12. Mai 2008

Jumper

Endlich hab ich es geschafft und war im Kino in "Jumper". Den Film wollte ich unbedingt sehen, seit ich zufällig über den ersten Trailer gestolpert bin - eines meiner Lieblingsbücher verfilmt, muss ich sehen! =) Aufgrund der Trailer und einiger Interviews mit dem Autor der Romanvorlage, Steven Gould, war ich darauf vorbereitet, dass der Film einige Teile der Story komplett wegließ, aber dafür neue (die Paladins und Griffin z.B.) dazukamen. Dementsprechend wusste ich, was mich erwartet, und ich kann sagen: es hat mir gefallen! Ich bin wirklich erleichtert darüber, denn ich hasse nichts mehr, als wenn mich ein Film enttäuscht, auf den ich mich so gefreut habe. Aber nein, gottseidank ist alles gut. =)

In irgendeiner anderen Review hatte ich gelesen, dass Hayden Christensen angeblich 'hölzern' spielt - das kann ich nicht bestätigen. Ich fand seine Leistung super, ich konnte seine Gefühle, Gedanken und Taten verstehen und nachvollziehen und fand auch die Art, wie er Davy rübergebracht hat, sympathisch.
Jamie Bell gefällt mir ebenfalls sehr gut als Griffin - absolut glaubhaft, ein bisschen durchgeknallt (verständlich, wenn man seine Vorgeschichte aus Griffin's Story kennt) und trotzdem liebenswürdig.

Die größte Schwachstelle des Films ist für mich die Story. Die Filmemacher hätten besser die Story aus dem Buch komplett übernehmen sollen - wenn Davy in den Nachrichten einen Bericht über eine Flutkatastrophe sieht (bei der er mit seinen Teleport-Fähigkeiten sehr helfen könnte), das ignoriert und sich lieber einen schönen Abend mit einer Blondine macht - sorry, das ist nicht "mein" Davy aus dem Buch. Und im Gegensatz zum Buch hat dieser Film-Davy kein Ziel, sondern lebt einfach vor sich hin, nachdem er sich mit Bankraubs das nötige Kleingeld besorgt hat. Klar, nachvollziehbar ist das schon, aber definitiv nicht so brauchbar für einen Helden. Und dann wundert er sich, wenn er verfolgt wird.

Anyway, davon abgesehen ist der Film gut. Nette Effekte, gute Schauspieler, super Idee zum Schlußkampf (hätte fast von Steven Gould sein können *ächem*).
Das Ende ist ok - offen genug, um eine Fortsetzung zu drehen (hoffentlich mit einem Davy, der sein Gewissen wiedergefunden hat), aber ansonsten gut aufgelöst. Das einzige offene Fragezeichen war für mich nur - holt jemand Griffin wieder von dem Strommast runter? Oder bleibt er da oben, bis er verhungert? Oder stirbt er irgendwann durch nen Stromschlag? Hey, Moment, waren die Kabel nicht eigentlich schon geerdet, oder...? Naja, ich versteh wahrscheinlich einfach nichts von Physik. ;-)

Fazit: Wenn man schnelle, effektreiche Actionfilme mag, bei denen nicht unbedingt alles logisch erklärt sein muss, ist der Film absolut empfehlenswert. Alle anderen sollten Jumper lieber mit Vorsicht genießen.
Aber egal in welche Gruppe ihr gehört, das Buch "Jumper" ist in jedem Fall lesenswert! =)

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