26. November 2008

Langsame Fortschritte

Gestern war das erste Mal seit langem, dass ich im Aikido-Training wieder ein Aha!-Erlebnis hatte. Ich versuche seit Wochen schon, meine Vorwärtsrollen auf der rechten Seite leiser hinzubekommen. Es gibt da eine Stelle, wo ich scheinbar nicht am Beckenknochen vorbei, sondern genau drüber rolle, was dann ein "Rumpeln" verursacht, sowohl körperlich als auch akustisch. Immerhin weiß ich also, woran es liegt, nur ich tue mich sehr schwer, es zu ändern.
Aber gestern hat, einfach so, eine Vorwärtsrolle mit rechts plötzlich nur "geflüstert", also muss ich irgendetwas richtig gemacht haben. Fragt sich nur, was es war... =)

Und noch einen Fortschritt konnte ich gestern deutlich spüren: Seit wir die Katate kosa tori kokyunage irimi-Technik (Handgelenk wird über Kreuz festgehalten) vor etlichen Monaten in Anfänger-Zeitlupe betrachtet hatten, wiederholten wir sie zwar öfters, aber natürlich nicht mehr so ausführlich. Gestern jedoch wiederholten wir alle einzelnen Schritte in Zeitlupe. Und im Vergleich zum Anfang merke ich, dass sich bei mir etwas verändert hat. Mein Arm ist stabiler, und die Technik fühlt sich ... runder an, nicht mehr so gezwungen.

Bitte nicht missverstehen - mir macht das Training grundsätzlich immer Spaß, aber so etwas ist einfach schön, wie eine kleine Belohnung... ;)

24. November 2008

Acheron

Und hier ein kleiner Teaser des Herren, mit dem ich den kompletten Sonntag verbracht habe: ;-)

Acheron
Das komplette Bild und zwei Ausschnitte in Originalgröße findet ihr bei ayslyn.deviantart.com/gallery. =)

22. November 2008

Today's the day I'm not in Paris

Heute wäre es soweit gewesen: am 22. November wollten X Japan ein Konzert in Paris geben. Vor nicht einmal 2 Wochen wurde es dann doch wieder abgesagt bzw. auf ungewisse Zeit (vermutlich 2009) verschoben.
Das Wetter passt also heute zu meiner Stimmung: grau, kalt, genervt. ;)

Nachdem das freie Aikido-Training gestern äußerst anstrengend (zu dritt 90 Minuten lang nur rollen, rennen, werfen) und ich danach komplett am Ende war, habe ich beschlossen, dass der Tag heute nur aus Rumsitzen bestehen darf. Ich wollte sowieso noch einige Grafik-Arbeiten beenden, das trifft sich also eigentlich ganz gut.

Die erste vollbrachte Leistung bestand allerdings daraus, mir endlich mal ein DeviantArt-Profil anzulegen. =) Dafür kann ich ja nun gleich ein bisschen Werbung machen: ayslyn.deviantart.com =)

14. November 2008

Freitags-Rollen und Donnerstags-Training

Am vergangenen Freitag waren wir im freien Training nur zwei Schülerinnen. Wir nutzten die Zeit, um ausgiebig zu rollen und Techniken und Schwert-Kata zu wiederholen. In letzter Zeit hatten wir im normalen Training relativ wenig Zeit, um Rollen zu üben, und ich hatte das Gefühl, dass es bei mir wieder eckiger wurde. Deshalb war ich ziemlich erleichtert, festzustellen, dass die frühere, bessere Form nach nur wenigen Minuten wieder zurückkam.

Meinem rechten Arm vertraue ich inzwischen beim Rollen als Stütze absolut, aber bei meinem linken Arm bin ich da leider noch nicht so sicher. Das hat in letzter Zeit dazu geführt, dass meine rechte Hand sich angewöhnt hat, zusätzlich zu stützen - was nicht Sinn und Zweck des Ganzen ist. Am Freitag habe ich nun endlich einen Trick gefunden, meinen linken Arm zu stärken: vor der Rolle streiche ich kurz an der Außenseite des linken Arms entlang - um die Linie in meiner Vorstellung zu stärken. =) Hat zwar keine Wunder bewirkt, aber immerhin eine spürbare Verbesserung. =)

Das gestrige Training war körperlich ziemlich anstrengend - wir betrachteten zwei Techniken in der schnellsten Variante, so dass ein Großteil der Zeit mit fallen - aufstehen - angreifen - wieder fallen verging. Ich nehme an, im fortgeschrittenen Zustand wird das Training öfter so aussehen... ;)

3. November 2008

Zweites Schwerttraining

Am Sonntag fand unser zweites Schwerttraining statt. Natürlich hatten wir auch in der Zwischenzeit hier und da einige Minuten im "normalen" Training für Übungen mit dem Schwert hergenommen, aber drei Stunden am Stück ist nun mal doch etwas anderes! ;)

Wir begannen mit einigen Übungen, um uns wieder an das Schwert zu gewöhnen, und wiederholten dann gründlich Schritt eins bis vier der 13er-Schwert-Kata (Übersetzung: ein festgelegter Ablauf von 13 Bewegungen ^^). Dann gingen wir zu den uns noch fehlenden neun Schritten über. Im Moment kann ich mir überhaupt noch nicht vorstellen, wie die vier Shomenuchis (senkrechter Schnitt, 'Schädelspalter' ^^) in der richtigen Geschwindigkeit machbar sein sollen. Jedes Mal, wenn wir die Bewegungen ein wenig schneller ausführen sollten, endeten sie bei mir in wildem Herumfuchteln. Naja, ich vermute, ich kenne die Lösung: üben, üben, üben... =)
Dafür freue ich mich, dass ich mit der Drehung am Schluß so gut wie keine Probleme hatte. Ich vermute, das kommt vom Tanz-Training... jippie, ich wusste doch, dass es mir irgendwann bei etwas Sinnvollem (wie z.B. gleichzeitig mehrere Gegner zu enthaupten *g*) nützen würde! =)

Noch eine kleine Auswertung der Nachwirkungen: im Vergleich zum letzten Schwerttraining habe ich deutlich weniger Muskelkater. Während sich letztes Mal mein rechter Oberarm anfühlte, als hätte er einen Tennisball verschluckt, verteilen sich diesmal die jammernden Muskeln hauptsächlich in den Handflächen und Unterarmen. Wer weiß, eventuell ein Zeichen von Fortschritt...? ;)

31. Oktober 2008

Ein Muster entwickelt sich

Read this post in English

Ich glaube, langsam kristallisieren sich unter vielen Kleinigkeiten meine Hauptprobleme heraus... =)

Gestern betrachteten wir zum ersten Mal die Katate tori irimi ikkyo-Technik (1 Hand greift den gleichseitigen Arm, Hebel) aus der Bewegung heraus. Solange wir nur den ersten Rückwärts-Schritt mit richtigem Timing übten, fühlte ich mich richtig kompetent. ;) Als wir das aber auf die tatsächliche Technik übertrugen, versuchte ich wieder, an alles gleichzeitig zu denken, was dazu führte, dass ich zwischen den einzelnen Bewegungen der Technik fast unmerklich stoppte, bis mein Kopf für den nächsten Teil bereit war. Erst nachdem ich darauf hingewiesen wurde und bewusst darauf achtete, nicht zu denken, sondern einfach im Fluss der Bewegung meinen Körper das machen zu lassen, was er tun wollte, klappte es besser.

Das ist also Hauptproblem Nummer eins, und Nummer zwei ist, meinen Raum beizubehalten - woran ich inzwischen regelmäßig verzweifle, weil ich einfach den Unterschied noch nicht spüre. Im Gegensatz dazu merke ich wenigstens, dass sich die Bewegung positiv verändert, wenn ich meinen Kopf "abschalte".

28. Oktober 2008

Hellboy 2

Heute ist so ein Tag, an dem ich einfach im Bett bleiben möchte... Gestern abend war ich mit einem Kollegen in Hellboy 2. Ein toller Film - so viele schöne Bilder und überwältigende Eindrücke, dass man teilweise den Film kurz anhalten möchte, um sich eine Szene genauer anzusehen. Und dann ist da natürlich noch Prinz Nuada - faszinierender Charakter, toll gespielt, und dann kann er auch noch kämpfen UND sieht gut aus. =)
Jedenfalls kam ich aus dem Kino erst sehr spät nach Hause und bin heute ein klein wenig müde. =)

Naja, was soll's, genug gejammert. =) Ich freu mich schon aufs Aikido-Training heut abend, und auch sehr auf unser Musical-Training, denn heute vergeben wir die erste Hauptrolle für unser nächstes Projekt. Bin schon sehr gespannt auf die "Audition" der Kandidatinnen... =)

Apropos Musical-Training: uns ist letztens etwas gelungen, das mich ziemlich beeindruckt hat. Von einem Lied haben wir die Musik noch nicht vollständig, aber ich wollte die Choreografie dafür trotzdem fertigmachen. Also tanzten wir in absoluter Stille, ohne Musik, ohne Reden, jeder hochkonzentriert auf die anderen Tänzer, um die Geschwindigkeit richtig hinzubekommen - und die Bewegungen waren tatsächlich synchron!
Das Gesamtbild von Stille plus Tanz wirkte so toll, dass ich überlege, ob wir diese Stelle nicht einfach ganz ohne Musik lassen sollten... =)

23. Oktober 2008

Dienstagstraining

Read this post in English

Nachdem wir letztens erst drei Interessentinnen zum Schnuppertraining hatten (von denen immerhin eine mit Begeisterung dabeiblieb), waren am Dienstag wieder zwei Neulinge im Training (eine zum ersten Mal, eine hatte wohl während meines Urlaubs schon einmal teilgenommen). Wirklich schön! =) Allerdings auch deutlich weniger Platz zum Rollen... ;-)

Wir betrachteten zunächst die ersten vier Übungen der Ki-Gymnastik ausführlich, inklusive Ki-Tests, und anschließend die Katate tori kokyu nage-Technik (d.h. Uke, der Angreifer, greift mit einer Hand den gleichseitigen Arm von Nage, dem Verteidiger).

Ansonsten muss ich wohl kurz vor einem deutlichen Fortschritt stehen... denn man hört bzw. liest ja immer, dass man vor einem solchigen erstmal das Gefühl hat, als würde überhaupt nichts mehr funktionieren. Ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber ich hadere derzeit schon ein wenig mit mir und meinem (nicht vorhandenen) Verständnis und Vorwärtskommen... ;-) Na, mal abwarten, Tee trinken und weitertrainieren. =)

Freies Training

Read this post in English

Am 17. Oktober, letzten Freitag, gerade nachmittags erst aus Sizilien zurückgekommen, konnte ich es ohne Aikido nicht mehr aushalten. Nach einem kurzen Zwischenstop zuhause ging es also gleich weiter zum Training. Es lohnte sich, denn wieder einmal war ich als einziger Schüler da (Freitagabend ist einfach für die meisten eine schwierige Zeit), und auch wenn ich natürlich gerne auch mit den anderen trainiere und wiederhole, ist so ein Einzeltraining einfach doch eine größere Herausforderung. =)

Im Freien Training wiederholten wir unsere bisher behandelten Techniken, mit besonderem Fokus auf Yokomenuchi shihonage (schräger Handkantenschlag mit Hebel), Monotsuki koteoroshi (Faustschlag zum Bauch mit Hebel) und Shomenuchi kokyunage (senkrechter Handkantenschlag mit Hebel).
Außerdem noch Katate tori kokyunage (1 Hand hält Arm derselben Seite), Katate kosa tori kokyunage (1 Hand hält Arm "über Kreuz") und Katate tori irimi ikkyo (1 Hand hält Arm derselben Seite, Hebel - ich hoffe, diese letzte Bezeichnung stimmt?). Schön war, als ich mit Katate tori angegriffen wurde, einige Male die kokyunage-Technik machte und unsere Lehrerin irgendwann meinte, sie würde jetzt gern noch eine andere Technik aus dem Angriff sehen. Ich musste zwar ein wenig nachdenken, aber immerhin nicht wirklich lange, bevor mir die irimi ikkyo-Technik einfiel. =)

19. Oktober 2008

Fotos vom Ätna / Sizilien

Nachdem hier nur max. 5 Fotos in einen Post passen, hier noch zwei Fotos vom Ätna...


