30. Juni 2008

Wow...


Am vergangenen Wochenende besuchte ich meine Schwester wieder in ihrem neuen Zuhause, und diesmal verbrachte ich tatsächlich weniger Zeit im Auto und viel mehr Zeit mit ihr und meinem knuddeligen Neffen. Wir sind der festen Überzeugung, dass er am Wochenende das erste Mal "Mama" gesagt hat. ;-)

Auf der Strecke von der Autobahn bis zu ihrem Wohnort führt eine schmale Landstraße durch schöne Wälder und auf Hügelkuppen entlang, von denen aus man tatsächlich noch die Weite spüren kann und das Gefühl hat, richtig durchatmen zu können. Ansonsten ist die Straße nichts besonderes - naja, bis auf eines: kurz nach der Autobahnausfahrt kommt man an einer Wiese vorbei, auf die der Wald noch nicht vorgedrungen ist. Beziehungsweise hat man sie wohl absichtlich freigehalten... denn auf dieser Wiese stehen sechs Mammutbäume. Gepflanzt 1868, der größte war vor 14 Jahren schon 41 m hoch und hat einen Umfang von 9 m.

Das Gefühl, wenn man unter diese Riesen tritt, ist wirklich einmalig... So ruhig, so ehrfurchteinflössend, gigantisch und irgendwie auch beschützend. Ein Ort, wo man sich unter die Bäume setzen könnte und den Alltag vergessen kann, fast schon magisch.

Das schönste daran ist, ich komme an dieser Stelle jedes Mal vorbei, wenn ich zu meiner Schwester fahre. Ich werde diese Mammutbäume also auf jeden Fall noch öfters besuchen!

26. Juni 2008

Twilight von Stephenie Meyer

Nachdem ich vor einiger Zeit auf Sherrilyn Kenyons nette Vampir-Liebesromane (klingt immer noch furchtbar ^^) gestoßen bin, fielen mir in Buchhandlungen immer mehr Bücher dieser Art auf. Meistens konnte ich widerstehen, oder sie waren mir einfach zu teuer - 11 € für ein Büchlein, das ich in 2 Stunden durchgelesen habe, ist mir dann doch zu viel Geld. Twilight von Stephenie Meyer stach unter diesen vielen Vampirromanen allein schon durch das Format heraus, denn es ist erstens größer und zeigt außerdem auf dem Cover nicht etwa aufreizende Damen oder Herren, sondern einen blutroten Apfel in zwei bleichen Händen gehalten. Irgendwann überwog dann also doch die Neugier und ich musste es mitnehmen. =)

Eine kurze Zusammenfassung der Handlung, ohne große Spoiler:
Die 17jährige Bella zieht zu ihrem Vater in ein kleines, verregnetes Dorf im Norden der USA. Dort lernt sie an ihrer neuen High School Edward kennen, der eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Nachdem er sie mehrere Male aus gefährlichen Situationen gerettet hat, ohne dabei selbst auch nur einen Kratzer abzubekommen, stellt Bella ihn zur Rede und erfährt, dass er ein Vampir ist. Zusammen mit seiner "Familie" - einigen anderen Vampiren - lebt er jedoch nach einer Philosophie, die das Trinken von Menschenblut ablehnt.
Als eine andere Gruppe Vampire auf ihrer Wanderschaft vorbeikommt, die keine Probleme damit hat, Menschen zu töten, schwebt nicht nur Edward, sondern auch Bella in Gefahr.

Twilight hat mir gut gefallen. Es war spannend und hielt mich in der Story gefangen, so dass ich gar nicht schnell genug wissen konnte, wie es weiter geht. Der Schreibstil ist vielleicht nicht literarisch hochwertig, aber das erwarte ich mir auch nicht von einer Abendlektüre. Beim zweiten Lesen übersprang ich zwar einige Szenen, die Bellas Alltagsleben und die High School-Routine schildern. Diese sind allerdings beim ersten Lesen schon ganz nett, um eine detailliertere Vorstellung von den Charakteren zu bekommen, auch wenn sie für die Handlung im Grunde überflüssig sind.

