunächst mal sind meine Rückenschmerzen von täglich mindestens 8 Stunden Computerarbeit verschwunden. Ich kann rollen, sowohl vorwärts als auch rückwärts, ohne mir dabei weh zu tun, obwohl ich anfangs dachte, ich bekomme es nie auf die Reihe. ;) Ich habe einige richtig nette Menschen kennengelernt und mit ihnen zusammen sehr viel gelacht und Spaß gehabt. Ich spüre meinen Körper, ansatzweise zumindest, wenn er mir sagt, dass ich gerade falsch sitze und sich meine Schultern verspannen, und kann in Streßsituationen bewusst ein wenig ruhiger und entspannter bleiben. Und ich merke, dass ich mich ganz allgemein anders bewege.

Anschließend saßen wir noch einige Stunden zusammen und vernichteten Pizzabrötchen, Kuchen, Mousse au Chocolat und andere Leckereien. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das dabei zum Vorschein kam, war einfach richtig schön.

Und ansonsten, auch wenn das vielleicht ein wenig seltsam klingt, fühle ich mich durch die bestandene Prüfung anders - so als wäre damit bewiesen, dass ich auf einem Weg bin, der für mich der richtige ist.

22. September 2008

Schwertwiederholung und Prüfungsvorbereitung

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Im Dienstagstraining vergangener Woche gingen wir zunächst noch einmal unsere Ki-Tests samt der notwendigen Etikette für die Prüfung durch. Anschließend kam zu meiner Überraschung mal wieder das Schwert dran: wir wiederholten einige Übungen zum richtigen Abstand und Präsenz und schlugen einige Dutzend Shomenuchis. Im Vergleich zum Anfang muss sich meine Haltung verbessert haben, ich hatte keinen Muskelkater in den Armen... =)

Donnerstag begann mit einer Stunde Kenkodo–Atemübungen. Im Aikidotraining ging es gleich nach den Übungen zum Rollen wieder weiter mit Schwertübungen.

Dementsprechend war ich sehr froh, am Freitag im freien Training mal wieder alle Techniken wiederholen zu können. Dabei stellte ich fest, dass ich alle Details der Irimi Ikkyo-Technik wieder vergessen habe. Die Grobmotorik ist geblieben, aber all die Details, die sich angesammelt hatten, sind größtenteils wieder weg. *seufz* Muss mehr wiederholen, notfalls oder gerade auch für mich selbst, damit ich mich daran erinnere.

Ansonsten ist morgen Abend Prüfung...

16. September 2008

Wien-Wochenende, Teil 1: Freitag

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Ein Freund von uns studiert in Wien und hatte am vergangenen Wochenende Geburtstag, was wir ausnutzten, um bei ihm einzufallen und 3 Tage in Wien zu verbringen. "Uns" ist in diesem Fall übrigens kein Pluralis majestatis, sondern beinhaltet insgesamt drei Freunde und zwei Geschwister. =)


Pünktlich um dreiviertel Neun (= 8:45 Uhr) wurde ich am Freitag abgeholt, nachdem ich bereits mehrere Stunden mit Packen, Geld holen, Auto von den Anwohnerparkplätzen des nächsten Blocks entfernen usw. verbracht hatte. Dank zweier Navis (man kann nie vorbereitet genug sein... ^^) kamen wir 5 Stunden später ohne Umwege im 16. Bezirk Wiens an. Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen, kurz die Wohnung besichtigt, die Mitbewohner begrüßt und mutigerweise den Stromstoß-Herd angefasst hatten, ging es auch schon wieder weiter, denn die Uni schloß bereits kurze Zeit später die Tore, und vorher wollten wir uns dort noch ein wenig umsehen.


Mit der Straßenbahn ging es also zum zentralen Gebäude der Uni. Worte, die mir angesichts der Empfangshalle durch den Kopf gingen: bombastisch, ehrfurchteinflössend, gänsehautverdächtig (gilt übrigens für fast alle Sehenswürdigkeiten in Wien). In den Säulengängen rund um den Garten im Innenhof bestaunten wir die vielen Büsten, Wandreliefs und Stuckdecken ebenso wie die Studenten, die mit ihren Laptops in Liegestühlen die Sonne genossen. Nach einem kurzen Abstecher in die Zentralbibliothek schossen wir ein erstes Gruppenfoto im beeindruckenden Treppenaufgang, warfen kurz einen Blick in einen Hörsaal, wo gerade ein Astronomie-Vortrag vorbereitet wurde (Präsentationstitel auf der Leinwand: "7 Themen der SF"), und in die zentrale Anmeldestelle, in der die hochmodernen Computerterminals einen krassen Gegensatz zu den historischen Säulengängen, die wir vorher gesehen hatten, bildeten.


