26. Juni 2008

Twilight von Stephenie Meyer

Nachdem ich vor einiger Zeit auf Sherrilyn Kenyons nette Vampir-Liebesromane (klingt immer noch furchtbar ^^) gestoßen bin, fielen mir in Buchhandlungen immer mehr Bücher dieser Art auf. Meistens konnte ich widerstehen, oder sie waren mir einfach zu teuer - 11 € für ein Büchlein, das ich in 2 Stunden durchgelesen habe, ist mir dann doch zu viel Geld. Twilight von Stephenie Meyer stach unter diesen vielen Vampirromanen allein schon durch das Format heraus, denn es ist erstens größer und zeigt außerdem auf dem Cover nicht etwa aufreizende Damen oder Herren, sondern einen blutroten Apfel in zwei bleichen Händen gehalten. Irgendwann überwog dann also doch die Neugier und ich musste es mitnehmen. =)

Eine kurze Zusammenfassung der Handlung, ohne große Spoiler:
Die 17jährige Bella zieht zu ihrem Vater in ein kleines, verregnetes Dorf im Norden der USA. Dort lernt sie an ihrer neuen High School Edward kennen, der eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Nachdem er sie mehrere Male aus gefährlichen Situationen gerettet hat, ohne dabei selbst auch nur einen Kratzer abzubekommen, stellt Bella ihn zur Rede und erfährt, dass er ein Vampir ist. Zusammen mit seiner "Familie" - einigen anderen Vampiren - lebt er jedoch nach einer Philosophie, die das Trinken von Menschenblut ablehnt.
Als eine andere Gruppe Vampire auf ihrer Wanderschaft vorbeikommt, die keine Probleme damit hat, Menschen zu töten, schwebt nicht nur Edward, sondern auch Bella in Gefahr.

Twilight hat mir gut gefallen. Es war spannend und hielt mich in der Story gefangen, so dass ich gar nicht schnell genug wissen konnte, wie es weiter geht. Der Schreibstil ist vielleicht nicht literarisch hochwertig, aber das erwarte ich mir auch nicht von einer Abendlektüre. Beim zweiten Lesen übersprang ich zwar einige Szenen, die Bellas Alltagsleben und die High School-Routine schildern. Diese sind allerdings beim ersten Lesen schon ganz nett, um eine detailliertere Vorstellung von den Charakteren zu bekommen, auch wenn sie für die Handlung im Grunde überflüssig sind.

Im Buchladen verdeckte das Preisschild den Hinweis darauf, dass die Charaktere erst im High School-Alter sind - wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gekauft, wenn ich das im Voraus gewusst hätte. Aber so kann ich sagen, dass es definitiv ein gutes Buch war. Bei weitem nicht so "pikant" ;) wie Kenyons Dark Hunter-Romane, aber im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe ist das auch absolut angemessen.

Fazit: eher eine langsame, aber nichtsdestotrotz gefühlvolle Vampir-Liebesgeschichte, die viel Wert legt auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Bella und Edward.

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