Im Buchladen verdeckte das Preisschild den Hinweis darauf, dass die Charaktere erst im High School-Alter sind - wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gekauft, wenn ich das im Voraus gewusst hätte. Aber so kann ich sagen, dass es definitiv ein gutes Buch war. Bei weitem nicht so "pikant" ;) wie Kenyons Dark Hunter-Romane, aber im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe ist das auch absolut angemessen.

Fazit: eher eine langsame, aber nichtsdestotrotz gefühlvolle Vampir-Liebesgeschichte, die viel Wert legt auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Bella und Edward.

English Version II

Oh, and by the way, I have actually managed to get the English version started. You can find it here:
http://alexielsheaven.wordpress.com/

I chose a different provider simply because I was curious. =)

Neue Erkenntnisse

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Gestern machten wir eine Übung zum besseren Verständnis, dass man als Anfänger in der Technik häufig selbst den Widerstand verursacht. Ich habe das Gefühl, das passiert mir öfter als den anderen Schülern. Dabei hatte ich plötzlich einen ziemlich beunruhigenden Gedanken: was, wenn ich einen ähnlichen Widerstand auch in anderen Bereichen des Alltags verursache? Ich bemühe mich immer, es allen recht zu machen und niemanden vor den Kopf zu stoßen, bzw. eigentlich ist es noch viel viel stärker ausgeprägt bei mir, ich KANN das gar nicht bewusst. Klar passiert es ab und zu unbeabsichtigt, oder ganz selten MUSS ich jemand Kontra geben, und das ist für mich extrem unangenehm.
Deshalb traf mich der Gedanke gestern richtig heftig, dass ich vielleicht unbewusst durch mein Verhalten Widerstand hervorrufe, sei es nun als Abneigung mir gegenüber oder was auch immer. Normalerweise hätte ich nie darüber nachgedacht, ich hatte immer das Gefühl, gut mit allen auszukommen. Höchstwahrscheinlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken? Trotzdem ein zumindest sehr interessanter Denkanstoß und mal wieder ein Zeichen für mich, dass Aikido auch von innen wirkt. ;)

Das Knacken in meinen Fußknöcheln hat sich inzwischen wieder gelegt. Meine Knie schmerzen immer noch ein wenig, aber es ist ebenfalls schon besser geworden. Die Knieschmerzen kommen übrigens doch nicht von den Rückwärtsrollen, wie ich anfangs dachte, sondern davon, dass mir beim Aufstehen die Knie immer ein wenig nach innen klappen. Ich versuche schon seit einigen Wochen, das zu verbessern, aber es will mir einfach nicht gelingen. Naja, kommt Zeit, kommen stabile Knie. ;)

Dafür habe ich vergangenen Freitag eine andere neue Entwicklungsstufe erklommen: meine allererste - und bisher auch einzige - Vorwärtsrolle mit rechts vorn aus einer normal stehenden Haltung, ohne vorher-schon-tief-gehen und Arme richtig positionieren usw.! =) Ich hatte das Gefühl, dass es vielleicht klappen könnte: die rechten Vorwärtsrollen sind in den letzten Wochen immer höher und runder geworden, der stützende Arm immer stützender, das Gefühl immer schöner. Also dachte ich mir, probiere ich es einfach mal aus... und kam mit einem breiten Grinsen aus meiner ersten Rolle-aus-dem-Stand heraus. Einfach ein super Gefühl, das macht richtig süchtig! =)

19. Juni 2008

Einmal quer durch Deutschland

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Die letzten beiden Tage hatte ich ganz kurzfristig Urlaub, um meiner Schwester ein wenig bei ihrem Umzug zu helfen. Ihre Familie zieht von Berlin an die französische Grenze, und aufgrund widriger Umstände war ein wenig Hilfe vonnöten.