Anschließend ging es mit einem kurzen Abstecher zum Wiener Rathaus weiter. Auf dem Rathausvorplatz waren eine riesige Kinoleinwand mit Bestuhlung und Tribünen für das Filmfestival aufgebaut, fast genauso beeindruckend wie die neugotische Fassade des Rathauses dahinter. Passend zum Filmfestival gab es ein reichhaltiges Essensangebot von Japanisch über Indisch bis zu Käsekrainer und Palatschinken. *mjam* Zwischen der Kulisse des Hofburgtheaters und des Rathauses Palatschinken essen und Waldbeerbowle trinken... hat was! =)


Nach einem kleinen Schwenk vorbei am Ronacher Theater (später mehr dazu) spazierten wir zum Stephansplatz, warfen einen kurzen Blick auf den Stephansdom, den "Nobel-H&M", die Peterskirche und einige Brunnen, bis wir schließlich bei "Julius Meinl" ankamen - dem größten Feinkostladen, den ich je gesehen habe. Das Angebot reichte von Schweizer, belgischer, österreicher, deutscher usw. Schokolade in allen Formen, Farben und Geschmäckern über ein ganzes Regal mit Olivenöl bis hin zu Weinen für über 1.000 €, wobei mich natürlich die Schokolade am meisten interessierte. ;-) Das Pizzaessen danach war ein ziemlicher Kontrast, aber selbstverständlich trotzdem lecker.


Als nächstes ging es weiter zum größten Programmpunkt des ersten Tages: zum Ronacher Theater, wo wir uns für 5 € Stehkarten für The Producers gekauft hatten. Für 5 € in ein Musical - daran könnten sich die deutschen Veranstalter ruhig mal ein Beispiel nehmen! The Producers... tja... dafür müsste ich wohl eigentlich einen eigenen Eintrag schreiben. Ich hatte es schonmal in London gesehen und damals vermutet, dass es aufgrund der Thematik nie in einem deutschsprachigen Land laufen würde. Ein ziemliches Wagnis ist es wohl allemal... aber interessanterweise lachte das Publikum in Wien genauso sehr wie das in London. =) Die Aufführung war super - absolut vergleichbar mit London, nur eben in deutscher Sprache. Die tanzenden Omas ("Fass-mich-Grabsch-mich"), Uuulla ("Um 11!!!"), das Schmusetuch ("Ich bin verletzt... ich bin nass! ... und ich bin immer noch hysterisch!!!"), der zeitlupenhafte Bühnenabgang des Regisseurassistenten, die Audition ("Pirouette, Pirouette, Stechschritt, Stechschritt!"), die göttliche Kurzzusammenfassung im 2. Akt ("Jetzt ist Pause.")... Einfach genial!!

Danach machten wir uns auf den Weg ins Alcazar (dessen Name "Burg" bedeutet und nicht etwa eine gewisse Gefängnisinsel, wie wir jetzt alle wissen ^^), wo wir nach einem ausführlichen Studium der schier endlosen Karte mit leckeren Cocktails (Strawberry Colada - mjam...) punkt Mitternacht auf unser Geburtstagskind anstoßen konnten und das erste Ständchen des Wochenendes sangen. Irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr beschlossen wir, den Tag so langsam zu beenden, und es ging vorbei an der Votivkirche (ich glaube, ich mag neugotische Gebäude ^^) und einem Denkmal für die EU in Form einer Tafelrunde zur Haltestelle des Nachtbusses. Da es nachts inzwischen ganz schön kalt geworden war, vertrieben wir uns die Zeit mit Gruppenkuscheln und einem heißen Geburtstags-Dance (Schritt links - klatschen - Schritt rechts - klatschen - und wiederholen... ^^). Zurück in der Wohnung erwartete "uns" noch ein Geburtstagskuchen der netten Mitbewohner, wonach wir nur noch kurz die Sofas ausklappten und ins Bett fielen.

Fortsetzung folgt... =)

11. September 2008

Katzenbabies + Aikido = toller Tag

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In meiner Arbeit ist es zur Zeit recht stressig, aber umso mehr freue ich mich auf das Aikidotraining abends. Es ist für mich nicht nur eine wunderbare Methode, um nach einem hektischen Tag wieder abzuschalten und zu entspannen, sondern außerdem eine gute Motivation, den Tag überhaupt zu überstehen: "Ok, gerade in dieser Minute mag alles stressig und unangenehm sein, aber heute Abend ist Aikido, juhu!" =)

Das Dienstagstraining war genau richtig dafür... wieder viele Ki-Tests und anschließend weiter die Irimi Ikkyo-Technik. Für jeden Schritt und jede Handhaltung und jede Hüftdrehung, die ich besser verstehe, tauchen etliche neue Punkte auf, die nicht mal ansatzweise klappen. Ich habe das Gefühl, an dieser Technik werde ich noch lange zu knabbern haben, bis ich mich halbwegs sicher damit fühle!

