2. Juli 2008

Ki-Test-Training

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Gestern war (zum dritten Mal dieses Jahr, glaube ich) Aikido-Training bei Temperaturen über 30°C. Wir übten anstelle von Technik jedoch nur Ki-Tests, wofür ich gleich doppelt dankbar war: erstens sind sie längst nicht so anstrengend wie Technik, und zweitens habe ich hier den größten Bedarf an Übung.

Anfangs versuchten wir das erste Mal, in einer Reihe hintereinander am Rand der Matten entlang zu rollen, und es ging sogar schon ganz gut. Anschließend durften wir zur Verdeutlichung des stützenden Arms runde Sitzkissen in den Armen halten. =) Das stützende Gefühl war tatsächlich sehr viel deutlicher; die Vorstellung mit dem Kissen will ich also unbedingt beibehalten. Ich bekam sogar ein "Die war gerade sehr gut!!" zu hören... *strahl* Hach, das war toll. =)

Anschließend kam dann schnell wieder die Ernüchterung dank einiger Ki-Tests. ;-) Und zwar betrachteten wir die erste Kopfbewegungs-Übung der Gymnastik. Ich hatte wie immer bei praktisch jedem Test das Gefühl, dass meine Fersen nicht richtig auf der Erde stehen. Aber wenn ich versuche, meine (offenbar?) angespannten Knie zu entspannen und dadurch mehr Gewicht auf die Fersen zu legen, ändert sich nichts. Grrr.
Dabei hatte ich mich diesmal sogar bemüht, jedesmal von neuem mit einer positiven Einstellung (im Sinne von "Diesmal bleibe ich stehen") an die Tests heranzugehen. Auch wenn das vielleicht ein guter Ansatz sein mag, ist es offensichtlich noch lange nicht alles. Tja... nachdem die linke Rückwärtsrolle nicht mehr so schwierig ist wie am Anfang, musste ja etwas Neues kommen, an dem ich mir die Zähne ausbeiße. =)

Passend dazu wurde uns am Schluß des Trainings noch angekündigt, dass wir im September (2008! In ca. 8 Wochen!!) unsere erste Ki-Prüfung durchführen. Argh!! Ich hatte ja schonmal gehört, dass im Ki-Aikido die Prüfungen zweigeteilt sind, in Ki- und Technik-Prüfung, aber irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass beide an einem Tag stattfinden, und wenn die eine Hälfte nicht so toll ist, kann man das vielleicht mit der anderen Hälfte ausgleichen. Tja, das wird wohl nichts. ;-) Ich glaube, wegen den Techniken würde ich mir viel weniger Sorgen machen. Aber ich hatte bisher kaum jemals einen Ki-Test, bei dem ich wirklich das Gefühl hatte, stabil zu sein.
Ich sollte mir wahrscheinlich nicht so viele Gedanken darüber machen, denn egal wie die Prüfung ausgeht, es geht ja eigentlich um das Training, und die Prüfung ist nur ein Nebenprodukt. Aber ... naja. Enttäuschend wäre es schon.

Ich merke gerade, dass ich mich innerlich schon auf ein Nichtbestehen vorbereite, obwohl ich noch nicht einmal eine Ahnung habe, was eigentlich verlangt wird. Das ist eine ziemlich jämmerliche Einstellung. Tsk. Ich werde versuchen, das zu ändern. Ich tue einfach mein Bestes und habe Spaß dabei und wir werden sehen, was passiert.

Trotzdem wäre interessant, worauf die Prüfung abzielt: echtes stabiles Stehen oder nur das Bemühen, seine wackelige Haltung zu verbessern? Ich hoffe stark auf letzteres! =)

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