Am Montag kam zunächst der Anruf: "Wir fahren morgen los, kannst du heute noch kommen?" Also erstmal ganz spontan einen Flug gebucht. Nach der Arbeit dann mit dem Flieger nach Berlin Tegel (Wahnsinn, wie schnell das ging!) - das erste Mal, dass ich allein geflogen bin. Ging aber alles ganz glatt, und in Berlin fand ich dann auch sofort den richtigen Bus zum Hauptbahnhof.

Dummerweise kam ich genau um 22:50 Uhr am Hauptbahnhof an (d.h. also, wie auch ich Fußball-Unkundige nun weiß, direkt nach dem Deutschlandspiel). Kaum betrat ich das Gebäude, ziemlich beeindruckt von der Architektur, hörte ich von der anderen Seite ein dumpfes Grollen... Auf der Suche nach den Straßenbahnanschlüssen wagte ich mich ein wenig weiter in diese Richtung vor, in der Erwartung, demnächst auf den Wasserfall zu stoßen, der dieses Geräusch verursachte. Stattdessen stürmten plötzlich Tausende singende, schreiende, pfeifende und generell Lärm verursachende Fußballfans den Bahnhof. Daraufhin hätte ich am liebsten auf der Stelle kehrtgemacht, aber ich musste ja irgendwie da durch - noch dazu wollten die alle mit der Straßenbahn fahren! Dank der Anwesenheit der Berliner Polizei (in voller Einsatzkleidung, komplett mit Schutzhelm, fehlten nur noch die gezückten Waffen) kam ich aber unbeschadet durch und in meine Straßenbahn. ;)

Am Dienstagmorgen wurde ich dann bereits recht früh von meinem krähenden Neffen geweckt, der wirklich von Mal zu Mal süßer wird... Schnell noch ein paar Reisetaschen ins Auto gepackt, und um 10 Uhr ging's los, über 700 km Richtung Südwesten. Die Fahrt an sich war ok, abgesehen von der Länge und den häufigen Pausen (weil der Kleine natürlich regelmäßig Hunger hatte oder Windeln gewechselt werden mussten) sogar richtig angenehm.

Im neuen Zuhause angekommen konnte ich dann das neue Haus und die tolle Aussicht über die grüne Umgebung bewundern. *schwärm* Anschließend noch eine viel zu kurze Nacht auf einem quietschenden, knarzenden Feldbett verbracht und am Mittwoch mit dem (selbstverständlich verspäteten) Zug wieder zurück nach Fürth.

Das Ende vom Lied: ich bin total kaputt, aber irgendwie auch ein wenig stolz, so spontan gewesen zu sein. Ich habe das erste Mal seit Februar ein Aikido-Training verpasst... und zum ersten Mal seit Ewigkeiten kein Musical-Training gehalten. Dafür durfte ich immerhin ein paar schöne Stunden mit meinem kleinen Neffen und natürlich meiner Schwester und ihrem Mann verbringen. Das war's eigentlich schon wert. Und jetzt freue ich mich auf den nächsten Besuch, bei dem ich ein wenig mehr Zeit dort und weniger Zeit im Auto verbringen werde. =)

13. Juni 2008

Englische Version / English Version

As I've noticed several visits from outside Germany, I've decided to translate these texts and start a parallel blog in English. It's good exercise for me to get my rusty English flowing again, and apart from that it's fun… =) I probably won't update the English version as often as the German one, but I'll try to translate the new entries at least once a week. So… link to the new English version coming soon! =)

I will of course continue the German version as well. - Keine Sorge, die deutsche Version wird natürlich fortgeführt! =)

"Mantel der Stille"

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Stellt euch mal bitte folgende Situation vor: es ist Samstag, ihr könnt endlich einmal ausschlafen. Um 8:30 Uhr beginnen die Bewohner der Wohnung unter euch, Klavier zu üben. Das weckt das Baby in der Wohnung neben euch, es beginnt lauthals zu schreien. Woraufhin die Mieter über euch erst einmal mit dem Besenstiel laut auf den Boden klopfen, um dann die Lautstärke des Fernsehers auf "infernalisch" hochzudrehen. Ihr liegt also verzweifelt im Bett und überlegt euch, wie ihr eure Ohropax noch schalldichter machen könntet.