Giardini Naxos / Sizilien

Read this post in English

Eine Woche Sizilien... das erste Mal seit 1998, dass ich in Italien war, damals bei einem Schüleraustausch in Pozzuoli/Neapel. Von unserem Hotel in Giardini Naxos aus hatten wir einen tollen Blick auf den Ätna (nachts konnten wir sogar seine Lava sehen) und Taormina. Vom Wetter her hatten wir großes Glück, sieben Tage lang Sonne pur. Wir verbrachten die meiste Zeit auf Ausflügen zu historischen Sehenswürdigkeiten oder in Taormina und Castelmola, nur einen Tag gönnten wir uns den Luxus, am Strand zu faulenzen. ;)


Taormina ist wirklich ein süßes kleines Städtchen, auch wenn die Serpentinen-Straße dorthin nichts für schwache Nerven ist. Neben dem beeindruckenden griechischen Theater und einem etwas versteckten römischen Theater sind auch die malerischen Gässchen einen Einsatz der Fotokamera wert. ;) Oberhalb Taorminas und noch unzugänglicher liegt Castelmola wie ein Schwalbennest auf einer Hügelkuppe. Es gibt zwar eine Busverbindung, aber wir entschlossen uns, zugunsten des wanderfreudigen Teils der Familie, zu laufen. Der Treppenweg ist definitiv anstrengend, aber machbar, und bietet außerdem einige sehr schöne Aussichten auf den Ätna und die Täler der Umgebung.


Während eines Ganztagesausflugs bestaunten wir die Tempel von Agrigent, die sehr malerisch auf einem Hügel aneinandergereiht sind (überhaupt hatten die Griechen einfach einen Hang für dramatische Bauplätze), sowie die Villa Romana del Casale mit ihren gut erhaltenen Bodenmosaiken - über die stellenweise sogar die Besucherwege führen! Der Gedanke, über ein fast 2.000 Jahre altes Kunstwerk zu laufen, verursacht bei mir Gänsehaut...


Da wir den Ätna sozusagen direkt vor der Nase hatten, ließen wir diese Besichtigungstour aus und fuhren stattdessen mit dem Schiff zum Stromboli, um dem aktiven Vulkan beim Feuerspucken zuzusehen. Beeindruckend und nicht ganz ohne Gruseln, wenn man sich vorstellt, dass dieser Vulkan vielleicht irgendwann einmal nicht mehr zahm sein will...


Zuguterletzt holten wir uns für einen Tag einen Mietwagen und fuhren damit nach Syrakus, um den Parco Archeologico zu besichtigen. Vorab wussten wir gar nicht, dass es hier außer dem Griechischen Theater und dem römischen Amphitheater noch mehr zu sehen gab... umso größer unsere Freude, als wir feststellten, dass zu dem Park auch ein riesiger Opferaltar, Gräbergrotten, ein Steinbruch und das "Ohr des Dionysios" gehören!


Alles in allem hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe gewünscht, bin aber trotzdem natürlich sehr froh, dass wir so vieles besichtigen konnten. Eine Woche ist jedenfalls definitiv zu kurz für Sizilien, wenn man nicht nur einen Strandurlaub sucht... ;)

9. Oktober 2008

Kurzzusammenfassung

Read this post in English

Wie würde C3PO sagen: "Ach du meine Güte!" - Da habe ich doch tatsächlich schon ganz schön lange nichts mehr geschrieben.

Gut, es gab auch nicht wirklich besondere Ereignisse zu berichten.
Mittwoch vor einer Woche war ich (erst zum 2. Mal) beim Misogi, das schon deutlich besser wirkte als noch beim ersten Mal, wo ich einfach noch sehr unsicher war. Eine der Interessentinnen vom Dienstag war tatsächlich bereits im Donnerstags-Training wieder dabei, toll! =) Am Freitag dann trafen wir uns trotz Feiertag zu dritt zum Freien Training und wiederholten und übten 2 Stunden lang.

Diesen Dienstag nahmen wir uns zum ersten Mal richtig Zeit, um die Hitori wazas durchzugehen. Da wir bei den meisten Bewegungen auch gleich die dazugehörige Technik in Ansätzen betrachteten, gab es sehr viel Neues auszuprobieren. Heute abend wird dann wieder eine Stunde Stretching dem Training vorausgehen.

Die nächsten 3 Trainings (auf ein tatsächliches Datum übersetzt: bis 17. Oktober) werde ich im Urlaub sein, auf Sizilien... ein letztes Mal ordentlich Sonne tanken, um die nächsten Monate zu überstehen! =)

1. Oktober 2008

Gleich drei Neue...

Read this post in English

Gestern waren gleich drei Interessentinnen zum Schnuppertraining gekommen. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie schnell man sich an eine Umgebung gewöhnt und wie leicht man dann aus dem Konzept gebracht wird, wenn sie sich nur geringfügig ändert, wie z.B. indem jemand neues im Training dabei ist.

Aber abgesehen von einem leichten Anflug von Unsicherheit war es sehr schön, eine Technik (Katate tori ikkyo - Angreifer hält den Arm derselben Seite fest, Hebel) mit jemandem zu trainieren, die noch nicht wusste, was sie zu erwarten hat. Man bekommt tatsächlich eine viel deutlichere, direktere Rückmeldung.

Sonst ist nicht viel Aufregendes passiert... außer, dass eine Mitschülerin einen Durchbruch beim Rollen hatte und die erste runde Rolle aus dem Stand geschafft hat. Ihre Freude war einfach schön mitanzusehen... =)

29. September 2008

Flow Drills und noch ein Einzeltraining

Read this post in English

Am Freitag Abend war ich nach 30 Min. Flow Drills (Nahdistanz-Übungen), die uns wieder einmal unglaublich viel Konzentration abverlangten, dankbar für einigen Minuten "unkomplizierten" Rollens. Nachdem mir Rollen aus dem Stand zumindest keine Angst mehr machen - obwohl sie noch lange nicht rund und schön sind - nahmen wir eine Partnerübung, die wir bisher nur im Knieen gemacht hatten, und probierten sie aus dem Stand. Es rumpelte noch ein wenig durch den ungewohnten Ablauf, aber ansonsten klappte es ohne Probleme.

Anschließend durfte ich mir eine Technik aussuchen, die ich wiederholen wollte, und bekam auf diese Weise dutzende Verbesserungen für Katate tori tenkan kokyunage (ein Arm greift den Arm des Verteidigers auf der gleichen Seite), Monotsuki koteoroshi (Faustschlag zum Bauch mit Hebel) und Yokomenuchi shihonage (schräger Handkandenschlag mit Hebel).
Abwechselnd dazu gingen wir drei Suzuki waza durch, bei denen ich jeweils angreifen durfte - im Gegensatz zu dem Versuch vor einigen Monaten diesmal inklusive Vorwärtsrollen! =) Einmal sogar inklusive "Fliegen"... ich weiß leider nicht ansatzweise, wie die Technik heißt - Uke rennt auf Nage zu, der kniet sich plötzlich ab und dadurch springt/fliegt/rollt Nage über ihn drüber. Dabei muss ich mich wohl einmal leicht verrechnet haben - jedenfalls ging ich mit viel zu viel Schwung in die Rolle und kam leicht desorientiert und stolpernd wieder aus ihr heraus. Schlecht, dass ich nicht wirklich die Kontrolle hatte - aber super, dass ich mir nichts getan habe und im Gegenteil sogar noch Spaß dabei hatte. ;-)

26. September 2008

Donnerstag-Einzeltraining

Read this post in English

Scheinbar waren alle anderen von der Prüfung noch so erledigt, dass ich gestern im Donnerstagstraining zum ersten Mal überhaupt als Einzige da war. ;) Wir begannen mit einer Stunde Kenkodo-Atem-/Dehnübungen, das komplette (und langsam auch komplizierte ^^) Programm.

Aikido begann ganz in gewohnter Form mit Ki-Atmung und -Gymnastik, aber trotzdem waren es neue Erfahrungen, denn wir waren nur zu zweit, und außerdem zählten wir zum ersten Mal komplett auf Japanisch. =) Wir rollten nur relativ kurz und machten dann mit einer Runde Shikko (Knie-laufen) weiter, vorwärts, rückwärts und mit Drehung.

Dann bekam ich meine Urkunde für die bestandene Shokyu-Prüfung überreicht (sieht richtig beeindruckend aus ^^) und erhielt noch einige Verbesserungshinweis für mein Verbeugen und die Ki-Atmung im Sitzen. Insgesamt saßen wir bestimmt 30 Minuten im Seiza (Knie-Sitz), so dass ich heute ziemlichen Muskelkater habe... =)

Für das restliche Training durfte ich mir etwas wünschen, und neugierig wie ich bin, fragte ich nach unserer neuen Technik, die wir erst einmal geübt hatten. ;-) Ich weiß leider noch nicht, wie sie heißt, jedenfalls greift Uke (Angreifer) mit einer Hand den Kragen von Nage (Verteidiger) und sie endet mit einer Irimi-Ikkyo-Bewegung. Muss ich heute abend mal nach dem Namen fragen... =) Dank jeder Menge nützlicher Bilder hat sie sich aber definitiv verbessert, genug jedenfalls, dass ich mit ein wenig mehr Selbstvertrauen herangehen kann. =)

25. September 2008

Wien-Wochenende, Teil 2: Samstag / Sonntag

Bevor ich mich endgültig nicht mehr an die Details erinnere, hier noch der 2. Teil meines Wien-Reiseberichts.

Am Samstag standen wir pünktlich um 10 Uhr auf, denn wir hatten wieder ein volles Programm. Zunächst holten wir Brötchen für ein richtig leckeres Frühstück (wobei wir das 2. Mal Happy Birthday sangen), um dann gegen 12 Uhr aufzubrechen. Vorher gingen wir allerdings noch den armen Mitbewohnern auf die Nerven, indem einer von uns alle paar Minuten ein Erdmännchen-Stofftier mit Lederhosen und Tirolerhut losjodeln ließ - was so einen Ohrwurm verursachte, dass wir den ganzen Tag über die ersten Takte vor uns hinsangen ("Jodelodihü, jodelodihü, joddeljoddeljoddel jodelodihü...") und uns jedesmal schief lachten.


Wir starteten unsere Tagestour in der Mariahilfer Straße, die mich von ihrer Geschäftigkeit, den großen Läden und der vielbefahrenen Straße her sehr an New York erinnerte (nur dass es insgesamt heller war, weil es keine Wolkenkratzer gab, die das Licht wegnahmen). Nach einem kurzen Abstecher in einen abgefahrenen Laden namens Rattlesnake (in dem jeder Goth und "We will rock you"-Bohemian sehr glücklich werden würde) ging es vorbei an einer öffentlichen Modenschau mit Seil-Artist zur Dachterrasse eines großen Einkaufszentrums mit tollem Blick über Wien. Wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, uns bei einer Promotionaktion einige Heliumluftballons mitzunehmen und mit Quietschestimmen wieder einmal (auch sehr zur Belustigung der Passanten) Happy Birthday zu singen.


Im Museumsquartier besetzten wir schließlich eines der violetten Sitzmöbel zwischen den beiden Museen für moderne Kunst und ließen uns ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen. Nachdem wir uns überzeugt hatten, dass die Sitzkunst leicht genug war, um angehoben zu werden, ging es weiter, zwischen dem naturhistorischen und dem kunsthistorischen Museum hindurch an der Maria-Theresien-Statue vorbei zur Neuen Hofburg und Heldenplatz, beides sehr imposant und beeindruckend.


Anschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zum Karlsplatz und der Karlskirche, die mich auf den ersten Blick dank der beiden Türme eher an eine Moschee denken ließ. Zu den Klängen eines Gitarrenspielers, der gerade "Imagine" spielte, setzen wir uns erst einmal an den Rand des Brunnens und genossen den Anblick. Kurze Zeit später wurde die Gitarrenmusik von einem Akkordeon-Spieler auf der anderen Seite des Platzes übertönt - da er Musik mit Walzertakt spielte, namen vier von uns die Gelegenheit wahr und tanzten mitten auf dem Karlsplatz ein wenig Wiener Walzer. Schön zu sehen, wie sich der alte Mann am Akkordeon darüber freute... =)


Nun schlenderten wir weiter zum Schwarzenbergplatz mit seinem "Hochstrahlbrunnen" und dem Denkmal für die Rote Armee und von dort zum Unteren Belvedere. Die Aussicht auf das Obere Belvedere, die sich auftat, als wir um eine Hecke in den Schloßgärten bogen, war wirklich atemberaubend. Wir bewunderten die kunstvoll angelegten Gärten mit ihren winzigen Pflanzen und roten Glitzersteinchen zwischendrin und verließen die Schloßanlage dann wieder in Richtung Botanischer Garten.


Falls es der eine oder andere vielleicht noch nicht mitbekommen hat, ich bin ja ein absoluter Japan-Fan und hatte mir schon oft gewünscht, einmal einen Bambuswald zu sehen. Und meine supertollen besten Freunde überhaupt ;) hatten sich daran erinnert und führten mich nun mit verbundenen Augen mitten in das Bambuswäldchen des Wiener Botanischen Gartens... Ich war vollkommen hin und weg. =)


In einem nahegelegenen Einkaufszentrum, dessen Name mir leider entfallen ist, aßen wir Burritos und Quesadillas und machten uns dann auf den Weg zu einer Impro-Theater-Veranstaltung des "Theater im Werkraum". Obwohl die Temperatur im Laufe des Abends auf geschätzte 40° C anstieg und die Luft am Ende zu dick schien, als dass man sie atmen konnte, gefiel es mir unerwarteterweise sehr gut. "Unerwarteterweise" deshalb, weil ich noch nie ein Improvisationstheater erlebt hatte und mir nicht sicher war, ob es mir gefallen würde. Nach der Veranstaltung zogen wir schon ziemlich geschafft weiter zum Welt-Café, wo ich einen leckeren Mango-Daiquiri und sogar ein kleines Bier trank (wer mich kennt, weiß, wie ungewöhnlich das ist ^^) und mich aufklären ließ, dass es hier kein Cola gebe, sondern stattdessen Guaranito. Aha... ;-)

Schon im Halbschlaf fuhren wir zurück zur Wohnung und fielen irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr ins Bett beziehungsweise aufs Schlafsofa.

Auch am Sonntag sprangen wir Punkt 10 Uhr (na gut, vielleicht auch 10:20 Uhr ^^) ausgeschlafen (haha) aus den Federn. Noch einmal gab es ein leckeres Frühstück samt Sonntagseiern und Geburtstagskuchen-Resten, wonach wir unsere Sachen zusammensuchten und schon einmal ins Auto luden. Vollgepackt fuhren wir zum Schloss Schönbrunn, unserem letzten Programmpunkt vor der Rückfahrt.

Die Vorderansicht von der Straße aus fand ich hier bei weitem nicht so überwältigend wie die Rückseite und die Parkanlagen hinter dem Schloss. Wir hatten leider wenig Zeit zur Verfügung, weswegen wir nach einem kurzen Rundgang vorbei am Neptunbrunnen und Taubenhaus bereits wieder Richtung Ausgang zogen. Als letztes Highlight begegneten wir in einer Seiten-Allee noch einem halb-zahmen Eichhörnchen, das sich drei Mal heranlocken ließ und neugierig unsere Hände nach Futter absuchte.

Nach einigen herzzereißenden Verabschiedungsszenen auf dem Parkplatz vor dem Schloss machten wir uns letztendlich auf die Heimreise, in meinem Fall sehr kaputt und erschöpft, aber auch vollgepackt bis oben hin mit überwältigenden Eindrücken aus Wien.

24. September 2008

Nach der ersten Prüfung

Read this post in English

Meine allererste Prüfung im Aikido... geschafft! =)

Die Ki-Tests, vor denen ich mich vor einigen Wochen noch so gefürchtet hatte, waren dank häufigem Üben gar kein Problem mehr. Obwohl die Prüfung selbst schnell vorbei ging und fast schon wieder zu ende war, bevor ich überhaupt realisierte, dass sie begonnen hatte, konnte ich das Gefühl genießen, stabil zu stehen. Gerade beim Ki-Atmen am Schluß fühlte ich mich sogar richtig entspannt. =)
Und das, obwohl ich einen der unangenehmsten Arbeitstage der letzten Monate hinter mir hatte... Naja, immerhin konnte ich mir vor der Prüfung sagen: wenn ich mich heute genug entspannen kann, um die Tests zu (be-)stehen, dann kann ich es immer! =)

Auch die anderen 3 Prüflinge bestanden ohne Probleme. Danach durften wir kurz erzählen, was uns Aikido bisher gebracht und was sich vielleicht verändert hat... Da ich die Berichte für zu persönlich halte, um sie wiederzugeben, hier nur eine kurze Zusammenfassung meiner Sichtweise:
Zunächst mal sind meine Rückenschmerzen von täglich mindestens 8 Stunden Computerarbeit verschwunden. Ich kann rollen, sowohl vorwärts als auch rückwärts, ohne mir dabei weh zu tun, obwohl ich anfangs dachte, ich bekomme es nie auf die Reihe. ;) Ich habe einige richtig nette Menschen kennengelernt und mit ihnen zusammen sehr viel gelacht und Spaß gehabt. Ich spüre meinen Körper, ansatzweise zumindest, wenn er mir sagt, dass ich gerade falsch sitze und sich meine Schultern verspannen, und kann in Streßsituationen bewusst ein wenig ruhiger und entspannter bleiben. Und ich merke, dass ich mich ganz allgemein anders bewege.

Anschließend saßen wir noch einige Stunden zusammen und vernichteten Pizzabrötchen, Kuchen, Mousse au Chocolat und andere Leckereien. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das dabei zum Vorschein kam, war einfach richtig schön.

Und ansonsten, auch wenn das vielleicht ein wenig seltsam klingt, fühle ich mich durch die bestandene Prüfung anders - so als wäre damit bewiesen, dass ich auf einem Weg bin, der für mich der richtige ist.

22. September 2008

Schwertwiederholung und Prüfungsvorbereitung

Read this post in English

Im Dienstagstraining vergangener Woche gingen wir zunächst noch einmal unsere Ki-Tests samt der notwendigen Etikette für die Prüfung durch. Anschließend kam zu meiner Überraschung mal wieder das Schwert dran: wir wiederholten einige Übungen zum richtigen Abstand und Präsenz und schlugen einige Dutzend Shomenuchis. Im Vergleich zum Anfang muss sich meine Haltung verbessert haben, ich hatte keinen Muskelkater in den Armen... =)

Donnerstag begann mit einer Stunde Kenkodo–Atemübungen. Im Aikidotraining ging es gleich nach den Übungen zum Rollen wieder weiter mit Schwertübungen.

Dementsprechend war ich sehr froh, am Freitag im freien Training mal wieder alle Techniken wiederholen zu können. Dabei stellte ich fest, dass ich alle Details der Irimi Ikkyo-Technik wieder vergessen habe. Die Grobmotorik ist geblieben, aber all die Details, die sich angesammelt hatten, sind größtenteils wieder weg. *seufz* Muss mehr wiederholen, notfalls oder gerade auch für mich selbst, damit ich mich daran erinnere.

Ansonsten ist morgen Abend Prüfung...

16. September 2008

Wien-Wochenende, Teil 1: Freitag

Read this post in English

Ein Freund von uns studiert in Wien und hatte am vergangenen Wochenende Geburtstag, was wir ausnutzten, um bei ihm einzufallen und 3 Tage in Wien zu verbringen. "Uns" ist in diesem Fall übrigens kein Pluralis majestatis, sondern beinhaltet insgesamt drei Freunde und zwei Geschwister. =)


Pünktlich um dreiviertel Neun (= 8:45 Uhr) wurde ich am Freitag abgeholt, nachdem ich bereits mehrere Stunden mit Packen, Geld holen, Auto von den Anwohnerparkplätzen des nächsten Blocks entfernen usw. verbracht hatte. Dank zweier Navis (man kann nie vorbereitet genug sein... ^^) kamen wir 5 Stunden später ohne Umwege im 16. Bezirk Wiens an. Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen, kurz die Wohnung besichtigt, die Mitbewohner begrüßt und mutigerweise den Stromstoß-Herd angefasst hatten, ging es auch schon wieder weiter, denn die Uni schloß bereits kurze Zeit später die Tore, und vorher wollten wir uns dort noch ein wenig umsehen.


Mit der Straßenbahn ging es also zum zentralen Gebäude der Uni. Worte, die mir angesichts der Empfangshalle durch den Kopf gingen: bombastisch, ehrfurchteinflössend, gänsehautverdächtig (gilt übrigens für fast alle Sehenswürdigkeiten in Wien). In den Säulengängen rund um den Garten im Innenhof bestaunten wir die vielen Büsten, Wandreliefs und Stuckdecken ebenso wie die Studenten, die mit ihren Laptops in Liegestühlen die Sonne genossen. Nach einem kurzen Abstecher in die Zentralbibliothek schossen wir ein erstes Gruppenfoto im beeindruckenden Treppenaufgang, warfen kurz einen Blick in einen Hörsaal, wo gerade ein Astronomie-Vortrag vorbereitet wurde (Präsentationstitel auf der Leinwand: "7 Themen der SF"), und in die zentrale Anmeldestelle, in der die hochmodernen Computerterminals einen krassen Gegensatz zu den historischen Säulengängen, die wir vorher gesehen hatten, bildeten.


Anschließend ging es mit einem kurzen Abstecher zum Wiener Rathaus weiter. Auf dem Rathausvorplatz waren eine riesige Kinoleinwand mit Bestuhlung und Tribünen für das Filmfestival aufgebaut, fast genauso beeindruckend wie die neugotische Fassade des Rathauses dahinter. Passend zum Filmfestival gab es ein reichhaltiges Essensangebot von Japanisch über Indisch bis zu Käsekrainer und Palatschinken. *mjam* Zwischen der Kulisse des Hofburgtheaters und des Rathauses Palatschinken essen und Waldbeerbowle trinken... hat was! =)


Nach einem kleinen Schwenk vorbei am Ronacher Theater (später mehr dazu) spazierten wir zum Stephansplatz, warfen einen kurzen Blick auf den Stephansdom, den "Nobel-H&M", die Peterskirche und einige Brunnen, bis wir schließlich bei "Julius Meinl" ankamen - dem größten Feinkostladen, den ich je gesehen habe. Das Angebot reichte von Schweizer, belgischer, österreicher, deutscher usw. Schokolade in allen Formen, Farben und Geschmäckern über ein ganzes Regal mit Olivenöl bis hin zu Weinen für über 1.000 €, wobei mich natürlich die Schokolade am meisten interessierte. ;-) Das Pizzaessen danach war ein ziemlicher Kontrast, aber selbstverständlich trotzdem lecker.


Als nächstes ging es weiter zum größten Programmpunkt des ersten Tages: zum Ronacher Theater, wo wir uns für 5 € Stehkarten für The Producers gekauft hatten. Für 5 € in ein Musical - daran könnten sich die deutschen Veranstalter ruhig mal ein Beispiel nehmen! The Producers... tja... dafür müsste ich wohl eigentlich einen eigenen Eintrag schreiben. Ich hatte es schonmal in London gesehen und damals vermutet, dass es aufgrund der Thematik nie in einem deutschsprachigen Land laufen würde. Ein ziemliches Wagnis ist es wohl allemal... aber interessanterweise lachte das Publikum in Wien genauso sehr wie das in London. =) Die Aufführung war super - absolut vergleichbar mit London, nur eben in deutscher Sprache. Die tanzenden Omas ("Fass-mich-Grabsch-mich"), Uuulla ("Um 11!!!"), das Schmusetuch ("Ich bin verletzt... ich bin nass! ... und ich bin immer noch hysterisch!!!"), der zeitlupenhafte Bühnenabgang des Regisseurassistenten, die Audition ("Pirouette, Pirouette, Stechschritt, Stechschritt!"), die göttliche Kurzzusammenfassung im 2. Akt ("Jetzt ist Pause.")... Einfach genial!!

