13. Juni 2008

"Mantel der Stille"

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Stellt euch mal bitte folgende Situation vor: es ist Samstag, ihr könnt endlich einmal ausschlafen. Um 8:30 Uhr beginnen die Bewohner der Wohnung unter euch, Klavier zu üben. Das weckt das Baby in der Wohnung neben euch, es beginnt lauthals zu schreien. Woraufhin die Mieter über euch erst einmal mit dem Besenstiel laut auf den Boden klopfen, um dann die Lautstärke des Fernsehers auf "infernalisch" hochzudrehen. Ihr liegt also verzweifelt im Bett und überlegt euch, wie ihr eure Ohropax noch schalldichter machen könntet.

Zugegeben, so eine Situation hatte selbst ich in meiner lärmgeplagten Wohnung noch nicht. Aber wie man letztens erst gemerkt hat, wünsche ich mir wirklich manchmal etwas mehr Stille.

Forscher in Spanien haben jetzt den theoretischen Grundstein für etwas gelegt, das nicht nur mich, sondern wahrscheinlich viele Bewohner von Stadtwohnungen glücklich machen würde (ganz abgesehen davon, dass es zahllose weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt): sie haben eine Methode gefunden, Schallwellen umzulenken, durch sog. "sonic crystals". Diese sind in der Lage, Schallwellen in eine andere Richtung umzulenken. Ein solches Material in den Wänden meiner Wohnung würde mir also meine gewünschte Oase der Stille verschaffen... =)

Weil ich ein eingefleischter ScienceFiction-Fan bin, freue ich mich immer wieder darüber, wenn solche SciFi-Themen langsam Wirklichkeit werden (zuletzt z.B. auch ein funktionierendes mechanisches Exoskelett, das zum Heben von schweren Sachen eingesetzt werden kann). Und angeblich sucht man auch nach einer Methode, Licht zu brechen - also steht nach dem "Mantel der Stille" einem Tarnumhang bald nichts mehr im Wege!

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