Zugegeben, so eine Situation hatte selbst ich in meiner lärmgeplagten Wohnung noch nicht. Aber wie man letztens erst gemerkt hat, wünsche ich mir wirklich manchmal etwas mehr Stille.

Forscher in Spanien haben jetzt den theoretischen Grundstein für etwas gelegt, das nicht nur mich, sondern wahrscheinlich viele Bewohner von Stadtwohnungen glücklich machen würde (ganz abgesehen davon, dass es zahllose weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt): sie haben eine Methode gefunden, Schallwellen umzulenken, durch sog. "sonic crystals". Diese sind in der Lage, Schallwellen in eine andere Richtung umzulenken. Ein solches Material in den Wänden meiner Wohnung würde mir also meine gewünschte Oase der Stille verschaffen... =)

Weil ich ein eingefleischter ScienceFiction-Fan bin, freue ich mich immer wieder darüber, wenn solche SciFi-Themen langsam Wirklichkeit werden (zuletzt z.B. auch ein funktionierendes mechanisches Exoskelett, das zum Heben von schweren Sachen eingesetzt werden kann). Und angeblich sucht man auch nach einer Methode, Licht zu brechen - also steht nach dem "Mantel der Stille" einem Tarnumhang bald nichts mehr im Wege!

Heute lernen wir... "richtig stehen"

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Wenn es ein Thema im Aikido gibt, das mich zumindest ein wenig frustriert, dann sind es die Ki-Tests. Bei den Techniken weiß ich einfach, dass es lange dauern wird, bis ich die Bewegungen verinnerlicht habe und mit den Feinheiten klarkomme. Rollen und Fallen sind so komplexe Abläufe, dass ich es ganz selbstverständlich finde, dafür viel üben zu müssen, bevor sich eine Veränderung zeigt; außerdem gibt es hier immer die Hemmschwelle der nächsthöheren Haltung, die überwunden werden will. Aber einfach nur dazustehen und sich zu entspannen sollte doch eigentlich relativ leicht machbar sein. Tja... falsch gedacht. Ich habe sehr häufig das Gefühl, aus einer Ansammlung verspannter Muskeln zu bestehen, die beim leisesten Windhauch umkippt. *seufz*

Wobei, ich hatte einmal einen Tag, wo die Haltung relativ stabil war. An dem Tag hatte ich von morgens bis abends versucht, meine Haltung zu entspannen, gerade zu bleiben usw., das ganze Programm. Beim Autofahren, beim Arbeiten am Computer, beim Kaffeetrinken mit den Kollegen... In letzter Zeit denke ich nicht mehr so oft daran, weil mein Kopf stärker als sonst mit vielen anderen Dingen (Erledigungen, Entscheidungen, Terminen usw.) beschäftigt ist. Vielleicht ist das der Grund, warum ich keine Fortschritte bemerke? Also: drandenken! =)

12. Juni 2008

Aikido, Mäuse und Polizeikontrolle

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Heute haben wir eine neue Technik gemacht, bei der man jemandem auf Knien gegenübersitzt und umwirft. War schön, entspannt, ruhig aber trotzdem anstrengend - einerseits beschweren sich jetzt meine Knie, und andererseits war so viel gleichzeitig zu beachten (wie immer! ^^).

Irgendwie habe ich in letzter Zeit immer mehr Gelenkschmerzen... erst die Knie vom Rollen, jetzt knacken meine Knöchel... hoffentlich vergeht das bald wieder!