Danach machten wir uns auf den Weg ins Alcazar (dessen Name "Burg" bedeutet und nicht etwa eine gewisse Gefängnisinsel, wie wir jetzt alle wissen ^^), wo wir nach einem ausführlichen Studium der schier endlosen Karte mit leckeren Cocktails (Strawberry Colada - mjam...) punkt Mitternacht auf unser Geburtstagskind anstoßen konnten und das erste Ständchen des Wochenendes sangen. Irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr beschlossen wir, den Tag so langsam zu beenden, und es ging vorbei an der Votivkirche (ich glaube, ich mag neugotische Gebäude ^^) und einem Denkmal für die EU in Form einer Tafelrunde zur Haltestelle des Nachtbusses. Da es nachts inzwischen ganz schön kalt geworden war, vertrieben wir uns die Zeit mit Gruppenkuscheln und einem heißen Geburtstags-Dance (Schritt links - klatschen - Schritt rechts - klatschen - und wiederholen... ^^). Zurück in der Wohnung erwartete "uns" noch ein Geburtstagskuchen der netten Mitbewohner, wonach wir nur noch kurz die Sofas ausklappten und ins Bett fielen.

Fortsetzung folgt... =)

11. September 2008

Katzenbabies + Aikido = toller Tag

Read this post in English

In meiner Arbeit ist es zur Zeit recht stressig, aber umso mehr freue ich mich auf das Aikidotraining abends. Es ist für mich nicht nur eine wunderbare Methode, um nach einem hektischen Tag wieder abzuschalten und zu entspannen, sondern außerdem eine gute Motivation, den Tag überhaupt zu überstehen: "Ok, gerade in dieser Minute mag alles stressig und unangenehm sein, aber heute Abend ist Aikido, juhu!" =)

Das Dienstagstraining war genau richtig dafür... wieder viele Ki-Tests und anschließend weiter die Irimi Ikkyo-Technik. Für jeden Schritt und jede Handhaltung und jede Hüftdrehung, die ich besser verstehe, tauchen etliche neue Punkte auf, die nicht mal ansatzweise klappen. Ich habe das Gefühl, an dieser Technik werde ich noch lange zu knabbern haben, bis ich mich halbwegs sicher damit fühle!

Danach ging es weiter zum Musicaltraining, wo wir wie üblich vorher noch ein paar Minuten in der Gaststätte saßen, die zu unserem Sportverein gehört. Dort erfuhren wir, dass die Hauskatze vor einigen Wochen Junge bekommen hatte, was erstmal ein allgemeines Gequietsche auslöste, bevor wir uns auf die 5 Wochen alten Katzenbabies stürzten. Naja, nein, natürlich nicht, wir waren selbstverständlich ganz brav und ruhig und vorsichtig mit den süüüüßen kleinen Kätzchen. ;-) Ein schwarzes, ein weiß-bunt-geflecktes und ein getigertes, und alle drei noch mit diesen quietschigen Babystimmchen, die mehr fiepen als miauen, und sooo klein und kuschelig und süß. Mein kleines schwarzes Katzenbaby schlief dann gleich mal auf meinem Schoß ein... Ich wäre am liebsten gar nicht mehr aufgestanden.

So stelle ich mir den perfekten Tag vor: erst Aikido und dann Katzenbabies... =)))

Heute abend kommen zwei Freundinnen von mir für eine Probestunde ins Aikidotraining... ich bin schon sehr gespannt, wie es ihnen gefällt.

5. September 2008

Meditation im Training

Read this post in English

Der Headbang-Muskelkater hat das Training netterweise nicht gestört... im Gegenteil, danach ging es meinem Hals sehr viel besser als vorher. ;-) Wir nutzten das komplette Training, um uns die Ki-Tests für die Prüfung in 3 Wochen en detail anzusehen, durchzugehen, rumzuprobieren und dabei sogar besser zu werden, juhu! =)

Gestern hatten wir ausnahmsweise statt Stretching eine Stunde Meditation, wie zukünftig immer am ersten Donnerstag jedes Monats. Ich ging mit gemischten Gefühlen zum Dojo - wie vermutlich viele andere hatte ich daheim für mich schon öfters versucht, mal ein paar Minuten zu meditieren, und relativ schnell wieder aufgegeben weil sich nicht sofort eine Veränderung einstellte. Also befürchtete ich, mich in dieser Stunde schrecklich zu langweilen. ;)
Nach einer kurzen Einführung zum Wie und Warum begannen wir dann, anfangs mit Ki-Atmung bis schließlich ins stille Sitzen im Schneidersitz. Auch wenn ich keine Instant-Erleuchtung hatte, hat es mir definitiv etwas gebracht. Ich kann leider nicht genau - nicht einmal für mich selbst - beschreiben, was sich veränderte. Während wir meditierten, spürte ich keine große Veränderung, aber als die Glocke geläutet wurde, die das Ende anzeigte, fühlte ich durch dieses Geräusch einen regelrechten Overload - nicht negativ, sondern eher weil dieser eine Ton plötzlich so überwältigend war.
Danach fühlte ich mich ebenfalls anders - ruhiger, distanzierter, gleichzeitig irgendwie offener. Nach 10 Minuten verschwand das Gefühl langsam wieder.

Insgesamt also eine tolle Erfahrung; ich freue mich uneingeschränkt auf das nächste Mal!

Im normalen Training danach arbeiteten wir zunächst wieder an unseren Ki-Tests und anschließend weiter am Irimi Ikkyo. Ganz langsam lösen sich meine Probleme mit der Technik, eins nach dem anderen. Körperlich habe ich die Bewegung inzwischen halbwegs verstanden, jetzt geht es an die psychologischen Feinheiten... ;-)

2. September 2008

Headbangen und Aikido?

Headbangen und Aikido passt nicht zusammen, stelle ich gerade fest. Ich hatte am Wochenende nur ein klitzekleines Bisschen meine Halsmuskeln strapaziert, und nun sitze ich gerade vor dem Computer und habe Schwierigkeiten, meinen Kopf hochzuhalten. =)
Und das, wo meine Problemzonen für eine entspannte Haltung im Aikido sowieso die Schultern und der Hals sind. Oh well, das wird ein interessantes Training heute abend... ;)

1. September 2008

Wiederholungs-Training

Read this post in English

Im freien Training übte ich ausschließlich mit einer anderen Schülerin, nur beim Ikkyo-Hebel brauchten wir ein wenig Hilfe. Wir wiederholten unsere Techniken und rollten recht viel, wobei ich gleich zwei Fortschritte bei mir bemerkte: ich habe meine erste schöne, runde Rolle mit links vorne aus einer aufrechten Haltung heraus geschafft, das war die eine Errungenschaft, und die zweite: ich fühle mich mit rechts vorne langsam sicher genug, dass ich mutiger werde, und versuchte, einen bestimmten Abstand vor mir zu überbrücken (naja, nicht mit einem Sprung, aber indem ich mich weiter vorlehnte als sonst) und es funktionierte schon überraschend gut. =)

Danach gingen wir noch unsere Ki-Tests durch, und bei den meisten habe ich inzwischen ein ziemlich gutes Gefühl. Nur die Hände auf den Knien zu lassen, fällt mir immer noch schwer, und auch der ausgestreckte Arm ganz am Schluss mag noch nicht so wie ich. Aber man merkt definitiv langsam eine Veränderung...

28. August 2008

Vorbereitung für die erste Prüfung

Read this post in English

Stretchen begann ziemlich heftig heute, wieder viel aus der Grätsche heraus, sehr anstrengend und ziemlich schmerzhaft, grr. Aber auf der positiven Seite glaube ich, dass meine Grätsch-Dehnung ein winziges kleines Bisschen besser geworden ist. Ich bilde mir ein, ich komme mit dem Oberkörper einen Tick weiter nach unten. Irgendwas muss es ja bringen. =)

Anschließend Ki-Atmung, Ki-Gymnastik, Rollen. Wir haben eine neue Übung für die Vorwärtsfallschule, bei der man deutlich merkt, wie weit der Unbeugsame Arm ist – anhand der schmerzenden Schultern... Merke: ich muss noch viel an meinen Armen arbeiten. ;-)

Dann gingen wir die Ki-Tests für die Prüfung im September durch. Ich bemerke tatsächlich eine Verbesserung, ganz langsam, aber immerhin. Mit den Armen nach oben klappt schon ziemlich gut, ich kann mich natürlich nur noch mehr entspannen. Beim Ablegen der Hände auf den Oberschenkeln später ist der Winkel der Hand äußerst wichtig, habe ich heute feststellen dürfen. Allgemein, und das habe ich bisher vernachlässigt, will ich ab jetzt mehr an die Körperlinien (gibt's dafür eigentlich eine offizielle Bezeichnung?) denken, egal in welcher Haltung.

Zum Abschluss gingen wir wieder die Irimi Ikkyo-Technik durch, zum ersten Mal komplett mit Schlusshebel. Aua, ist der böse, wenn man ihn richtig ansetzt. *fg*
Ich glaube, bei mir sitzen die einzelnen Grundbewegungen einer Technik relativ schnell (also welches Bein geht wohin, was macht die Hand an der Stelle, was die Hüfte, etc.). Die große Schwierigkeit für mich ist, diese dann zu einer fließenden Bewegung zusammenzubringen und nicht über jede einzelne erst nachdenken zu müssen.
An dem Punkt bin ich nun gerade für die Ikkyo-Technik, d.h. ich kann jetzt für mich durch immer wieder üben und bewusst nicht zu viel nachdenken den Ablauf automatisieren.

25. August 2008

Lichtblicke im Alltag

Read this post in English

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit bin ich wieder einmal einem älteren Herrn mit seinem Golden Retriever begegnet (bzw. an ihnen vorbeigefahren), die gerade die Zeitung geholt hatten - der Retriever trug sie wie üblich ganz stolz im Maul... =)
Oder gestern: als ich auf dem Weg zu meiner Wohnung war, sah ich zufällig, wie ein Kind dem Lokführer eines vorbeifahrenden Zuges zuwinkte und der grinsend zurückwinkte.
Auch wenn sie noch so klein und eigentlich unscheinbar sind - das sind so Momente, die den Alltag erträglich machen... ;-)

Ansonsten habe ich diese Woche leider nur sehr wenig Aikido trainiert - alle Lehrer waren auf Lehrgang am Herzogenhorn -, und habe mich dafür mal wieder mit vielen Freunden getroffen. Ab morgen, Dienstag, ist dann endlich ^^ wieder 3 mal pro Woche normales Aikido-Training, ich freu mich schon! Und Mitte / Ende September kommt tatsächlich die erste Ki-Prüfung auf uns zu...

15. August 2008

Viel gelacht im Training

Read this post in English

Beim Stretchen dehnten wir viel aus der Grätsche heraus, d.h. es war für mich relativ unangenehm (weil meine Knie sich immer sofort beschweren - bei mir dehnt das nicht die Leiste, sondern die Knie, scheinbar). Außerdem die Übung zum "Hüfte öffnen - Hüfte schliessen", diesmal mit den Händen dazu, erst gleichgeschaltet und dann gegengleich - woraufhin wir erstmal vor Lachen unterbrechen mussten, weil das partout nicht klappen wollte und einfach göttlich aussah.