Danach ging es weiter zum Musicaltraining, wo wir wie üblich vorher noch ein paar Minuten in der Gaststätte saßen, die zu unserem Sportverein gehört. Dort erfuhren wir, dass die Hauskatze vor einigen Wochen Junge bekommen hatte, was erstmal ein allgemeines Gequietsche auslöste, bevor wir uns auf die 5 Wochen alten Katzenbabies stürzten. Naja, nein, natürlich nicht, wir waren selbstverständlich ganz brav und ruhig und vorsichtig mit den süüüüßen kleinen Kätzchen. ;-) Ein schwarzes, ein weiß-bunt-geflecktes und ein getigertes, und alle drei noch mit diesen quietschigen Babystimmchen, die mehr fiepen als miauen, und sooo klein und kuschelig und süß. Mein kleines schwarzes Katzenbaby schlief dann gleich mal auf meinem Schoß ein... Ich wäre am liebsten gar nicht mehr aufgestanden.

So stelle ich mir den perfekten Tag vor: erst Aikido und dann Katzenbabies... =)))

Heute abend kommen zwei Freundinnen von mir für eine Probestunde ins Aikidotraining... ich bin schon sehr gespannt, wie es ihnen gefällt.

5. September 2008

Meditation im Training

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Der Headbang-Muskelkater hat das Training netterweise nicht gestört... im Gegenteil, danach ging es meinem Hals sehr viel besser als vorher. ;-) Wir nutzten das komplette Training, um uns die Ki-Tests für die Prüfung in 3 Wochen en detail anzusehen, durchzugehen, rumzuprobieren und dabei sogar besser zu werden, juhu! =)

Gestern hatten wir ausnahmsweise statt Stretching eine Stunde Meditation, wie zukünftig immer am ersten Donnerstag jedes Monats. Ich ging mit gemischten Gefühlen zum Dojo - wie vermutlich viele andere hatte ich daheim für mich schon öfters versucht, mal ein paar Minuten zu meditieren, und relativ schnell wieder aufgegeben weil sich nicht sofort eine Veränderung einstellte. Also befürchtete ich, mich in dieser Stunde schrecklich zu langweilen. ;)
Nach einer kurzen Einführung zum Wie und Warum begannen wir dann, anfangs mit Ki-Atmung bis schließlich ins stille Sitzen im Schneidersitz. Auch wenn ich keine Instant-Erleuchtung hatte, hat es mir definitiv etwas gebracht. Ich kann leider nicht genau - nicht einmal für mich selbst - beschreiben, was sich veränderte. Während wir meditierten, spürte ich keine große Veränderung, aber als die Glocke geläutet wurde, die das Ende anzeigte, fühlte ich durch dieses Geräusch einen regelrechten Overload - nicht negativ, sondern eher weil dieser eine Ton plötzlich so überwältigend war.
Danach fühlte ich mich ebenfalls anders - ruhiger, distanzierter, gleichzeitig irgendwie offener. Nach 10 Minuten verschwand das Gefühl langsam wieder.

Insgesamt also eine tolle Erfahrung; ich freue mich uneingeschränkt auf das nächste Mal!

Im normalen Training danach arbeiteten wir zunächst wieder an unseren Ki-Tests und anschließend weiter am Irimi Ikkyo. Ganz langsam lösen sich meine Probleme mit der Technik, eins nach dem anderen. Körperlich habe ich die Bewegung inzwischen halbwegs verstanden, jetzt geht es an die psychologischen Feinheiten... ;-)

2. September 2008

Headbangen und Aikido?

Headbangen und Aikido passt nicht zusammen, stelle ich gerade fest. Ich hatte am Wochenende nur ein klitzekleines Bisschen meine Halsmuskeln strapaziert, und nun sitze ich gerade vor dem Computer und habe Schwierigkeiten, meinen Kopf hochzuhalten. =)
Und das, wo meine Problemzonen für eine entspannte Haltung im Aikido sowieso die Schultern und der Hals sind. Oh well, das wird ein interessantes Training heute abend... ;)

1. September 2008

Wiederholungs-Training

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Im freien Training übte ich ausschließlich mit einer anderen Schülerin, nur beim Ikkyo-Hebel brauchten wir ein wenig Hilfe. Wir wiederholten unsere Techniken und rollten recht viel, wobei ich gleich zwei Fortschritte bei mir bemerkte: ich habe meine erste schöne, runde Rolle mit links vorne aus einer aufrechten Haltung heraus geschafft, das war die eine Errungenschaft, und die zweite: ich fühle mich mit rechts vorne langsam sicher genug, dass ich mutiger werde, und versuchte, einen bestimmten Abstand vor mir zu überbrücken (naja, nicht mit einem Sprung, aber indem ich mich weiter vorlehnte als sonst) und es funktionierte schon überraschend gut. =)

Danach gingen wir noch unsere Ki-Tests durch, und bei den meisten habe ich inzwischen ein ziemlich gutes Gefühl. Nur die Hände auf den Knien zu lassen, fällt mir immer noch schwer, und auch der ausgestreckte Arm ganz am Schluss mag noch nicht so wie ich. Aber man merkt definitiv langsam eine Veränderung...