Nach dem Aikido-Training bin ich wie immer mit dem Auto nach Hause gefahren, als ich doch tatsächlich von einer Polizeikontrolle angehalten wurde! Eeek! Das war erst das zweite Mal in 10 Jahren Führerschein... Das erste Mal war ein relatives Desaster - Papiere natürlich im unaufgeräumten Kofferraum, wo das Warndreieck war, wußte ich nicht einmal (wurde ich aber gottseidank nicht gefragt) und der Erstehilfekasten unter dem Beifahrersitz, aber so blöd, dass man von vorne nicht rankam, und ausgerechnet zu dem Zeitpunkt war die hintere Tür kaputt und ließ sich nicht mehr öffnen. Furchtbar! ;-)
Tja, heute lief es schon etwas besser. Papiere zwar wieder im unaufgeräumten Kofferraum (diesmal mit Kissen, Schlafsack, jeder Menge Krusch und Tüten, CD-Player, leerem Scheibenwischerflüssigkeitbehälter und nicht zu vergessen meinem Aikido-HOLZSCHWERT, das aber unter dem ganzen anderen Zeug netterweise kaum zu sehen war). Ich hätte zwar wieder nicht gewusst, wo das Warndreieck und der Erstehilfekasten sind. Seit ich das neue Auto habe (seit ca. 15 Monaten), nehme ich mir vor die mal zu suchen, aber neeeiiin, ich komme ja nie dazu - das wird jetzt dringendst nachgeholt!
Tja, aber bevor mich der nette junge Polizist das fragen konnte oder sich auch nur meine Papiere anschauen konnte, kamen freundlicherweise ein paar Fußballfans hupend angefahren - das Auto so mit Fahnen zugehängt, dass sie kaum noch etwas sehen konnten... allein schon dieses Auto zu sehen, war es definitiv wert, angehalten zu werden! =) Jedenfalls wurde dieses Auto dann sofort auch angehalten, ich bekam die Anweisung "Warten Sie mal kurz" und setzte mich auf den Rand meines Kofferraums und sah gemütlich zu. Das Ganze dauerte etwas länger, bis dann der zweite Polizist zu mir kam und wissen wollte, worauf ich denn warte. Als ich dann sagte, "Öhm - darauf, dass sich jemand meine Papiere anschaut?" musste er erstmal lachen...

Tja, diese zweite Kontrolle war also schon irgendwie besser als die erste. Wobei ich mich beim nächsten Mal nicht drauf verlassen sollte, dass wieder eine Ablenkung vorbeikommt... Merke: Nachschauen wo das blöde Warndreieck ist. ^^

Ansonsten habe ich gestern eine und heute noch zwei Mäuse gefangen, das wären dann Nummer 5 bis 7. War wohl eine Großfamilie... Ich komme mir schon langsam richtig komisch vor, mit den Mäusen an die Straße zu gehen und sie freizulassen. Aber im Innenhof will ich sie nicht mehr aussetzen - bei einer war das noch ok, aber 7 Mäuse im Innenhof möchte selbst ich nicht haben, und ich mag Mäuse. (Sind doch wirklich sooo putzige kleine Tierchen.) Tja, ich hoffe halt, dass mich niemand beobachtet wie ich regelmäßig mit meiner Lebendfalle oder meinem Mülleimer vor die Haustür gehe... =)

9. Juni 2008

Nachbarn!

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Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Welt... hast du mich doch heute früh vor einer halben Stunde (um genau zu sein: um 5:24 Uhr) durch meine netten Nachbarn wecken lassen, die meinten, mir und der ganzen Straße mitteilen zu müssen, dass es jetzt 5 Uhr geschlagen habe - zeitlich nicht ganz korrekt, aber wen interessiert das schon um diese Uhrzeit - und dass sie "Doooitschlaaaand!!!!"-Fans sind.