Im Aikidotraining zunächst Ki-Atmung, Ki-Gymnastik (das Stück auf dem Boden haben wir auf Japanisch gezählt, yay! ^^) und Rollübungen. Meine These hat sich bestätigt: Rollen aus dem Stand sind definitiv leichter, je höher ich anfange. Cool! Jetzt werde ich mich also von oben nach unten vorarbeiten und nicht mehr umgekehrt. ;-) Wobei - ich glaube den stützenden Arm sollte ich vorher auch mit links vorne bewusst einsetzen - sonst könnte das wehtun. =)
Interessanterweise haben wir die Katatedori Tenkan-Technik (die einige von uns noch nicht kannten) als Übung zum Fallen benutzt. Also ohne Erklärung für Nage (die Ausführende der Technik), wer es noch nicht kannte machte einfach nach, was sie sah; und das funktionierte sogar ziemlich gut. Übertragen auf die Probleme, die ich wenig später mit der Irimi Ikkyo-Technik hatte, ist es schon interessant, wieviel man automatisch richtig macht bzw. durch Denken verkompliziert. Sollte ich mir merken, wenn ich mal wieder zu viel denke.

Im Anschluss dann eben die Irimi Ikkyo-Technik. Als wir die vor zwei Wochen das erste Mal ausprobiert haben, sollten wir erstmal nicht nachdenken sondern ebenfalls einfach nachmachen, was wir sahen. Für mich wirkte es, als "pflücke" man die festhaltende Hand vom Arm weg, drehe dann einfach den Arm und laufe dabei vorwärts. Das funktionierte auch.

Nun gingen wir die Technik Schritt für Schritt in allen Einzelheiten durch, und bei mir klappte gar nichts mehr. Ja, ich weiß schon, üben üben üben, aber trotzdem. *grummel*

Sehr peinlich war noch, als ich für eine Demonstration Uke sein durfte und unsere Lehrerin zeigen wollte, dass wir nicht zaghaft sein sollen, weil wir sonst Ukes Harmonie stören. Sie führte erst aus, wie man es NICHT machen sollte, und zupfte zaghaft an meinem Arm und ging mit Trippelschritten vorwärts. Dann ließ sie mich los und meinte zu den anderen: "Also, so soll es nicht aussehen." Dann zu mir gewandt: "Wenn ich zu dir sage, leg dich auf den Boden..." - ich stand da und wartete auf das Ende des Satzes - "Naja, also wenn ich zu dir sage, leg dich auf den Boden..." - ich stand da und war etwas verwirrt - "Nein, das mein ich jetzt ernst, leg dich bitte auf den Boden!" - und ich, "Oh! Oh ... entschuldige..." und bekam einen Lachanfall, als ich mich auf den Boden legte.
Jedesmal, wenn ich die verbleibenden 10 Min. des Trainings daran dachte, musste ich wieder lachen. Der Rest (inkl. unserer Lehrerin) fand es zwar ebenfalls sehr lustig, aber mir war es schon irgendwie extrem peinlich. Es muss am Tonfall gelegen haben, es klang irgendwie nicht wie eine Anweisung... Ich muss besser aufpassen und aufmerksamer sein. Definitiv. *rotwerd*

14. August 2008

Fotos aus Mythodea

Das gegenüberliegende Wasserlager und eine kleine Ecke unserer Wiese
Beobachter einer Schlacht

Schlachtformation der Nordmänner

Mein Wichtelneffe

Conquest of Mythodea oder Extrem-Babysitting

Read this post in English

Aufregend, anders, anstrengend... so könnte man die vergangene Woche zusammenfassen.

Am Samstag früh (02. August) brach ich mit vollgepacktem Auto auf in Richtung Kaiserslautern zu meiner Schwester. Wir trafen uns vor der bekannten Basis dort in der Gegend und versuchten zunächst vergeblich, zwei gigantische Pizzas American Style zu vernichten - lecker aber tödlich scharf - und gaben nach gerade mal der Hälfte entmutigt auf. Die Reste sollten uns das weitere Wochenende verpflegen.

Anschließend ging es "nach Hause", wir packten, räumten, suchten, nähten und sangen. Zwischendurch wurde der benötigte Anhänger abgeholt, wir kauften eine Wii für meine klitzekleine Wenigkeit (dazu demnächst mehr) und hatten unseren Spaß beim Ausprobieren, wir fuhren nach Koblenz zum Fundus-Lager und kauften die letzten Zutaten für das Con (von "Convention", Zusammenkunft, sprich die Veranstaltung "Conquest of Mythodea") ein.

Am Dienstag schließlich war es soweit: früh um 7 ging es los, zunächst wieder zum Zwischenstopp Fundus-Lager. Dort wurden die letzten Taschen umgeräumt, die Grillkohle noch in den Anhänger verladen und planmäßig um 9 nahmen wir Kurs auf unser eigentliches Ziel: das Rittergut Brokeloh bei Hannover. Die kommenden 7 Stunden bestanden aus Baby bespaßen, Baby füttern, neue Spielsachen fürs Baby suchen, Baby wickeln, versuchen das Baby durch Singen dazu zu bringen, dass er endlich aufhört zu schreien (klar, auf 7 Stunden Fahrt wird einem garantiert irgendwann langweilig, wenn ich nicht ach so gut erzogen wäre würde ich da vermutlich auch schreien) und gefühlten 10 Pausen, um uns um das Baby zu kümmern. (Das "Baby" ist übrigens mein süüüüßer kleiner Schreihals von Neffe, gerade 16 Monate alt geworden.) Gegen 16:30 Uhr waren wir dann endlich da, konnten reibungslos und völlig ohne Wartezeiten (man hört da ja z.T. Horrorgeschichten von anderen Groß-Cons) einchecken, ausladen und aufbauen. War zwar eine gewaltige Schlepperei, aber eigentlich auch ganz angenehm sich nach so langer Zeit im Auto gleich ein wenig bewegen zu können. Gegen 22 Uhr stand dann alles halbwegs, inkl. des 8-Meter-Zeltes.

Von der eigentlichen Veranstaltung - eine von drei großen LARP-Veranstaltungen in Deutschland und nach eigenen Aussagen die größte Europas - bekam ich relativ wenig mit. Ich selbst bin kein LARPer, sondern war eigentlich tatsächlich nur zum Babysitten dabei, deshalb störte mich das im Grunde nicht; nur für meine Schwester tut es mir leid, der ihr Sohn keine Gelegenheit gab, aktiv ins Geschehen einzugreifen oder überhaupt einmal mehr als 5 Minuten am Stück zu spielen. Immerhin hatten wir einen Zeltplatz am Rand unseres Lagers und konnten die Schlachten auf dem Feld direkt vor uns gut verfolgen - fast wie fernsehen. ;-)

Es folgen einige Momentaufnahmen, die mir im Gedächtnis geblieben sind...

Eine Gruppe Krieger, die einer belagerten Festung zu Hilfe kommen wollten, stürmten auf die (haushoch überlegenen) Belagerer zu, nur um kurz vor den feindlichen Reihen auf dem Absatz kehrt zu machen und wieder davonzurennen. Anschließend brüllte der Anführer in Richtung der Festungsmauer: "Das war die Ablenkung - jetzt seid ihr dran!"

Während einer der nächtlichen großen Schlachten, von der unser Kleiner gottseidank nicht geweckt wurde, wegen der ich aber schlaflos im Bett lag, konnte man mitverfolgen, wie ein Anführer der feindlichen Heerscharen in ein benachbartes Lager eindrang. Nun folgten mehrere Minuten lang Schreie der Verteidiger, "Alaaarm! Eindringling! Zu den Waffen!" usw., während der Heerführer (der eine wirklich passende Stimme für die Rolle hatte und noch dazu gut verständlich war, Respekt) scheinbar im Vorfeld des Lagers seinen Unmut auslebte und verlangte, sein Banner zurückzuerhalten, das offenbar erobert worden war. Mit weit tragender Stimme brüllte er immer wieder, "Wo ist mein Banner? Wenn euch euer Leben lieb ist, gebt mir mein Banner! Sagt eurem jämmerlichen Anführer, ich will mein Banner!" Irgendwann riß ihm der Geduldsfaden und nach erneuten ergebnislosen "Alaaaarm"-Rufen schrie er zurück "Alarm, Alarm - ich will jetzt mein Banner!" - Ich hätte mich kugeln können vor Lachen.

Eines der schönsten Erlebnisse hatte ich, ironischerweise, als ich nachts einmal die Dixies besuchte. Dazu mussten wir das komplette Feld überqueren, was ca. 5 Min. Fußmarsch bedeutete (die Lager waren in den Ecken des riesigen Feldes verteilt, die Mitte war frei.) Es muss 3 oder 4 Uhr nachts gewesen sein. Vereinzelt brannten noch Feuer in den Lagern, vom etwas weiter entfernten Lager der "Stadt" hörte man noch ein wenig Singen und Lachen, und allgemein war es menschenleer, sehr dunkel und kalt. Ich hatte zwar meine Taschenlampe dabei, aber nicht eingeschaltet, weil ich die Spieler nicht durch einen solchen Outtime-Gegenstand (also etwas, was nicht in die Fantasy-Welt passt) stören wollte. Und dann sah ich zum Himmel hoch - und hätte mich am liebsten auf der Stelle ins kalte, nasse Gras gelegt und nie mehr weggeschaut. Der Himmel war vollkommen wolkenlos, und ich habe noch nie in meinem Leben einen schöneren Nachthimmel gesehen. Zum ersten Mal SAH ich die Milchstraße wirklich - normalerweise, selbst auf einem Dorf in der Gegend von Nürnberg, war es eher ein "Naja, dort ist es ein klein wenig heller am Himmel, das könnte sie vielleicht sein" - hier konnte man sie gar nicht übersehen, es war so deutlich. Dazu noch Tausende anderer Sterne, so viele dass man kaum die bekannten Sternbilder dazwischen sah, viel mehr als ich sonst je gesehen habe. Einfach wunder-wunderschön.

Und dann war da natürlich noch unser kleiner Matz (der ja eigentlich gar nicht mein Matz ist, sondern von meiner Schwester, aber ich will nicht immer "Mein Neffe" schreiben, das klingt auf Dauer doch irgendwie steif ^^), der in dieser Woche so viel erlebt hat... Mittagsschlaf, warm eingepackt in Decken und auf Fellen... viele Menschen, die sich mit ihm beschäftigen, und auch ganz oft Fremde, die einfach mal stehenblieben, um mit dem Kleinen zu sprechen oder ihm zuzuwinken... das "Aru" (was auch immer das war *g*), das mit ihm schmuste und ihn vermutlich noch mehr verwirrt hat als uns... seine Tante (also ich *g*), die ihn ab und zu mit Aikido-Rollen zum Lachen brachte - irgend etwas daran muss also noch sehr lustig aussehen! =)

Am Sonntag dann schließlich wurden wir um 4 Uhr zum ersten Mal von meinem Neffen geweckt, der im Bett stand und meinte, es sei jetzt Zeit aufzustehen. Wir schliefen aber trotzdem noch ein, zwei Stunden länger. Dann wurde alles wieder abgebaut, zusammengepackt und wieder in den Anhänger verladen, gegen 18 Uhr waren wir beim Lager in Koblenz, luden die Fracht wieder aus und räumten sie auf, und dann fuhr ich direkt von dort weiter nach Fürth, wo ich gegen 23 Uhr ankam und gegen 1 Uhr schließlich eeendlich im Bett lag, um dann um 6 Uhr wieder aufzustehen und in die Arbeit zu gehen. Uffz.

Auch wenn wir nicht oft unseren Zeltplatz verließen und nicht am Spiel teilnahmen, war es für mich Nicht-LARPer auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, und trotz der anstrengenden Umstände war es sehr schön, eine ganze Woche zusammen mit meiner Schwester und ihrer Familie zu verbringen.

2. August 2008

Mal wieder ein "Aha" beim Rollen

Read this post in English

Gestern im freien Training hatte ich mal wieder ein Aha-Erlebnis. Beim Rollen aus dem Stand hatte ich bisher immer ein wenig Angst oder zumindest Zurückhaltung und versuchte, so tief wie möglich anzufangen, um meinem Körper diese Angst zu nehmen.
Nun verglich ich in Gedanken diese tiefe Startposition mit der Art, wie ich bei dem Lehrgang am vergangenen Wochenende die Vorwärtsrollen aus einer Technik heraus anfing - die gingen nämlich z.T. schon richtig schön, viel besser als wenn ich sie selbst übe. =)
Und dabei merkte ich, dass diese aus einer höheren Position aus anfingen und mit mehr Vorwärtsbewegung. Also, gestern ausprobiert, und tatsächlich, wenn ich nicht so viel über meine Starthaltung nachdenke und aus einer ganz normalen stehenden Haltung ohne Zögern in die Rolle gehe, funktioniert es... Juhu!

Noch ein Grund, warum ich dankbar bin, auf dem Lehrgang gewesen zu sein - ansonsten wäre ich da vermutlich noch eine ganze Weile nicht draufgekommen. ;-)

In der kommenden Woche bin ich leider leider *g* im Urlaub, oder genauer gesagt, in Mythodea. Danach kann ich hoffentlich viel erzählen und einige schöne Fotos zeigen...

30. Juli 2008

Spaß am Training

Read this post in English

Nachdem wir in den letzten vier Trainingseinheiten an Yokomenuchi Shihonage Irimi gearbeitet hatten (unser Anfängertempo ist wirklich angenehm ^^), meinte unsere Lehrerin zum Abschluss des gestrigen Trainings, wir sollten jetzt alles wieder vergessen was wir an Details und "Technik" gelernt haben, unseren Körper einfach machen lassen, was er für richtig hält, und dabei Spaß haben. Auch wenn mir das ganze Training normalerweise schon Spaß macht (bis auf einige wenige Übungen und Ki-Tests *g*), ist es nochmal etwas ganz anderes, so bewusst nicht auf die Technik zu achten sondern auf den Fluss der Bewegung. Das fühlte sich richtig gut an, funktionierte trotzdem (oder gerade deswegen?) und machte auch noch richtig viel Spaß. =)

Ich würde gern mal im freien Training ausprobieren, was mein Körper macht, wenn die Angriffstechnik nicht festgelegt ist, also Uke z.B. wählen kann zwischen Faustschlag zum Bauch, Shomenuchi und Yokomenuchi. Wäre interessant zu sehen, was passiert... =)

26. Juli 2008

Ki-Aikido-Lehrgang 1. Tag

Read this post in English

Uff. Erstmal Gedanken ordnen und meine Finger dazu bringen, dass sie aufhören zu zittern und mich tippen lassen. ;-) Zwei weitere Schülerinnen unseres Dojos und ich hatten uns tatsächlich dazu entschieden, auf den Lehrgang des Erlanger Ki-Aikido-Dojos mit Helmut Schweinzer zu gehen. Obwohl wir wussten, dass wir 4 Stunden Training vor uns hatten, hatte mich ein Kommentar am Dienstag, dass der Lehrgang auch für, Zitat, "blutige Anfänger" geeignet sei, etwas anderes erwarten lassen... ^^

Im Endeffekt war es superschön, wenn auch irrsinnig anstrengend, alle Leute total nett, und ich habe 10 (!) neue Techniken gelernt - oder wohl eher, üben dürfen. Sechs verschiedene Techniken zu Ryote mochi und dann noch je drei zu Kosa tori und Katate kosa tori, inklusive zwei Techniken mit Vorwärtsrollen. Ich lebe tatsächlich noch, yay! =)

Vielleicht mal... der Reihe nach? =) Soweit ich mitbekommen habe, waren wir drei Frauen die einzigen "Gäste", alle anderen kamen aus Erlangen; insgesamt waren es ca. 20 oder 25 Teilnehmer.

Wir begannen mit einer langen Ki-Atmung, ein wenig anders in der Aufteilung der langen ruhigen und kurzen schnellen Atemzüge als 'unsere'. (Ach so – bitte diese Vergleiche nicht so ernst nehmen, ich kenne ja bisher nur die Version unseres Dojos... wahrscheinlich gibt sich das, wenn man auf einigen Lehrgängen war, vermute ich. ^^)
Anschließend die Ki-Gymnastik, fast wie unsere, außer dass hier auf Japanisch gezählt wurde. Dann kamen die Hitoriwazas. *schluck* Was bin ich dankbar, dass wir die in den letzten beiden Trainings einfach mal kurz durchlaufen haben. Sonst wäre ich hoffnungslos verloren gewesen. Aber so kam ich wenigstens einigermaßen mit.

Dann Fallschule... uffz. Hier kam mir das erste Mal der Verdacht (na gut, vielleicht auch schon als ich die 4 Dan-Träger unter den Teilnehmern sah ^^), dass das Training nicht auf Anfänger ausgerichtet war: wir begannen gleich mal mit 3 Rollen hintereinander, die erste aus dem Stand, die folgenden zwei aus dem Schwung der ersten Rolle heraus. Anschließend durften wir dann über "Böcke" springen, mit 1, 2 und 3 Leuten. Ich hab mich ein ganz klein wenig zurückgehalten und bin jeweils seitlich vorbei. So sehr traue ich meinen Vorwärtsrollen leider noch nicht.

Darauf folgte der erste Technikmarathon. Wir betrachteten sechs verschiedene Techniken auf den Ryote mochi-Angriff (der Angreifer hält mit beiden Händen einen Arm), jeweils erst langsam, dann aus der Bewegung heraus. Die allererste war netterweise die, die wir in den letzten Wochen im Training gemacht hatten. Dann dieselbe nochmal mit Tenkan, dann glaube ich noch eine andere mit Tenkan, dann Koteoroshi- und Nikkyo-Hebel und dann mit Vorwärts-Wurf. Ich erinnere mich nicht mehr an allzu viele Details, aber mir ist deutlich im Gedächtnis geblieben, wie geduldig und nett wirklich jeder einzelne meiner Partner war, und wieviel Zeit sie sich nahmen, um mir Tipps zu geben. In dem Ausmaß hätte ich das nicht erwartet. Einfach schön... =)

Diese erste Reihe Techniken klappte halbwegs, und sogar beim Durchgehen der Suzukiwaza am Schluss dieser Einheit kriegte ich ganz alleine die Reihenfolge hin, und auch halbwegs die vielen neuen Techniken! *freu* Das war echt ein tolles Gefühl.

Nach einer dringend benötigten Pause ging es weiter, wieder mit sechs Techniken. Scheinbar war ich hier nicht mehr aufnahmefähig – erstens klappten die Übungen bei mir weniger gut, und zweitens konnte ich mich schon bei den Suzukiwazas nicht mehr an Reihenfolge geschweige denn die eigentlichen Techniken erinnern. Aber trotzdem schön, so viel Neues zu sehen und auszuprobieren.

Das ist überhaupt das Gefühl, das mich gerade am meisten beschäftigt – die Freude darüber, so viel Neues gelernt zu haben. Vermutlich werde ich nicht viel davon behalten, aber allein es schon mal ausprobieren zu dürfen war einfach super. Ich freu mich schon darauf, wenn wir diese Techniken mal in der Anfängergeschwindigkeit "Step by Step" durchgehen. =)

Ebenfalls schön zu sehen war, dass ein Aikido-Training im fortgeschrittenen Zustand ^^ deutlich schneller und schweißtreibender wird als bei uns Anfängern. =) Normalerweise fallen mir wegen eines leichten Bewegungsasthmas mehrere schnelle Rollen hintereinander ein wenig schwer, ich kriege irgendwann keine Luft mehr. Bei uns im Training kommt das bisher kaum vor. Das gerade eben waren dreieinhalb Stunden Techniken mit schnellen Rollen!! Naja, ich hoffe, dass meine Ausdauer im Laufe der Zeit "mitwächst" und ich keine Probleme mehr mit dem Atmen habe, wenn wir in einigen Jahren eine solche Art von Training regelmäßig halten können.

Eine kurze Zusammenfassung noch: wahnsinnig kaputt, glücklich, ungläubig, stolz. Ich hoffe, dass mein Knie mitspielt und ich morgen auch noch hingehen kann. Gebracht hat es mir heute schon unglaublich viel.

24. Juli 2008

Stimmungshoch

Read this post in English

Die letzten Wochen war meine Stimmung schlecht bis depressiv. Die Arbeit macht z.Z. keinen Spaß, ich versuche seit Monaten mal wieder vergeblich abzunehmen, ich hatte mir an den Wochenenden vieles vorgenommen und saß im Endeffekt doch wieder vor einem Computerspiel. Solche Phasen habe ich immer wieder mal, sie sind selbstverständlich nicht wirklich schlimm, aber ich freue mich immer, wenn ich sie hinter mir lasse.

Scheinbar ist es heute soweit... Gestern suchte ich nach einem gesunden Diät-Rezept, das ich abends kochen wollte. Dabei stieß ich auf eine Seite mit der Beschreibung einer Kohlsuppendiät und beschloß spontan, das mal auszuprobieren. Erster Schritt gestern nach der Arbeit: Einkaufen, jede Menge Gemüse und Obst. Zweiter Schritt: Schnippeln. Eine Stunde später hatte ich einen riesigen Topf voll mit Gemüsewürfeln, darauf noch Wasser und Gewürze, ab auf den Herd und eine weitere Stunde später war die Suppe (eigentlich fast schon eher ein Gemüseauflauf!) fertig. Und tatsächlich, sie schmeckt sogar.

Offenbar war das schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, denn meine Stimmung ist heute definitiv viel besser als gestern. Jetzt bin ich nur mal gespannt, was diese Woche Kohlsuppe für Ergebnisse liefert...

Außerdem trägt auch die Vorfreude auf heute Abend und auf das Wochenende zu meiner besseren Stimmung bei: heute Abend besuche ich eine Musical-Vorstellung, bei der viele Freunde und Bekannte von mir mitmachen, und bin schon total gespannt. Und am Wochenende gehen wir nun tatsächlich auf den Aikido-Lehrgang. ;-) Einige andere aus unserem Dojo wollen nun glücklicherweise evtl. auch dorthin, und in der Gruppe ist die Hemmschwelle schon niedriger... =)

15. Juli 2008

Lehrgang oder nicht?

Read this post in English

In zwei Wochen findet in Erlangen ein Ki-Aikido-Lehrgang statt. Seit ich das gehört habe, überlege ich hin und her, ob ich dort teilnehmen möchte oder nicht.

Dafür spricht, dass ich dort mehr und Neues lernen würde (ach nee), mit anderen Menschen trainieren und andere Aikidoka kennenlernen würde. Ich bin neugierig, wie so ein Lehrgang abläuft. Und ganz grundlegend wäre es eine weitere Möglichkeit, Aikido zu lernen (manchmal würde ich gerne öfter als 3x pro Woche trainieren).

Aber. ;-) Abgesehen davon, dass es mich sowieso große Überwindung kostet, etwas Neues auszuprobieren und ins kalte Wasser zu springen, gibt es noch etwas ganz greifbares, was mir Sorgen macht. Ich lerne Aikido erst seit sieben Monaten; ich kann definitiv noch nicht gut genug rollen, geschweige denn fallen. Klar, das könnte man jedem neuen Trainingspartner sagen, so dass er sich etwas zurückhält. Aber behindere ich dadurch nicht sein Training, wenn er die Technik vielleicht nicht so schwungvoll ausführen kann, wie sie sein sollte, oder ähnliches?

Hmmm... ich glaube, mein Bauch möchte an dem Lehrgang teilnehmen, mein Kopf rät mir davon ab. Was denkt ihr, würdet ihr hingehen? Wieviel Erfahrung hattet ihr im Aikido, als ihr euren ersten Lehrgang besucht habt?