Netterweise fühlen sich diese lieben Nachbarn auch weiterhin für die Menschen verantwortlich, die sie geweckt haben, und grölen nun in unserem Hinterhof weiter, damit wir nicht versehentlich wieder einschlafen.

Aaaaaaargh.

6. Juni 2008

Dienstag, Donnerstag und Freies Training

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Wir haben mit einer neuen Technik begonnen, bei der Uke (Angreifer) mit 2 Händen einen Arm von Nage greift, der erst 'aufzieht' und dann in den Griff eintritt.

Am Dienstag, als wir die Technik das erste Mal machten, fühlte ich mich damit noch nicht sonderlich wohl - aber andererseits auch nicht mehr so unwohl wie die ersten Male bei den anderen Techniken. Vielleicht weil langsam ein wenig Grundbewegungswissen (also dass mein Körper gaaaaanz langsam weiß, was von ihm erwartet wird) vorhanden ist.

Stretching am Donnerstag war ein Traum – fast ausschließlich konzentriert auf die Schultern- / Nacken- / Halspartie. Ich hatte die ganze Woche über solche Verspannungen, und danach waren sie komplett weg. Müsste ich öfters daheim machen! ;)

Das Freie Training heute war mal wieder super. Zunächst wieder Flow Drills: erst langsame Wiederholung der neuen komplizierten Technik, die schon deutlich besser geklappt hat, aber immer noch z.T. Lachanfälle ausgelöst hat, weil ich ständig mit dem Rhythmus durcheinander kam. Die Wiederholung der anderen beiden Techniken danach (beide kürzer und dadurch zumindest etwas einfacher) wirkte plötzlich gleich viel leichter. ;)

Im freien Training sind wir erstmal gerollt – ich glaube, ich weiß, warum meine Knie seit kurzem so weh tun: und zwar kommen sie beim Rückwärtsrollen erstens zu weit nach innen und ich muss dadurch mein Gewicht über sie drüber wuchten (gar nicht bewusst, aber könnte Teil des Problems sein), und zweitens bin ich noch so unkontrolliert, dass ich nach der Rolle mit dem Knie zuerst auf die Matte komme, und das je nachdem mit relativ viel Schwung. Daran muss ich dringend üben.

Anschließend bekam ich Hunderte wertvolle Tipps für die neue Technik, für die ich wahnsinnig dankbar war - die Grundlagen habe ich kapiert, jetzt geht es wieder einmal darum, "Ok, aber WAS GENAU mache ich mit meiner Hand?!", wahlweise ersetzbar durch "Bein / Hüfte / Arme" usw.

Danach wiederholte ich ein wenig Schwert-Grundpositionen und den Anfang der Kata, und zum Abschluß bin ich nochmal 15 Min. gerollt. Wenn ich mir bewusst richtig Zeit nehme, um mich zu entspannen, klappt die rechte Vorwärtsrolle schon richtig hoch und richtig weich. Im normalen Training habe ich das Gefühl, dafür (für die bewusste Entspannung) kaum Zeit zu haben, weil wir da ja nicht so lange rollen, also will ich das unbedingt im freien Training vertiefen. =)

Ach so, und bei irgendeiner Rolle stieß ich mir den rechten großen Zeh so blöd an einer Mattenkante, dass die obersten 3 mm des Zehennagels praktisch durchgebrochen sind. Also sie sind noch da, aber irgendwie nur noch über das Fleisch befestigt oder so. Hat während des Trainings gar nicht weh getan, aber kaum kam ich aus dem Dojo, war da plötzlich doch ein kleines Wehwechen. Da wird der Musical-Auftritt morgen sicher ein Spaß. =)