7. Juli 2008

Mein Auto liefert den Beweis

Read this post in English

Normalerweise bin ich nur sehr schwer in Rage zu bringen. Es muss schon viel passieren, dass ich in Alltagssituationen (in der Arbeit, zuhause, beim Einkaufen, bei meinen Eltern usw.) wütend werde. Die einzige Situation, wo ich mich regelmäßig aufrege, ist beim Autofahren. Ich selbst fahre relativ regel-getreu, meist 5 - 10 km/h über der Geschwindigkeitsbegrenzung, vielleicht ein wenig defensiv. Aber wenn während einer 15-minütigen Autofahrt 3x andere Fahrer meine Geschwindigkeit falsch einschätzen und nur wenige Meter vor mir auf meine Vorfahrtstraße einbiegen, so dass ich auf 20 oder 30 km/h runterbremsen muss... Oder wenn im Berufsverkehr die Leute drängeln und an unübersichtlichen Stellen überholen, nur um 50 m weiter hinter dem nächsten Fahrzeug festzusitzen... Oder wenn auf einer unübersichtlichen, engen Waldstraße der Fahrer vor mir statt der erlaubten 60 km/h nur 40 fährt... Jaaa, wie man schon merkt, so etwas nervt mich. ;-)

Also ist diese Situation genau das richtige, um Gelassenheit und gutes Atmen und in-Kontakt-bleiben zu üben. =)) Das habe ich heute früh im Berufsverkehr mal wieder versucht, und vom Gefühl her ist es mir diesmal ganz gut gelungen. Jedes Mal, wenn in mir eine Reaktion à la "Oh Mann, was für ein §$%!$" aufkommen wollte, bemühte ich mich das einfach loszulassen und die Situation zu nehmen, wie sie ist.

Das hatte gleich zwei Effekte. Einmal kam ich deutlich entspannter und besser gelaunt in der Arbeit an als sonst. Und zweitens gab es sogar ein messbares Ergebnis: mein Auto misst meinen Spritverbrauch, und normalerweise komme ich auf dieser Strecke im Berufsverkehr auf ca. 6,7 l Durchschnittsverbrauch. Heute waren es 6,1 l. Das ist für den durchschnittlichen Verbrauch ein ziemlicher Unterschied. Also tue ich mit dieser Einstellung nicht nur mir selbst etwas Gutes, sondern auch meinem Geldbeutel und der Umwelt! ;-)
Sollte ich also beibehalten... =)

2. Juli 2008

Ki-Test-Training

Read this post in English

Gestern war (zum dritten Mal dieses Jahr, glaube ich) Aikido-Training bei Temperaturen über 30°C. Wir übten anstelle von Technik jedoch nur Ki-Tests, wofür ich gleich doppelt dankbar war: erstens sind sie längst nicht so anstrengend wie Technik, und zweitens habe ich hier den größten Bedarf an Übung.

Anfangs versuchten wir das erste Mal, in einer Reihe hintereinander am Rand der Matten entlang zu rollen, und es ging sogar schon ganz gut. Anschließend durften wir zur Verdeutlichung des stützenden Arms runde Sitzkissen in den Armen halten. =) Das stützende Gefühl war tatsächlich sehr viel deutlicher; die Vorstellung mit dem Kissen will ich also unbedingt beibehalten. Ich bekam sogar ein "Die war gerade sehr gut!!" zu hören... *strahl* Hach, das war toll. =)

Anschließend kam dann schnell wieder die Ernüchterung dank einiger Ki-Tests. ;-) Und zwar betrachteten wir die erste Kopfbewegungs-Übung der Gymnastik. Ich hatte wie immer bei praktisch jedem Test das Gefühl, dass meine Fersen nicht richtig auf der Erde stehen. Aber wenn ich versuche, meine (offenbar?) angespannten Knie zu entspannen und dadurch mehr Gewicht auf die Fersen zu legen, ändert sich nichts. Grrr.
Dabei hatte ich mich diesmal sogar bemüht, jedesmal von neuem mit einer positiven Einstellung (im Sinne von "Diesmal bleibe ich stehen") an die Tests heranzugehen. Auch wenn das vielleicht ein guter Ansatz sein mag, ist es offensichtlich noch lange nicht alles. Tja... nachdem die linke Rückwärtsrolle nicht mehr so schwierig ist wie am Anfang, musste ja etwas Neues kommen, an dem ich mir die Zähne ausbeiße. =)

Passend dazu wurde uns am Schluß des Trainings noch angekündigt, dass wir im September (2008! In ca. 8 Wochen!!) unsere erste Ki-Prüfung durchführen. Argh!! Ich hatte ja schonmal gehört, dass im Ki-Aikido die Prüfungen zweigeteilt sind, in Ki- und Technik-Prüfung, aber irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass beide an einem Tag stattfinden, und wenn die eine Hälfte nicht so toll ist, kann man das vielleicht mit der anderen Hälfte ausgleichen. Tja, das wird wohl nichts. ;-) Ich glaube, wegen den Techniken würde ich mir viel weniger Sorgen machen. Aber ich hatte bisher kaum jemals einen Ki-Test, bei dem ich wirklich das Gefühl hatte, stabil zu sein.
Ich sollte mir wahrscheinlich nicht so viele Gedanken darüber machen, denn egal wie die Prüfung ausgeht, es geht ja eigentlich um das Training, und die Prüfung ist nur ein Nebenprodukt. Aber ... naja. Enttäuschend wäre es schon.

Ich merke gerade, dass ich mich innerlich schon auf ein Nichtbestehen vorbereite, obwohl ich noch nicht einmal eine Ahnung habe, was eigentlich verlangt wird. Das ist eine ziemlich jämmerliche Einstellung. Tsk. Ich werde versuchen, das zu ändern. Ich tue einfach mein Bestes und habe Spaß dabei und wir werden sehen, was passiert.

Trotzdem wäre interessant, worauf die Prüfung abzielt: echtes stabiles Stehen oder nur das Bemühen, seine wackelige Haltung zu verbessern? Ich hoffe stark auf letzteres! =)

30. Juni 2008

Wow...


Am vergangenen Wochenende besuchte ich meine Schwester wieder in ihrem neuen Zuhause, und diesmal verbrachte ich tatsächlich weniger Zeit im Auto und viel mehr Zeit mit ihr und meinem knuddeligen Neffen. Wir sind der festen Überzeugung, dass er am Wochenende das erste Mal "Mama" gesagt hat. ;-)

Auf der Strecke von der Autobahn bis zu ihrem Wohnort führt eine schmale Landstraße durch schöne Wälder und auf Hügelkuppen entlang, von denen aus man tatsächlich noch die Weite spüren kann und das Gefühl hat, richtig durchatmen zu können. Ansonsten ist die Straße nichts besonderes - naja, bis auf eines: kurz nach der Autobahnausfahrt kommt man an einer Wiese vorbei, auf die der Wald noch nicht vorgedrungen ist. Beziehungsweise hat man sie wohl absichtlich freigehalten... denn auf dieser Wiese stehen sechs Mammutbäume. Gepflanzt 1868, der größte war vor 14 Jahren schon 41 m hoch und hat einen Umfang von 9 m.

Das Gefühl, wenn man unter diese Riesen tritt, ist wirklich einmalig... So ruhig, so ehrfurchteinflössend, gigantisch und irgendwie auch beschützend. Ein Ort, wo man sich unter die Bäume setzen könnte und den Alltag vergessen kann, fast schon magisch.

Das schönste daran ist, ich komme an dieser Stelle jedes Mal vorbei, wenn ich zu meiner Schwester fahre. Ich werde diese Mammutbäume also auf jeden Fall noch öfters besuchen!

26. Juni 2008

Twilight von Stephenie Meyer

Nachdem ich vor einiger Zeit auf Sherrilyn Kenyons nette Vampir-Liebesromane (klingt immer noch furchtbar ^^) gestoßen bin, fielen mir in Buchhandlungen immer mehr Bücher dieser Art auf. Meistens konnte ich widerstehen, oder sie waren mir einfach zu teuer - 11 € für ein Büchlein, das ich in 2 Stunden durchgelesen habe, ist mir dann doch zu viel Geld. Twilight von Stephenie Meyer stach unter diesen vielen Vampirromanen allein schon durch das Format heraus, denn es ist erstens größer und zeigt außerdem auf dem Cover nicht etwa aufreizende Damen oder Herren, sondern einen blutroten Apfel in zwei bleichen Händen gehalten. Irgendwann überwog dann also doch die Neugier und ich musste es mitnehmen. =)

Eine kurze Zusammenfassung der Handlung, ohne große Spoiler:
Die 17jährige Bella zieht zu ihrem Vater in ein kleines, verregnetes Dorf im Norden der USA. Dort lernt sie an ihrer neuen High School Edward kennen, der eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Nachdem er sie mehrere Male aus gefährlichen Situationen gerettet hat, ohne dabei selbst auch nur einen Kratzer abzubekommen, stellt Bella ihn zur Rede und erfährt, dass er ein Vampir ist. Zusammen mit seiner "Familie" - einigen anderen Vampiren - lebt er jedoch nach einer Philosophie, die das Trinken von Menschenblut ablehnt.
Als eine andere Gruppe Vampire auf ihrer Wanderschaft vorbeikommt, die keine Probleme damit hat, Menschen zu töten, schwebt nicht nur Edward, sondern auch Bella in Gefahr.

Twilight hat mir gut gefallen. Es war spannend und hielt mich in der Story gefangen, so dass ich gar nicht schnell genug wissen konnte, wie es weiter geht. Der Schreibstil ist vielleicht nicht literarisch hochwertig, aber das erwarte ich mir auch nicht von einer Abendlektüre. Beim zweiten Lesen übersprang ich zwar einige Szenen, die Bellas Alltagsleben und die High School-Routine schildern. Diese sind allerdings beim ersten Lesen schon ganz nett, um eine detailliertere Vorstellung von den Charakteren zu bekommen, auch wenn sie für die Handlung im Grunde überflüssig sind.

Im Buchladen verdeckte das Preisschild den Hinweis darauf, dass die Charaktere erst im High School-Alter sind - wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gekauft, wenn ich das im Voraus gewusst hätte. Aber so kann ich sagen, dass es definitiv ein gutes Buch war. Bei weitem nicht so "pikant" ;) wie Kenyons Dark Hunter-Romane, aber im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe ist das auch absolut angemessen.

Fazit: eher eine langsame, aber nichtsdestotrotz gefühlvolle Vampir-Liebesgeschichte, die viel Wert legt auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Bella und Edward.

English Version II

Oh, and by the way, I have actually managed to get the English version started. You can find it here:
http://alexielsheaven.wordpress.com/

I chose a different provider simply because I was curious. =)

Neue Erkenntnisse

This post in English

Gestern machten wir eine Übung zum besseren Verständnis, dass man als Anfänger in der Technik häufig selbst den Widerstand verursacht. Ich habe das Gefühl, das passiert mir öfter als den anderen Schülern. Dabei hatte ich plötzlich einen ziemlich beunruhigenden Gedanken: was, wenn ich einen ähnlichen Widerstand auch in anderen Bereichen des Alltags verursache? Ich bemühe mich immer, es allen recht zu machen und niemanden vor den Kopf zu stoßen, bzw. eigentlich ist es noch viel viel stärker ausgeprägt bei mir, ich KANN das gar nicht bewusst. Klar passiert es ab und zu unbeabsichtigt, oder ganz selten MUSS ich jemand Kontra geben, und das ist für mich extrem unangenehm.
Deshalb traf mich der Gedanke gestern richtig heftig, dass ich vielleicht unbewusst durch mein Verhalten Widerstand hervorrufe, sei es nun als Abneigung mir gegenüber oder was auch immer. Normalerweise hätte ich nie darüber nachgedacht, ich hatte immer das Gefühl, gut mit allen auszukommen. Höchstwahrscheinlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken? Trotzdem ein zumindest sehr interessanter Denkanstoß und mal wieder ein Zeichen für mich, dass Aikido auch von innen wirkt. ;)

Das Knacken in meinen Fußknöcheln hat sich inzwischen wieder gelegt. Meine Knie schmerzen immer noch ein wenig, aber es ist ebenfalls schon besser geworden. Die Knieschmerzen kommen übrigens doch nicht von den Rückwärtsrollen, wie ich anfangs dachte, sondern davon, dass mir beim Aufstehen die Knie immer ein wenig nach innen klappen. Ich versuche schon seit einigen Wochen, das zu verbessern, aber es will mir einfach nicht gelingen. Naja, kommt Zeit, kommen stabile Knie. ;)

Dafür habe ich vergangenen Freitag eine andere neue Entwicklungsstufe erklommen: meine allererste - und bisher auch einzige - Vorwärtsrolle mit rechts vorn aus einer normal stehenden Haltung, ohne vorher-schon-tief-gehen und Arme richtig positionieren usw.! =) Ich hatte das Gefühl, dass es vielleicht klappen könnte: die rechten Vorwärtsrollen sind in den letzten Wochen immer höher und runder geworden, der stützende Arm immer stützender, das Gefühl immer schöner. Also dachte ich mir, probiere ich es einfach mal aus... und kam mit einem breiten Grinsen aus meiner ersten Rolle-aus-dem-Stand heraus. Einfach ein super Gefühl, das macht richtig süchtig! =)

19. Juni 2008

Einmal quer durch Deutschland

This post in English

Die letzten beiden Tage hatte ich ganz kurzfristig Urlaub, um meiner Schwester ein wenig bei ihrem Umzug zu helfen. Ihre Familie zieht von Berlin an die französische Grenze, und aufgrund widriger Umstände war ein wenig Hilfe vonnöten.

Am Montag kam zunächst der Anruf: "Wir fahren morgen los, kannst du heute noch kommen?" Also erstmal ganz spontan einen Flug gebucht. Nach der Arbeit dann mit dem Flieger nach Berlin Tegel (Wahnsinn, wie schnell das ging!) - das erste Mal, dass ich allein geflogen bin. Ging aber alles ganz glatt, und in Berlin fand ich dann auch sofort den richtigen Bus zum Hauptbahnhof.

Dummerweise kam ich genau um 22:50 Uhr am Hauptbahnhof an (d.h. also, wie auch ich Fußball-Unkundige nun weiß, direkt nach dem Deutschlandspiel). Kaum betrat ich das Gebäude, ziemlich beeindruckt von der Architektur, hörte ich von der anderen Seite ein dumpfes Grollen... Auf der Suche nach den Straßenbahnanschlüssen wagte ich mich ein wenig weiter in diese Richtung vor, in der Erwartung, demnächst auf den Wasserfall zu stoßen, der dieses Geräusch verursachte. Stattdessen stürmten plötzlich Tausende singende, schreiende, pfeifende und generell Lärm verursachende Fußballfans den Bahnhof. Daraufhin hätte ich am liebsten auf der Stelle kehrtgemacht, aber ich musste ja irgendwie da durch - noch dazu wollten die alle mit der Straßenbahn fahren! Dank der Anwesenheit der Berliner Polizei (in voller Einsatzkleidung, komplett mit Schutzhelm, fehlten nur noch die gezückten Waffen) kam ich aber unbeschadet durch und in meine Straßenbahn. ;)

Am Dienstagmorgen wurde ich dann bereits recht früh von meinem krähenden Neffen geweckt, der wirklich von Mal zu Mal süßer wird... Schnell noch ein paar Reisetaschen ins Auto gepackt, und um 10 Uhr ging's los, über 700 km Richtung Südwesten. Die Fahrt an sich war ok, abgesehen von der Länge und den häufigen Pausen (weil der Kleine natürlich regelmäßig Hunger hatte oder Windeln gewechselt werden mussten) sogar richtig angenehm.

Im neuen Zuhause angekommen konnte ich dann das neue Haus und die tolle Aussicht über die grüne Umgebung bewundern. *schwärm* Anschließend noch eine viel zu kurze Nacht auf einem quietschenden, knarzenden Feldbett verbracht und am Mittwoch mit dem (selbstverständlich verspäteten) Zug wieder zurück nach Fürth.

Das Ende vom Lied: ich bin total kaputt, aber irgendwie auch ein wenig stolz, so spontan gewesen zu sein. Ich habe das erste Mal seit Februar ein Aikido-Training verpasst... und zum ersten Mal seit Ewigkeiten kein Musical-Training gehalten. Dafür durfte ich immerhin ein paar schöne Stunden mit meinem kleinen Neffen und natürlich meiner Schwester und ihrem Mann verbringen. Das war's eigentlich schon wert. Und jetzt freue ich mich auf den nächsten Besuch, bei dem ich ein wenig mehr Zeit dort und weniger Zeit im Auto verbringen werde. =)

13. Juni 2008

Englische Version / English Version

As I've noticed several visits from outside Germany, I've decided to translate these texts and start a parallel blog in English. It's good exercise for me to get my rusty English flowing again, and apart from that it's fun… =) I probably won't update the English version as often as the German one, but I'll try to translate the new entries at least once a week. So… link to the new English version coming soon! =)

I will of course continue the German version as well. - Keine Sorge, die deutsche Version wird natürlich fortgeführt! =)

"Mantel der Stille"

This post in English

Stellt euch mal bitte folgende Situation vor: es ist Samstag, ihr könnt endlich einmal ausschlafen. Um 8:30 Uhr beginnen die Bewohner der Wohnung unter euch, Klavier zu üben. Das weckt das Baby in der Wohnung neben euch, es beginnt lauthals zu schreien. Woraufhin die Mieter über euch erst einmal mit dem Besenstiel laut auf den Boden klopfen, um dann die Lautstärke des Fernsehers auf "infernalisch" hochzudrehen. Ihr liegt also verzweifelt im Bett und überlegt euch, wie ihr eure Ohropax noch schalldichter machen könntet.

Zugegeben, so eine Situation hatte selbst ich in meiner lärmgeplagten Wohnung noch nicht. Aber wie man letztens erst gemerkt hat, wünsche ich mir wirklich manchmal etwas mehr Stille.

Forscher in Spanien haben jetzt den theoretischen Grundstein für etwas gelegt, das nicht nur mich, sondern wahrscheinlich viele Bewohner von Stadtwohnungen glücklich machen würde (ganz abgesehen davon, dass es zahllose weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt): sie haben eine Methode gefunden, Schallwellen umzulenken, durch sog. "sonic crystals". Diese sind in der Lage, Schallwellen in eine andere Richtung umzulenken. Ein solches Material in den Wänden meiner Wohnung würde mir also meine gewünschte Oase der Stille verschaffen... =)

Weil ich ein eingefleischter ScienceFiction-Fan bin, freue ich mich immer wieder darüber, wenn solche SciFi-Themen langsam Wirklichkeit werden (zuletzt z.B. auch ein funktionierendes mechanisches Exoskelett, das zum Heben von schweren Sachen eingesetzt werden kann). Und angeblich sucht man auch nach einer Methode, Licht zu brechen - also steht nach dem "Mantel der Stille" einem Tarnumhang bald nichts mehr im Wege!

Heute lernen wir... "richtig stehen"

This post in English

Wenn es ein Thema im Aikido gibt, das mich zumindest ein wenig frustriert, dann sind es die Ki-Tests. Bei den Techniken weiß ich einfach, dass es lange dauern wird, bis ich die Bewegungen verinnerlicht habe und mit den Feinheiten klarkomme. Rollen und Fallen sind so komplexe Abläufe, dass ich es ganz selbstverständlich finde, dafür viel üben zu müssen, bevor sich eine Veränderung zeigt; außerdem gibt es hier immer die Hemmschwelle der nächsthöheren Haltung, die überwunden werden will. Aber einfach nur dazustehen und sich zu entspannen sollte doch eigentlich relativ leicht machbar sein. Tja... falsch gedacht. Ich habe sehr häufig das Gefühl, aus einer Ansammlung verspannter Muskeln zu bestehen, die beim leisesten Windhauch umkippt. *seufz*

Wobei, ich hatte einmal einen Tag, wo die Haltung relativ stabil war. An dem Tag hatte ich von morgens bis abends versucht, meine Haltung zu entspannen, gerade zu bleiben usw., das ganze Programm. Beim Autofahren, beim Arbeiten am Computer, beim Kaffeetrinken mit den Kollegen... In letzter Zeit denke ich nicht mehr so oft daran, weil mein Kopf stärker als sonst mit vielen anderen Dingen (Erledigungen, Entscheidungen, Terminen usw.) beschäftigt ist. Vielleicht ist das der Grund, warum ich keine Fortschritte bemerke? Also: drandenken! =)

12. Juni 2008

Aikido, Mäuse und Polizeikontrolle

This post in English

Heute haben wir eine neue Technik gemacht, bei der man jemandem auf Knien gegenübersitzt und umwirft. War schön, entspannt, ruhig aber trotzdem anstrengend - einerseits beschweren sich jetzt meine Knie, und andererseits war so viel gleichzeitig zu beachten (wie immer! ^^).

Irgendwie habe ich in letzter Zeit immer mehr Gelenkschmerzen... erst die Knie vom Rollen, jetzt knacken meine Knöchel... hoffentlich vergeht das bald wieder!

Nach dem Aikido-Training bin ich wie immer mit dem Auto nach Hause gefahren, als ich doch tatsächlich von einer Polizeikontrolle angehalten wurde! Eeek! Das war erst das zweite Mal in 10 Jahren Führerschein... Das erste Mal war ein relatives Desaster - Papiere natürlich im unaufgeräumten Kofferraum, wo das Warndreieck war, wußte ich nicht einmal (wurde ich aber gottseidank nicht gefragt) und der Erstehilfekasten unter dem Beifahrersitz, aber so blöd, dass man von vorne nicht rankam, und ausgerechnet zu dem Zeitpunkt war die hintere Tür kaputt und ließ sich nicht mehr öffnen. Furchtbar! ;-)
Tja, heute lief es schon etwas besser. Papiere zwar wieder im unaufgeräumten Kofferraum (diesmal mit Kissen, Schlafsack, jeder Menge Krusch und Tüten, CD-Player, leerem Scheibenwischerflüssigkeitbehälter und nicht zu vergessen meinem Aikido-HOLZSCHWERT, das aber unter dem ganzen anderen Zeug netterweise kaum zu sehen war). Ich hätte zwar wieder nicht gewusst, wo das Warndreieck und der Erstehilfekasten sind. Seit ich das neue Auto habe (seit ca. 15 Monaten), nehme ich mir vor die mal zu suchen, aber neeeiiin, ich komme ja nie dazu - das wird jetzt dringendst nachgeholt!
Tja, aber bevor mich der nette junge Polizist das fragen konnte oder sich auch nur meine Papiere anschauen konnte, kamen freundlicherweise ein paar Fußballfans hupend angefahren - das Auto so mit Fahnen zugehängt, dass sie kaum noch etwas sehen konnten... allein schon dieses Auto zu sehen, war es definitiv wert, angehalten zu werden! =) Jedenfalls wurde dieses Auto dann sofort auch angehalten, ich bekam die Anweisung "Warten Sie mal kurz" und setzte mich auf den Rand meines Kofferraums und sah gemütlich zu. Das Ganze dauerte etwas länger, bis dann der zweite Polizist zu mir kam und wissen wollte, worauf ich denn warte. Als ich dann sagte, "Öhm - darauf, dass sich jemand meine Papiere anschaut?" musste er erstmal lachen...

Tja, diese zweite Kontrolle war also schon irgendwie besser als die erste. Wobei ich mich beim nächsten Mal nicht drauf verlassen sollte, dass wieder eine Ablenkung vorbeikommt... Merke: Nachschauen wo das blöde Warndreieck ist. ^^

Ansonsten habe ich gestern eine und heute noch zwei Mäuse gefangen, das wären dann Nummer 5 bis 7. War wohl eine Großfamilie... Ich komme mir schon langsam richtig komisch vor, mit den Mäusen an die Straße zu gehen und sie freizulassen. Aber im Innenhof will ich sie nicht mehr aussetzen - bei einer war das noch ok, aber 7 Mäuse im Innenhof möchte selbst ich nicht haben, und ich mag Mäuse. (Sind doch wirklich sooo putzige kleine Tierchen.) Tja, ich hoffe halt, dass mich niemand beobachtet wie ich regelmäßig mit meiner Lebendfalle oder meinem Mülleimer vor die Haustür gehe... =)