Aber egal, erstens bin ich sowieso in solchen Sachen nicht wehleidig (außerdem spür ich kaum was, tu doch nicht so! ^^) und zweitens hat das Training wieder so viel Spaß gemacht und ich habe so viel gelernt, dass es mir wirklich egal ist. Ich freu mich schon auf nächste Woche... =)

www.entscheide-selbst.de

Organspenden?! Irgendwie kein angenehmes Thema für ein Blog. Aber so wichtig, dass ich eigentlich gar nicht anders kann, als über diese neue Seite und die Idee dahinter zu schreiben. Aber ganz von Anfang: heute früh hatte ich in meinem Postfach eine Rundmail von einem Geschäftspartner, der zufällig auch der Initiator von www.entscheide-selbst.de ist, mit der Bitte, auf dieser frisch online gegangenen Seite vorbeizuschauen und evtl. selbst teilzunehmen.

Die Seite thematisiert das Problem, dass es weltweit zu wenige Menschen gibt, die zu einer Organspende bereit sind. Obwohl eine Mehrheit Organspenden gegenüber positiv eingestellt ist, trägt kaum jemand einen Organspendeausweis bei sich. Deutschland liegt dabei wohl sogar noch unter dem europäischen Durchschnitt. Und oft ist es so, dass Angehörige eines Menschen, der bereit wäre, Organe zu spenden, nichts von seiner Entscheidung wissen und deshalb im Zweifelsfall nicht ihre Zustimmung geben. Diesen Punkt greift die neue Plattform auf: ihr oberstes Ziel ist es, die eigene persönliche Meinung - "Entscheidung" - den Verwandten und guten Freunden mitzuteilen. Als Nebeneffekt steigt natürlich dadurch die Aufmerksamkeit für das Thema an sich.

Da ich selbst einen Organspendeausweis bei mir trage, aber noch nie mit meiner Familie darüber geredet habe, kann ich das Problem sehr gut nachvollziehen. Warum habe ich mich eigentlich davor gedrückt? Hauptsächlich aus Angst, ihnen wehzutun, denke ich. Sie sollen nicht an meine - und dadurch auch an ihre - Sterblichkeit erinnert werden. Aber wenn ich mich schon entschieden habe, haben sie eigentlich ein Recht darauf, es zu wissen.

5. Juni 2008

X Japan in Paris

Vor einigen Monaten bekam ich fast einen Herzinfarkt, als sich X Japan wiedervereinigte. Ich war 2001 über den Anime "X 1999" auf sie gekommen - mit "Forever Love" fing es an, und dann konnte ich gar nicht genug bekommen. Relativ schnell bekam ich mit, dass sich X Japan bereits Jahre davor getrennt hatten. Typisch mein Glück - da finde ich eine Band, die mir richtig gut gefällt, und es gibt sie nicht mehr. ;)

Umso größer war meine Freude über die Reunion. Und dann ein paar Monate später der nächste Schock - sie kommen nach Paris! Meine erste Reaktion: "OhmeinGott ohmeinGott ich muss nach Paris!!" - Die zweite, dann schon etwas gemäßigter: "Ok, wie komme ich hin? Und mit wem, weil alleine muss ja nicht unbedingt sein...?" Netterweise ist ein guter Freund von mir ebenfalls ein großer Fan. Zunächst sah es so aus, als hätte er leider an dem Konzerttermin keine Zeit, aber nun klappt es vielleicht doch...

Jetzt müssen X Japan nur mal endlich mit Details zu solchen Kleinigkeiten wie den Kartenpreisen rausrücken und die Karten überhaupt erstmal in den Verkauf geben!! Scheinbar ist das normal für X Japan, dass man so lange warten muss, aber es strapaziert wirklich die Geduld. *grummel*

Die offizielle Homepage gibt's leider nur auf Japanisch, aber die MySpace-Seite ist ebenso aktuell und seit kurzem sogar auf Englisch. =)

4. Juni 2008

Musicalbesuch bei Wicked in Stuttgart

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Am Sonntag waren wir mit unserer Musical-Tanzgruppe in Stuttgart bei Wicked - für einige von uns das zweite Mal, für die meisten aber eine Premiere. Netterweise hatten wir größtenteils Erstbesetzungen: Sabrina Weckerlin (Elphaba), Lucy Scherer (Glinda) und Mark Seibert (Fiyero). Schön zu sehen war für mich, wie begeistert die anderen aus unserer Gruppe waren. Es ist aber auch wirklich ein gigantisches Erlebnis - erstmal der Umbau des halben Zuschauerraums, wodurch man von Anfang an schon in die Geschichte hineingezogen wird, ohne dass die Aufführung überhaupt begonnen hat. Dann die Technik, die liebevollen Details überall... man könnte sagen, dass der Drache über der Bühne, der sich nur ein Mal (oder waren es zwei Mal?) im ganzen Stück bewegt, eigentlich nicht notwendig ist, aber es ergänzt den Gesamteindruck, mit dem man am Schluß das Theater verlässt.

Wir saßen im ersten Rang, und von dort aus hatte man einen tollen Blick auf das Gesamtgeschehen auf der Bühne - die Choreografien bestehen oft aus ausladenden Gruppenbewegungen, die die ganze Bühne mit einschließen. Das sah man von oben viel besser als aus dem Parkett, war auch mal schön! Wobei ich nächstes Mal (wir fahren bestimmt noch öfter ^^) auch mal ganz nah an die Bühne heran will, also erste oder zweite Reihe. Man bekommt zwar die "groben" Gefühle der Darsteller auch mit, wenn man weiter weg sitzt, aber die Feinheiten sieht man einfach nur ganz vorne.

Die Musik hat auch dieses Mal wieder Gänsehaut bei mir hinterlassen... sie gefällt mir wirklich von Anfang bis Ende (absolut spitze: "Defying Gravity" bzw. auf Deutsch "Frei und schwerelos"), naja gut, bis auf die 2 Lieder des Zauberers. Aber 18 von 20 ist trotzdem eine sehr gute Quote. =)

Freitags- und Dienstags-Training

Kurze Zusammenfassung der letzten beiden Aikido-Trainings (Freitag und gestern, Dienstag): schön war's. =) Im freien Training am Freitag hatte ich zunächst wieder "Einzeltraining" mit Wiederholung unserer bisherigen Techniken, anschließend konnte ich noch Rollen und die Grundpositionen mit dem Schwert üben. Ein richtiges Erfolgserlebnis gab's bei der Vorwärtsrolle mit rechts vorne. Ich war mal wieder neugierig, ob es inzwischen vielleicht klappt, wenn ich etwas höher bleibe. Bisher bin ich ja bei "Rollen aus dem Stand" sehr tief in die Hocke gegangen. Vor einigen Wochen hatte ich es schonmal etwas höher probiert, das schepperte dann aber so arg, dass ich es ganz schnell wieder aufgab. ;-)

Aber am Freitag klappte es tatsächlich! Ich hatte zunächst spürbar weniger Angst ;) und es ging dann auch richtig schön rum! Eigentlich gabs dann gleich noch ein zweites Erfolgserlebnis: der erste Versuch aus der neuen Höhe ging schön rund, aber bei den nächsten Versuchen war plötzlich mein linkes Bein beim Aufstehen im Weg. Also probierte ich kurz herum - erster Versuch - nein, das war es nicht, scheppert immer noch - zweiter Versuch - yesss, funktioniert! Bemerkenswert finde ich auch, dass ich inzwischen überhaupt in der Lage bin, während der Rolle auf solche Details meiner Haltung einzugehen. Vor einigen Wochen hätte das noch nicht geklappt. =)

Im Dienstags-Training gestern feilten wir zunächst an Ki-Tests, danach ging es mit einer neuen Technik los, wo Uke mit beiden Händen einen Arm von Nage greift. Fühlt sich noch sehr ungewohnt an. Ich freu mich auf Donnerstag, wenn sich die neuen Ideen hoffentlich etwas gesetzt haben.